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| Demokrit |
Demokrit, Louvre, Paris/Frankreich]]
Der griechische Philosoph Demokrit oder auch Demokritos ( - 460 v. Chr. in Abdera, Thrakien; † 371 v. Chr.), Schüler des Leukippos, lebte und lehrte in der Stadt Abdera. Er gehörte zu den Vorsokratikern und gilt als letzter großer Naturphilosoph.
Leben
Demokrit war ein griechischer Philosoph aus Abdera, einer ionischen Kolonie in Thrakien, geboren wahrscheinlich um 460 v. Chr.
Er war der Sohn reicher Eltern, verwendete sein Vermögen für ausgedehnte Reisen, auf denen er, wie er selbst von sich rühmte, von allen Menschen seiner Zeit das meiste Land durchirrt und die meisten unterrichteten Männer unter den Lebenden gehört habe.
Seine Kenntnisse erstreckten sich, wie das erhaltene Verzeichnis seiner überaus zahlreichen Schriften zeigt, über den ganzen Umfang des damaligen Wissens (sogar über die Kriegskunst), sodass ihn darin unter den folgenden Philosophen der Antike nur Aristoteles übertroffen zu haben scheint. Von den Schriften selbst sind nur Fragmente erhalten.
Seine Zeitgenossen nannten ihn den „lachenden“ Philosophen, wohl nicht nur deshalb, weil ihm seine abderitischen Mitbürger, die Lalenburger des griechischen Altertums, Stoff genug zum Spotte darbieten mochten, sondern hauptsächlich aus dem Grund, weil seine theoretische Lehre von dem Wesen der Dinge eine heitere, d. h. gleichmütige, von Affekten der Furcht wie der Hoffnung ungestörte, Gemütsstimmung zur praktischen Folge hatte, die er Wohlgemutheit (Euthymia) nannte und als das höchste Gut bezeichnete.
Er hatte großen Einfluss unter anderem auf Aristoteles. Er ist der Held in Wielands fulminantem Roman Die Abderiten.
Atomistischer Materialismus
Wieland
Als Materialist postulierte er wie Leukippos und Anaxagoras, dass die Materie aus kleinsten, unteilbaren Teilchen, den Atomen, zusammengesetzt sei. Jedes dieser Atome sollte fest und massiv, aber nicht gleich sein. Es gäbe unendlich viele Atome: runde, glatte, unregelmäßige und krumme. Wenn diese sich einander näherten, zusammenfielen, sich miteinander verflochteten, dann erschienen die einen als Wasser, andere als Feuer, als Pflanze oder als Mensch. Seiner Meinung nach lassen sich auch Sinneswahrnehmung und Seelenexistenz auf atomistische Prinzipien zurückführen, indem die Seele aus Seelenatomen bestehe. Stirbt ein Mensch, so streuen diese Seelenatome davon und können sich einer neuen Seele, die gerade gebildet wird, anschließen.
Jene Lehre ist ein konsequenter und zwar atomistischer Materialismus, dessen wesentliche Grundzüge sich bei den materialistisch gesinnten Naturforschern späterer Tage beinahe unverändert wiederfanden.
Demokrit verwirft die Annahme eines vom körperlichen Stoffe verschiedenen geistigen Prinzips (wie es der Nous seines Vorgängers Anaxagoras war), welches die Dinge seinem Endzweck gemäß gestalte, und führte das Werden der Dinge auf die den unteilbaren Elementen der Materie, den gleichfalls körperlichen Atomen, von Anbeginn innewohnende Bewegung im Leeren, d. h. auf (mechanisch) wirkende Ursachen, zurück.
Jene sind voneinander nicht der Beschaffenheit (wie bei Anaxagoras), sondern bloß der Gestalt nach verschieden (indem jedes Atom die Form je eines der regelmäßigen geometrischen Körper: Kugel, Zylinder, Pyramide, Würfel etc. hat). Folgerichtig können auch die aus Atomen zusammengesetzten Körper nicht qualitativ, sondern nur quantitativ, d. h. der Gestalt, der Ordnung und Lage ihrer Elemente nach, unterschieden sein, wobei die Größe der Körper der Menge und ihre Schwere dem Vielfachen der Schwere der letztern entspricht.
Aus den genannten Verschiedenheiten lassen sich alle Mannigfaltigkeiten der Erscheinungswelt erklären.
Weder bei den Atomen noch bei deren Eigenschaften, ebensowenig wie bei deren Bewegung, darf man nach einer Ursache fragen; sie sind sämtlich ewig. Doch liegt es in der Natur der Schwere, daß die größeren (also auch schwereren) Atome eine raschere Bewegung und zwar nach unten annahmen, wodurch die kleineren (und folglich leichteren) verdrängt und nach oben getrieben, auch durch den Zusammenstoß der bei dieser Gelegenheit zusammenstoßenden Atome Seitenbewegungen bewirkt wurden, aus welchen ein sich allmählich immer weiter ausbreitender Wirbel entstand, der die Weltbildung herbeiführte. Wie sich beim Worfeln des Getreides von selbst Spreu zur Spreu und Korn zum Korn findet, so musste durch die wirbelnde Bewegung durch Naturnotwendigkeit das Leichtere zum Leichten, das Schwerere zum Schweren gelangen und durch dauernde Verflechtung der Atome der Grund zur Bildung größerer Atomenaggregate (Körper) und ganzer Körperwelten gelegt werden. Einer der auf diesem Wege gewordenen Körper ist die ursprünglich wie alles übrige in Bewegung befindlich gewesene, allmählich zur Ruhe gelangte Erde, aus deren feuchtem Zustand die organischen Wesen hervorgegangen sind.
Auch die Seele ist ein Atomenaggregat, d. h. ein Körper, aber ein solcher, dessen Bestandteile die vollkommensten, d. h. feinsten, glatten und kugelförmigen, diejenigen Atome sind, welche der Erscheinung des Feurigen entsprechen. Teile derselben werden, solange das Leben währt, durch Ausatmen an die Luft abgegeben, durch das Einatmen aus derselben als Ersatz aufgenommen. Ebenso lösen sich von den uns umgebenden Dingen unaufhörlich feine Ausflüsse ab, welche durch die Öffnungen unsers Leibes (die Sinnesorgane) an die im Innern desselben befindliche Seele gelangen und dort durch Eindruck ihnen ähnliche Bilder erzeugen, welches die Sinneswahrnehmungen sind. Letztere bilden die einzige, aber, da jene Ausflüsse auf dem Weg zur Seele mehr oder weniger störende Umbildungen erfahren können, nichts weniger als unbedingt zuverlässige Quelle unserer Erkenntnis, die sich daher nicht über die Stufe der Wahrscheinlichkeit erhebt.
Zu der Seele, die von Natur die Erkenntnis möglich macht, verhält sich der übrige Mensch (sein Leib) nur wie deren „Zelt“; wer die Gaben der ersteren liebt, liebt das Göttliche, wer die des Leibes liebt, das Menschliche. Erkenntnis aber, indem sie Einsicht gewährt in das Ansich der Dinge, d. h. die Atome und das Leere, während alle Unterschiede nur für uns (in der sinnlichen Erscheinung) sind, und in die gesetzliche Notwendigkeit des Verlaufs der Dinge, der weder einer Leitung durch außenstehende Mächte bedürftig noch einer Störung durch solche zugänglich ist, befreit von törichter Furcht wie von eitler Hoffnung und bewirkt jene Gelassenheit (Ataraxie), welche das höchste Gut und zugleich die wahre Glückseligkeit ist.
Demokrit soll bei dieser Weltbetrachtung das 100. Lebensjahr erreicht haben; inwiefern dieselbe ausschließlich sein eigenes Werk oder von seinem gewöhnlich mit ihm zugleich genannten, aber noch weniger gekannten Landsmann Leukippos entlehnt war, lässt sich aus Mangel genauer Nachrichten nicht mehr entscheiden.
Werke
Die Fragmente seiner Schriften wurden am vollständigsten von Mullach herausgegeben (Berl. 1843).
Literatur
- H. Ritter: D., in Ersch' und Grubers Encyklopädie; Liard, De Democrito philosopho (Par. 1873); auch Wielands „ziemlich getreue“ (Krug) Darstellung des Demokritos in dessen Abderiten.
Nach Demkoritos hat. E. Jul. Weber sein Buch Demokritos, oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen (das sonst mit Demokritos nichts gemein hat) betitelt.
Weblinks
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- [http://www.pinselpark.org/philosophie/d/demokr/texte/sprueche1.html Fragment]: Sprüche I
- [http://www.pinselpark.org/philosophie/d/demokr/texte/sprueche2.html Fragment]: Sprüche II
- [http://www.pinselpark.org/philosophie/d/demokr/texte/ethisch.html Fragment]: Ethische Schriften
- [http://www.pinselpark.org/philosophie/d/demokr/texte/unbest.html Fragment]: Aus unbestimmten Schriften
- [http://www.pinselpark.org/philosophie/d/demokr/texte/techn.html Fragment]: Technische Schriften
- http://www.philosophenlexikon.de/demokrit.htm
- [http://www.anderegg-web.ch/phil/demokrit.htm Demokrit Leben und Grundgedanken]
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Erkenntnistheoretiker
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Paris
Paris (dt. [], frz. []) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil (rive droite „rechtes Seineufer“) und einen südlichen Teil (rive gauche „linkes Seineufer“). Paris hat im separat verwalteten Stadtgebiet offiziell 2.138.551 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.564.680 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005).
Die außerhalb der Ringautobahn (französisch boulevard périphérique, umschließt die 20 arrondissements) liegenden Ortschaften der Banlieue sind selbständig verwaltet und zählen dadurch nicht zur Stadt Paris im verwaltungsrechtlichen Sinne. Paris ist eine der bedeutendsten Weltstädte und das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). Paris ist auch UN-Stadt (UNESCO).
Geografie
Geografische Lage
UNESCO
UNESCO]
Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist umgeben von großen Wäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen.
Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,4 Quadratkilometern. Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Butte Montmartre mit einer Höhe von 129 Metern.
Stadtgliederung
Im Jahre 1790 wurde Paris Verwaltungssitz des Départements Seine (75). Seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 ist Paris gleichzeitig Stadt und Département.
Die Stadt ist in 20 nummerierte Gebiete aufgeteilt, die Arrondissements genannt werden und die Postleitzahlen 75001 bis 75020 tragen. Jedes Arrondissement besteht aus vier Quartiers. Die Arrondissements von Paris sind:
Louvre, Bourse, Temple, l'Hôtel de Ville, Panthéon, Luxembourg, Palais Bourbon, l'Élysée, l'Opéra, l'Entrepôt, Popincourt, Reuilly, Gobelins, l'Observatoire, Vaugirard, Passy, Batignolles-Monceaux, Butte-Montmartre, Buttes-Chaumont und Ménilmontant.
Klima
Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,6 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 639 Millimeter.
Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,4 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juni mit 65 Millimeter im Mittel, der wenigste im Februar und April mit jeweils durchschnittlich 45 Millimeter.
Geschichte
April]]
Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutuhezi des Stammes der Parisier auf der Seine-Insel, die heute Île de la Cité heißt. Der erste Bestandteil des Namens stammt von der keltischen Wurzel luta „Sumpf“, so dass der gesamte keltisch-römische Name Lutetia Parisiorum, also „Sumpfebene der Parisier“ bedeutet. Der Hinweis auf den Sumpf ging im Laufe der Zeit verloren.
Nach der Eroberung der Siedlung durch die Römer im Jahr 52 v. Chr. brannten die Parisii ihr Inselfort nieder und überließen es den Römern. Diese bauten die Stadt als Lutetia wieder auf und dehnten die nunmehr befestigte Stadt auf das linke Seineufer aus. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend.
52 v. Chr.
Im 5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft durch die Merowinger beendet. Im Jahre 508 ist Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I. (466-511) geworden. Danach wurde sie unter einem seiner Söhne zu einem fränkischen Teilkönigreich Paris. Während der Karolingerherrschaft überfielen die Normannen wiederholt die Stadt. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus (1165-1223) ließ die Stadt befestigen. 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet. Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Händler. Auf Veranlassung Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre.
1181 ist die erste überdachte Markthalle eröffnet worden und 1301 ist auf der Île de la Cité ein Königspalast gebaut worden. Die Sorbonne im Süden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt. Karl V. (1338-1380) ließ am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Engländern erneuern. 1370 ist auf seine Veranlassung am rechten Ufer, wo heute die grands boulevards verlaufen, ebenfalls eine Mauer errichtet worden. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt.
1436]
Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 sind in Paris Tausende von Hugenotten ermordet worden. Auf Veranlassung Ludwig XIV. (1638-1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Stadtmauern von Paris abtragen und an deren Stelle die „Großen Boulevards“ errichten. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war.
Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard Périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und ist mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt gewesen.
Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Nach dem Niedergang des 2. Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen erhob sich 1871 die so genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der belle époque. Am Gare de Lyon, der Pont Alexandre III. und den U-Bahnstationen ist der Stil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen.
1921 hatte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 und 1945 von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1968 kam es in der Stadt zu Studentenrevolten und Massenstreiks.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. Kamen anfangs noch Italiener, so gibt es mittlerweile eine kulturelle Vielfalt, die in einigen Gegenden die Quartiers dominiert. Sehr bekannt sind vor allem das ostasiatisch-chinesisch geprägte 13. Arrondissement und das afrikanisch-maghrebinisch geprägte 18. Arrondissement. Darüber hinaus gibt es auch jüdisch, japanisch und tamilisch dominierte Viertel.
2005 kommt es zu großen Ausschreitungen von Randalierern in den Vorstädten von Paris, die sich zu einem Flächenbrand über ganz Frankreich ausweiteten.
Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1784 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 1999 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
Ausschreitungen
Politik
Städtepartnerschaften
Paris unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften. In Klammern das Jahr der Etablierung.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Paris
Theater
Sehenswürdigkeiten in Paris
Die wichtigsten Musical- und Theaterensembles des Landes haben ihren Sitz in Paris.
Die Comédie-Française oder Théâtre français ist ein Nationaltheater mit vorwiegend klasssischem Repertoire in der Tradition von Molière. Es entstand 1680; berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Weitere Theater sind das Moulin Rouge, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Théâtre des Champs-Elysées und das Théâtre Feydeau.
Museen
Die Vielzahl bedeutender Museen in Paris ist einzigartig.
Der 1793 eröffnete Louvre mit über 30000 Exponaten von der Antike bis zum Ende des 19. Jhds zählt zu größten und wichtigsten Museen der Welt.
In einem ehemaligen Bahnhof am linken Seineufer befindet sich seit 1986 das Musée d'Orsay, welches gemalte und plastische Werke von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg beherbergt.
Das 1977 eröffnete Centre National d’Art et de Culture Georges-Pompidou (Centre Pompidou) ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt.
Im Jahre 1985 ist das Picasso-Museum, das die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers beherbergt, eröffnet worden. Es ist im Hôtel Salé untergebracht. Anfang des Jahres 1997 öffnete das Musée de la Musique seine Tore für die interessierte Öffentlichkeit.
Bauwerke
- Straßen und Plätze
Die Avenue des Champs-Élysées ist die wahrscheinlich berühmteste Straße der Welt. Der 71 Meter breite Boulevard bildet das Rückgrat einer einzigartigen südöstlich-nordwestlichen Sichtachse, die beim Louvre und den Tuilerien beginnt, der Place de la Concorde und den Arc de Triomphe umfasst und bis zur Grande Arche im neuen westlichen Stadtteil La Défense reicht.
Der Place de la Concorde ist der größte und letzte der Königsplätze von Paris. Ab 1755 errichtet, war während der Revolutionszeit auf dem in Place de la Révolution umbenannten Platz die Guillotine aufgestellt. Seit 1836 wird der Platz vom Obelisk von Luxor dominiert. Neben dem 23 Meter hohen Obelisken befinden sich zwei aufwändig gestaltete Brunnen.
Der Place des Vosges ist ein unter Heinrich IV. angelegter quadratischer Platz im Distrikt Marais. Der Platz bietet heute ein einzigartig geschlossenes Ensemble von Bauten des frühen 17. Jahrhunderts. Das Ensemble der Place Vendôme wurde für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. zwischen 1690 und 1720 erbaut. Der von einem geschlossen erhalten gebliebenen, harmonisch angeordneten Palais umfasste Platz wird heute von einer 44 Meter hohen Triumphsäule dominiert, die Napoléon Bonaparte 1806 errichten ließ.
Der Pont Neuf (Neue Brücke) ist die älteste noch erhaltene Brücke über die Seine. Auf dem Place Igor Strawinsky neben dem Centre Pompidou sieht man den bekannten Strawinsky-Brunnen von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle.
- Weltliche Bauwerke
Niki de Saint Phalle]]
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Eiffelturm, eine Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1889, die für die Weltausstellung eigentlich nur temporär errichtet werden sollte. Der Triumphbogen wurde von 1806 (unter Napoléon) bis 1836 (unter Louis-Philippe) errichtet. Als Inspiration diente der allerdings deutlich kleinere Titusbogen in Rom. Das Hôtel de Ville ist das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete neoklassizistische Rathaus von Paris.
Paris hat eine Reihe kunstgeschichtlich bedeutender Adelspaläste, ehemalige Stadtresidenzen bedeutender Adliger, Prälaten und Ministerialen. Erhalten sind zahlreiche Bauwerke aus dem späten 15. bis 18. Jahrhundert, insbesondere in den Distrikten Marais und St-Germain-des-Près.
Das Panthéon, errichtet von 1764 bis 1790, wechselte mehrmals seine Bestimmung: Als Kirche konstruiert, wurde der Kuppelbau nach der französischen Revolution 1789 zur nationalen Ruhmeshalle erklärt. Nach mehreren Umwidmungen im 19. Jahrhundert ist sie seit 1885 erneut Ruhmeshalle Frankreichs. Entsprechend illuster ist die Liste hier beigesetzten Personen: Voltaire, Victor Hugo, Émile Zola, Jean-Jacques Rousseau, Marie Curie. 1849 gelang dem Physiker Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel hier der empirische Nachweis der Erdrotation. Das Pendel befindet sich heute in der Kapelle des Musée des arts et métiers. Im ausgehenden 19.Jahrhundert entstand auch der so typische Pariser Haussmann-Stil.
Die Sorbonne ist die älteste Universität nördlich der Alpen. Sie wurde im 13. Jahrhundert im Quartier Latin gegründet. An der Universität studierten und lehrten einige der bedeutendsten Philosophen des Mittelalters. Der heutige Bau der Sorbonne wurde 1885 bis 1901 errichtet.
Im seit Ende der 1950er Jahre im Westen von Paris entstandenen Büro- und Geschäftsviertel La Défense, in dem Wolkenkratzer dominieren, befindet sich als westliche Fortführung der berühmten Pariser Achse die so genannte Grande Arche. Der gigantische, 110 Meter hohe Kubus des dänischen Architekten Johann Otto von Spreckelsen wurde 1989 eingeweiht.
Der Elysée-Palast ist der Amtssitz des französischen Präsidenten.
Das [http://fr.wikipedia.org/wiki/Grand_Palais| Grand Palais] war Ausstellungshalle zur Weltausstellung vergleichbar mit dem Londoner Spiegelpalast. Im Unterschied dazu - er steht noch.
- Kirchen
Elysée-Palast]
Die ehemalige Abteikirche Saint-Denis nördlich von Paris war seit dem 8. Jahrhundert Grablege fast aller französischen Könige. Der 1147 begonnene Neubau der Klosterkirche markierte überdies den Beginn der Gotik. Die Kathedrale Notre-Dame de Paris gilt allgemein als der Inbegriff frühgotischer Baukunst. Sie wurde als Bischofskirche im 12. und 13. Jahrhundert auf der Île de la Cité erbaut und erreicht eine Höhe von 69 Metern. Die gotische Kirche Sainte-Chapelle, in einer kurzen Zeitspanne in den 1240er Jahren entstanden, liegt gegenüber von Notre-Dame auf der Île de la Cité. Sie diente dem König als Aufbewahrungsort für religiöse Reliquien.
Der Invalidendom wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Die prächtige Kuppelkirche dient als Grabstätte bedeutender französischer Feldherren, darunter Napoléon, der 1840 hierher überführt wurde. Die zwischen 1876 und 1914 im Zuckerbäckerstil errichtete Kuppelkirche Sacré-Cœur befindet sich weithin sichtbar auf dem Hügel Montmartre.
Im Quartier Latin befinden sich St. Séverin-et-St-Nicolas, St. Julien-le-Pauvre und St. Etienne-du-Mont, im Marais Temple des Filles de la Visitation Sainte-Marie, St. Paul-et-St-Louis und St-Gervais-et-St-Protais sowie im Stadtteil St-Germain-des-Prés die Kirchen St. Germain-des-Prés und St. Sulpice. Weitere bedeutende Kirchen in Paris sind St. Nicolas-des-Champs, St. Martin-des-Champs, St. Eustache, St. Germain-l'Auxerrois, St. Roch, Ste-Marie-Madeleine, Chapelle Expiatoire, St. Augustin und Ste-Trinité.
- Friedhöfe
Zu den bekanntesten religiösen Bauwerken zählen in Paris auch die neuen Friedhöfe, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die alten ersetzten. Außerhalb der damaligen Grenzen der Hauptstadt wurden der Cimetière de Montmartre im Norden, der Cimetière du Père Lachaise im Osten, der Cimetière du Montparnasse im Süden, sowie im Zentrum der Stadt der Cimetière de Passy angelegt. Die Bekanntheit dieser Friedhöfe beruht im Wesentlichen darauf, dass hier eine große Anzahl von berühmten Persönlichkeiten beerdigt sind.
- Hotels
Paris ist bekannt für seine vornehmen und eleganten Hotels, die hauptsächlich um die „Tuilerien“ und die „Place Vendôme“ angesiedelt sind. Hier findet man beispielsweise das berühmte „Hotel Ritz“, das „George V“ oder aber das „Hotel Intercontinental“ mit seinem repräsentativen Patio.
Natürlich findet man aber Hotels und Unterkünfte in fast allen Preisklassen. Besonders reizvoll sind die kleinen Stadthotels mit dem berühmten Pariser Charme, auf die man oft ganz unverhofft trifft. Für all diejenigen, die für mehr als drei Monate nach Paris kommen, bietet sich die Anmietung eines „möblierten Appartements“ an.
Parks
Einer der bekanntesten städtischen Parks ist der Jardin du Luxembourg im VI. Arrondissement von Paris, im Quartier Latin. Er wurde im Jahre 1612 angelegt und beherbergt das Palais du Luxembourg, den Sitz des Senats, der zweiten Kammer der französischen Parlaments. Der Garten umfasst streng geometrisch angelegte Partien, aber auch freier gestaltete Zonen.
Weitere bedeutende Parks in Paris sind die Tuilerien, Bois de Boulogne, Bois de Vincennes, Jardin des Plantes, Parc des Buttes-Chaumont, Parc Montsouris, Parc de la Villette und Parc André Citroën.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Parc André Citroën
Paris ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum Frankreichs. In der Metropolregion Paris hat sich etwa ein Viertel der Produktionsbetriebe des Landes niedergelassen. Durch den riesigen Absatzmarkt, den die Stadt bietet, übt sie seit jeher große Anziehungskraft auf Hersteller von Konsumgütern aus. Paris ist bekannt für die Produktion von Luxusgütern (Haute Couture und Schmuck). Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Stadt zählen chemische Produkte, Elektrogeräte, Kraftfahrzeuge und Maschinen.
Fast alle großen Dienstleistungsunternehmen Frankreichs, insbesondere Banken und Firmen des Finanzwesens, haben ihren Sitz in Paris. Seit den 1990er Jahren werden vermehrt Anstrengungen unternommen, multinationale Konzerne anzusiedeln. Die Stadt ist heute eine der wichtigsten Handelsmetropolen in Europa.
Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Lage der Stadt inmitten einer der fruchtbarsten Agrarlandschaften in Europa. Die Landwirtschaft war deshalb schon in den früheren Jahrhunderten die bedeutendste Wirtschaftsgrundlage der Region und sicherte die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung in der Stadt.
Verkehr
- Nahverkehr
Der Verkehr in Paris wird überwiegend über die U-Bahn (Métro) abgewickelt. Sie wird täglich von rund fünf Millionen Menschen genutzt und besteht aus 14 Linien mit einer Gesamtlänge von mehr als 200 Kilometern.
An das Métro-Netz angeschlossen sind die Schnellbahnen (RER, Réseau Express Régional), die Paris mit den Vororten verbinden.
Am 21. November 1853 fuhren in Paris die ersten Pferdestraßenbahnen, es waren die ersten in Europa. Mit der Elektrifizierung des Straßenbahnnetzes begann man am 6. November 1881. Der Betrieb wurde am 14. August 1938 eingestellt. Nach 54 Jahren Unterbrechung verkehrt seit dem 6. Juli 1992 wieder eine Straßenbahn durch die Vororte. Heute befahren zwei Linien ein 23 Kilometer langes Streckennetz, eine dritte nach Paris ist in Planung.
Trolleybusse fuhren zum ersten Mal während der Weltausstellung in Paris zwischen dem 15. April 1900 und dem 12. November 1900, ein weiteres Mal zwischen 1912 und 1914 sowie nach einer Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg vom 7. April 1925 bis 8. Juli 1935. Nach einer siebeneinhalbjährigen Pause wurde der Betrieb noch während des 2. Weltkrieges am 18. Januar 1943 wieder aufgenommen und am 1. April 1966 dann endgültig eingestellt.
- Fernverkehr
1966
Paris besitzt den zweitgrößten Binnenhafen in Europa und ist Knotenpunkt des Eisenbahn- und Straßenverkehrsnetzes in Frankreich. Am Stadtrand befinden sich drei internationale Flughäfen. 48,3 Millionen Passagiere sind im Jahre 2003 auf dem Flughafen Charles de Gaulle abgefertigt worden – dies war die dritthöchste Zahl aller Flughäfen in Europa. Mit 23,1 Millionen Passagieren nimmt Orly den neunten Platz ein. Der dritte Flughafen ist Paris-Beauvais.
Wichtigste Eisenbahnverbindungen sind die Fernstrecken zu den Großstädten Frankreichs wie Marseille, Lyon, Bordeaux, Toulouse, Straßburg und Rennes, die zum Teil mit TGV-Zügen befahren werden. Außerdem gelten die Strecken des Eurostar nach London und des Thalys nach Köln und Amsterdam über Brüssel als bedeutende europäische Verbindungen. Die wichtigsten Personenbahnhöfe sind Gare d'Austerlitz, Gare de l'Est, Gare de Lyon, Gare Montparnasse, Gare du Nord und Gare Saint-Lazare. Dem Eisenbahngüterverkehr dienen die Rangierbahnhöfe Villeneuve-Saint-Georges, Le Bourget und Achères in den gleichnamigen politisch selbständigen Vororten, die durch die Große Ringbahn (Grande Ceinture) untereinander verbunden sind.
Medien
Die meisten französischen Fernseh- und Radiosender haben ihren Sitz in Paris.
Die Stadt ist Erscheinungsort international bedeutender Tageszeitungen („Le Figaro“, „Le Monde“, „Libération“) und bedeutendstes internationales Zentrum des Verlagswesens.
Bildung
Die Gegensätze zwischen Paris und dem Rest des Landes werden besonders im Bereich Bildung deutlich. Denn die angesehensten Bildungsstätten Frankreichs befinden sich überwiegend in Paris. Die 1257 gegründete Sorbonne ist die älteste Universität in Frankreich. Im Jahre 1968 wurde die Universität von Paris durch eine umfassende Reform in 13 unabhängige Teile aufgegliedert. Fünf von ihnen liegen außerhalb der Stadt.
Weitere höhere Bildungseinrichtungen sind das im Jahre 1530 eröffnete Collège de France, die École Polytechnique (eröffnet 1794), das Institut Catholique (eröffnet 1875) und die École du Louvre (eröffnet 1882). Auch die Elithochschule ENA ist in Paris vertreten.
Ludwig XI. legte den Grundstock für die größte öffentliche Bibliothek, die Bibliothèque Nationale, mit einem Bestand von mehr als zehn Millionen Bänden. Ende 1996 wude das neue Gebäude für die Nationalbibliothek von Präsident Jacques Chirac eingeweiht. Die berühmte Académie française ist 1635 gegründet worden. Seit dem Jahre 1803 gehört sie dem Institut de France an.
Persönlichkeiten
Paris war Geburts- und/oder Sterbeort zahlreicher bekannter Persönlichkeiten. Dazu gehören unter anderem der Schriftsteller Honoré de Balzac, der Komponist Georges Bizet, der Maler François Boucher, der Komponist Frédéric Chopin, der Metallbauingenieur Gustave Eiffel, der Architekt Charles Garnier, der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine, der Schauspieler und Regisseur Mathieu Kassovitz, der US-amerikanische Sänger und Lyriker Jim Morrison (The Doors) sowie der irisch-englische Literat Oscar Wilde.
Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Paris
Galerie
Image:Tour_eiffel_at_sunrise_from_the_trocadero.jpg|Eiffelturm bei Sonnenaufgang
Image:Palais garnier bs.jpg|Garnier-Oper
Bild:Louvre paris.gif|Der Louvre
Image:Place_de_la_Concorde_Luxor_obelisk_dsc00775.jpg|Obelisk aus dem Tempel von Luxor am Place de la Concorde
= Weblinks =
- Portal: Paris.
- [http://www.paris.fr/ Offizielle Paris-Seite]
- [http://www.parisinfo.com/ Pariser Fremdenverkehrsamt]
- [http://deutsch.pidf.com/ Offizielle Paris Ile-de-France-Seite]
- [http://www.paris-tourist.com/ Online-Reiseführer für Paris]
- [http://www.comedie-francaise.fr/ Nationaltheater Comédie Francaise]
- [http://www.zoomify.com/ Zoombares Satellitenbild (Flash benötigt)]
- [http://around.at/paris/ Private Seite über Paris]
- [http://www.parisbalades.com/Deutsch/default.htm/ Paris balades - Paris für Fußgänger (im Aufbau)]
- [http://www.reisefuehrer.cc/index.php/category/paris/ Sehenswürdigkeiten in Paris]
Kategorie:Ort in Île-de-France
Kategorie:Französisches Département
Kategorie:Hauptstadt in Europa
als:Paris (Stadt)
ja:パリ
ko:파리 시
nb:Paris
simple:Paris
PhilosophEin Philosoph (griechisch φιλόσοφος, philósophos - Liebhaber der Weisheit) ist ein Mensch, der nach Platons Symposion die Wahrheit, das Schöne und das Gute liebt, und damit begehrt.
Philosophen setzen sich philosophierend, d.h. auf fundamentale Weise, mit Fragen, die sich dem Menschen stellen, auseinander. Dies können beispielsweise Fragen über die menschliche Existenz, oder aber auch (in der gegenwärtigen akademischen Diskussion verbreitetere) Fragen abstrakterer Natur, wie beispielsweise der Frage nach dem, was es gibt (vgl. Ontologie), sein.
Die vier großen Fragen der Philosophie und damit der Philosophen lauten nach Immanuel Kant:
# Was kann ich wissen? (Die Grenzen des Wissens)
# Was soll ich tun? (Das Maß der Freiheit)
# Was darf ich hoffen? (Der Sinn des Lebens)
# Was ist der Mensch? (Das Wesen der Menschen)
Die Frage, wer denn nun ein Philosoph sei, lässt sich unter verschiedenen Gesichtspunkten beantworten:
# Unumstritten ist die Bezeichnung "Philosoph" für die "Großen" der Philosophie (wie beispielsweise Platon, Aristoteles und Kant).
# Naheliegend scheint die Bezeichnung 'Philosoph' zunächst für diejenigen, die sich (beruflich) mit der akademischen Disziplin der Philosophie beschäftigen. Sehr oft möchten sich diese aber selbst nicht als solche sehen. (Prominentes Beispiel hierfür ist Michel Foucault, der sich selbst "nur" als Kritiker sah.) Ob das nun an eigener Bescheidenheit und Hochachtung für die "Großen" liegt oder eben daran, dass man von einem Philosoph vielleicht viel Weisheit erwartet, kann hier nur vermutet werden.
# Als Philosophen werden auch diejenigen bezeichnet, die sich für die oben genannten Fragen interessieren oder sich ganz allgemein durch Scharfsinn und Tiefe in ihren Gedanken auszeichnen - und eben allem auf den Grund gehen wollen. (Eine hierfür beispielhafte Bezeichnung wäre: XY ist der Philosoph unter den Köchen.)
Literatur
- Metzler Philosophen Lexikon. ISBN 3476014282
- Philosophinnen-Lexikon. ISBN 3379015849
- Philosophinnen - Von der Antike bis zur Aufklärung. ISBN 3518393774
- Philosophinnen - Von der Romantik bis zur Moderne. ISBN 3518393782
Weblinks
- http://www.philosophenlexikon.de - Philosophen-Lexikon mit zahlreichen Kurzbiografien
- http://www.anderegg-web.ch/phil/philinhalt.htm
- http://www.philosophinnen.de/
- http://www.philosophenlexikon.de/women.htm
Siehe auch: Portal:Philosophie, Liste der Philosophen
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ja:思想家
th:นักปรัชญา
460 v. Chr.
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Das 5. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 500 v. Chr. und endete am 31. Dezember 401 v. Chr..
Zeitalter/Epoche
Ereignisse/Entwicklungen
- Anfang des 5. Jahrhunderts v. Chr. - König Alexander I. von Makedonien wird Olympionike bei den Olympischen Spielen.
- 500 v. Chr. - Tarent war eine Monarchie
- 497 v. Chr. - Einsetzung der Saturnalien
- 497 v. Chr. - Sieg der Römer über die Latiner in der Schlacht am See Regillus.
- 494 v. Chr. - In Rom wird das Amt des Volkstribuns eingeführt.
- 494 v. Chr. - Zerstörung Milets durch die Perser
- 493 v. Chr. - Bündnisvertrag zwischen Latinern und Römern.
- 490 v. Chr. - Schlacht bei Marathon: Niederlage Persiens gegen die Griechen
- 483 v. Chr. - Beginn der buddhistischen Zeitrechnung
- 482 v. Chr. - Themistokles betreibt in Athen ein Flottenbauprogramm und den Ausbau eines Krieghafens im Piräus
- 480 v. Chr.
- Frühjahr: Perserkönig Xerxes I. zieht mit einem Heer von über 100.000 Mann nach Griechenland
- 11. August: Erste Schlacht bei den Thermopylen, gleichzeitig Seeschlacht von Kap Artemision . Spartanerkönig Leonidas fällt samt seiner 300 Mann starken Leibgarde und ca. 1.000 Thespiern bei der Sicherung des Thermopylenpasses, um den Rückzug des griechischen Bündnisheeres und die Loslösung der griechischen Flotte vom Feind zu sichern
- danach Plünderung Athens durch die Perser, Zerstörung der Akropolis
- September: Seeschlacht von Salamis. Der Athener Themistokles lockt die Persische Flotte in einen Hinterhalt im Sund der Insel Salamis. Die griechische Flotte ist mit ihren Ruderschiffen der weit größeren Flotte der Perser, die auf engem Raum nur schwerfällig operieren kann, überlegen
- 479 v. Chr.
- 27. August - An oder um diesen Tag finden mit der Schlacht von Platää und der annähernd gleichzeitigen Seeschlacht von Mykale die Perserkriege ein Ende. Die Perser werden von den verbündeten griechischen Kleinstaaten geschlagen.
- Bau der Stadtmauer von Athen gegen den Einspruch der Spartaner
- 477 v. Chr.
- Die Römer unterliegen im Krieg gegen die Veji
- Der Stadtstaat Athen gründet den Delisch-Attischen Seebund
- 476 v. Chr. - Der größte griechische Chorlyriker Pindar wird an den Hof des Tyrannen Hieron I. nach Syrakus berufen.
- 474 v. Chr. - Seeschlacht vor Cumae, die Etrusker unterliegen den Griechen und verlieren ihren Einfluß in Suditalien.
- 464 v. Chr. - Schweres Erdbeben in Sparta, über 20.000 Todesopfer.
- 457 v. Chr. - Befehl zum Wiederaufbau Jerusalems durch Artaxerxes
- 449 v. Chr. - Kalliasfriede: Das Perserreich schließt einen Kompromissfrieden mit Athen.
- 446 v. Chr. - Athen und Sparta schließen einen befristeten Frieden auf 30 Jahre.
- 443 v. Chr. - In Rom wird das Amt des Censors eingeführt.
- 442 v. Chr. - Die Antigone von Sophokles wird aufgeführt.
- 431-404 v. Chr. - Peloponnesischer Krieg
- 431-421 v. Chr. - Archidamischer Krieg
- 430 v. Chr. - Pestepidemie in Athen
- 429-427 v. Chr. - Belagerung von Plataeae
- 425 v. Chr. - Ein schweres Erdbeben erschüttert Athen, tausende Todesopfer. Durch die darauf folgende Flutwelle wurde Euböa zur Insel.
- 424-420 v. Chr. - die Samniten bringen Kampanien unter ihre Herrschaft.
- 415-413 v. Chr. "Sizilianische Expedition". Athen unterstützt Segesta gegen Syrakus und Selinus; Belagerung von Syrakus.
- 413 v. Chr. - Die Athenische Flotte wird im Hafen von Syrakus vernichtet.
- 413 v. Chr. - Dekeleischer Krieg
- 411 v. Chr. - Athen führt die Oligarchie ein, diese wird jedoch noch im selben Jahr durch Alkibiades gestürzt. Die Demokratie wird gestärkt, das allgemeine Klagerecht eingeführt.
- 404 v. Chr. - Athen kapituliert vor Sparta; Auflösung des Seebundes.
- Gründung von Phalassarna
Persönlichkeiten
Geboren
- um 500 v. Chr. - Perikles, athenischer Staatsmann († 429 v. Chr.)
- um 497 v. Chr. - Sophokles, griechischer Dramatiker († um 406 v. Chr.)
- 490 v. Chr. - Ion von Chios, vorsokratischer Philosoph und Dramatiker († 421 v. Chr.)
- um 485 v. Chr. - Herodot, griechischer Geschichtsschreiber († um 425 v. Chr.)
- um 480 v. Chr.
- Antiphon (Redner), griechischer Philosoph (Sophist) († 411 v. Chr.)
- Euripides, griechischer Dramatiker († 407 v. Chr.)
- Gorgias, griechischer Philosoph (Sophist) († 380 v. Chr.)
- 469 v. Chr. - Sokrates, griechischer Philosoph († 399 v. Chr.)
- 460 v. Chr.
- Demokrit, griechischer Philosoph († 371 v. Chr.)
- Hippokrates, griechischer Arzt († um 375 v. Chr.).
- 455 v. Chr. - Thukydides, griechischer Geschichtsschreiber († um 400 v. Chr.)
- um 450 v. Chr. - Alkibiades, griechischer Feldherr († 404 v. Chr.)
- um 450 v. Chr. - Thrasymachos, griechischer Vorsokratiker (Sophist) aus Chalkedon
- um 448 v. Chr. - Agathon von Athen
- um 445 v. Chr. - Aristophanes, griechischer Satiriker und Komödiendichter († um 385 v. Chr.)
- um 435 v. Chr. - Philoxenos, griechischer Dithyrambendichter († 380 v. Chr.)
- 427 v. Chr. - Platon, griechischer Philosoph († um 347 v. Chr.)
- um 426 v. Chr. - Xenophon, griechischer Schriftsteller und Politiker († 355 v. Chr.)
- 408 v. Chr. - Antiphanes
Gestorben
- 497 v. Chr. - Aristagoras, Tyrann von Milet
- 493 v. Chr. - Histiaios, Tyrann von Milet
- 490 v. Chr. - Pheidippides, griechischer Bote
- 486 v. Chr. - Darius I., persischer König und Neuorganisator des persischen Großreichs
- 483 v. Chr. - Buddha, Religionsstifter des Buddhismus aus Süd-Nepal/Nord-Indien ( - 563 v. Chr.)
- 479 v. Chr. - Konfuzius, chinesischer Philosoph ( - 551 v. Chr.)
- 465 v. Chr. - Xerxes I., persischer König ( - um 519 v. Chr.)
- um 460 v. Chr. - Themistokles, griechischer Feldherr ( - um 525 v. Chr.)
- um 460 v. Chr. - Epicharmos, griechischer Philosoph, Komödienschreiber und Arzt ( - um 540 v. Chr.)
- 456 v. Chr. - Aischylos, griechischer Dichter ( - 525 v. Chr.)
- 429 v. Chr. - Perikles stirbt während des Peloponnesischen Krieg an der Pest ( - um 500 v. Chr.)
- 428 v. Chr. - Anaxagoras, griechischer Philosoph ( - um 500 v. Chr.)
- um 425 v. Chr. - Herodot, griechischer Geschichtsschreiber ( - um 485 v. Chr.)
- 421 v. Chr. - Ion von Chios, vorsokratischer Philosoph und Dramatiker († 490 v. Chr.)
- 411 v. Chr. - Antiphon (Redner), griechischer Philosoph (Sophist) ( - um 480 v. Chr.)
- 407 v. Chr. - Euripides, griechischer Dramatiker ( - um 480 v. Chr.)
- 406 v. Chr. - Sophokles, griechischer Dramatiker ( - um 497 v. Chr.)
- 404 v. Chr. - Alkibiades, griechischer Feldherr ( - um 450 v. Chr.)
Erfindungen und Entdeckungen
- Herodot ( - 485 v. Chr., † 425 v. Chr.) berichtet von der optischen Signalübertragung durch Feuerzeichen bei den Persern.
- Demokrit ( - 460 v. Chr., † 371 v. Chr.) postuliert die Existenz von Atomen als kleinste und unteilbare Teilchen, aus denen alle Materie zusammengesetzt ist.
- Im Peloponnesischen Krieg (431 v. Chr. bis 404 v. Chr.) werden militärische Geheimbotschaften mit Hilfe der Skytale verschlüsselt.
00-05
ja:紀元前5世紀
ko:기원전 5세기
AbderaDie thrakische Küstenstadt Abdera wurde ca. 650 v. Chr. von dem griechischen Stamm der Ionier gegründet – wobei auch Herakles als mythischer Gründer angegeben wird.
Im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte wurde die Stadt mehrmals zerstört und mehrmals wieder aufgebaut. Von 515 bis 498 v. Chr. stand die Stadt unter persischer Vorherrschaft. Nach der Niederlage der Perser in den Perserkriegen schloss sie sich dem Attischen Seebund an (478–411). Von 352 bis 198 v. Chr. war Abdera in der Hand der Makedonen.
Obwohl Abdera die Heimatstadt der berühmten griechischen Philosophen Demokrit und Protagoras war, und der Dichter Anakreon hierher zog, hatten die Bewohner der Stadt einen ähnlichen Ruf wie in Ägypten die Südägypter oder in Deutschland die Ostfriesen und Schildbürger. Wer als Abderit bezeichnet wurde, galt in der Antike als dummer Mensch. In Anspielung darauf lokalisiert noch Christoph Martin Wieland seinen satirischen Roman „Die Geschichte der Abderiten“ (1774) in Abdera, meint damit aber seine Heimatstadt Biberach an der Riß.
Siehe auch: Abderos
Kategorie:Ort in Griechenland
Kategorie:Ionische Stadtgründung
Kategorie:Thrakischer Ort
ko:압데라
371 v. Chr.
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Ereignisse
- Theben (Griechenland) siegt gegen Sparta in der Schlacht von Leuktra und gewinnt die Vorherrschaft in Griechenland.
Geboren
- Mengzi, chinesischer Philosoph (†289 v. Chr.)
Gestorben
- Demokrit, griechischer Philosoph ( - 460 v. Chr.)
7-0371
ko:371년
Leukipp
Der griechische Philosoph Leukipp (5. Jahrhundert v. Chr.) gilt zusammen mit dem Philosophen Demokrit als Begründer des Atomismus.
Demnach besteht die Welt aus leerem Raum und Materie. Dies ist denknotwendig, da sich die Materie ohne den leeren Raum niemals bewegen könnte. Durch ein Neuordnen der kleinsten Teilchen Atome oder "atomoi" (unteilbar das kleinste) entsteht Veränderung. Alles Stoffliche setzt sich somit aus unendlich vielen Bauteilen, den Atomen zusammen, durch deren Umordnungen Werden und Vergehen erklärt werden kann.
In manchen Historiker-Kreisen wird behauptet, dass Leukipp nie existiert hat, sondern dass Demokrit diesen Namen als Pseudonym benützte, die heutige wissenschaftliche Lehre unterstützt jedoch diese Meinung nicht.
Schüler:
Demokrit
Epikur
Weblinks
- [http://www.pinselpark.org/philosophie/l/leuki/texte/leer.html Textauszug]: Leere
- [http://www.pinselpark.org/philosophie/l/leuki/texte/ur.html Textauszug]: Bewegung der Atome (Urbewegung)
- [http://www.pinselpark.org/philosophie/l/leuki/texte/mensch.html Textauszug]: Der Mensch
- [http://www.pinselpark.org/philosophie/l/leuki/texte/welt.html Textauszug]: Weltbildung
- [http://www.pinselpark.org/philosophie/l/leuki/texte/atome.html Textauszug]: Entstehung der Atomlehre
Kategorie:Mann
Kategorie:Atomist
Kategorie:Vorsokratiker
AbderaDie thrakische Küstenstadt Abdera wurde ca. 650 v. Chr. von dem griechischen Stamm der Ionier gegründet – wobei auch Herakles als mythischer Gründer angegeben wird.
Im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte wurde die Stadt mehrmals zerstört und mehrmals wieder aufgebaut. Von 515 bis 498 v. Chr. stand die Stadt unter persischer Vorherrschaft. Nach der Niederlage der Perser in den Perserkriegen schloss sie sich dem Attischen Seebund an (478–411). Von 352 bis 198 v. Chr. war Abdera in der Hand der Makedonen.
Obwohl Abdera die Heimatstadt der berühmten griechischen Philosophen Demokrit und Protagoras war, und der Dichter Anakreon hierher zog, hatten die Bewohner der Stadt einen ähnlichen Ruf wie in Ägypten die Südägypter oder in Deutschland die Ostfriesen und Schildbürger. Wer als Abderit bezeichnet wurde, galt in der Antike als dummer Mensch. In Anspielung darauf lokalisiert noch Christoph Martin Wieland seinen satirischen Roman „Die Geschichte der Abderiten“ (1774) in Abdera, meint damit aber seine Heimatstadt Biberach an der Riß.
Siehe auch: Abderos
Kategorie:Ort in Griechenland
Kategorie:Ionische Stadtgründung
Kategorie:Thrakischer Ort
ko:압데라
VorsokratikerAls Vorsokratiker werden innerhalb der Philosophie der Antike diejenigen antiken griechischen Philosophen bezeichnet, deren Leben und Werk in die Zeit vor Sokrates (469 v. - 399 v. Chr) fällt. Die Vorsokratiker stellen den Beginn der abendländischen Philosophie dar. Da von den wenigsten unter ihnen die genauen Lebensdaten bekannt sind, wird in der Regel die so genannte Blütezeit verzeichnet, das heißt die ungefähre Zeit ihres Wirkens. Von ihren Werken sind fast ausschließlich Fragmente überliefert, die zumeist in der Form von Zitaten in Werken späterer Autoren zu finden sind.
Der Begriff Vorsokratiker gründet auf dem berühmten Diktum Ciceros, Sokrates habe die Philosophie vom Himmel auf die Erde geholt. Die Einteilung der Philosophieschulen auf dieser Grundlage ist aus verschiedenen Gründen problematisch. Der wichtigste Grund besteht darin, daß der Weg von der Ontologie zur praktischen Philosophie, den Cicero in seinem Diktum umschreibt, nicht zuerst von Sokrates begangen wurde, sondern bereits von den Sophisten. Allerdings hat die Einteilung eine derart große Resonanz erlangt, dass sie sich durchgesetzt hat und nach wie vor benutzt wird.
Die Vorsokratiker beschäftigten sich vor allem mit Naturphilosophie, Theogonie sowie Kosmogonie und formulierten die Grundfragen der Philosophie. Eine zentrale Frage, die - ähnlich den modernen Kosmologen - vor allem die älteren Vorsokratiker beschäftigte, war die nach der arche, dem Urgrund oder Anfang, aus dem alles entstanden sei. Als dieses "Arché" betrachteten sie das Wasser (bei Thales), das Apeiron (bei Anaximander) oder die Luft (bei Anaximenes).
Zu den Vorsokratikern werden folgende Schulen und Philosophen gerechnet:
Die vorsokratischen Philosophen
Anaximenes
Anaximenes]
Anaximenes]
Anaximenes]]
Die Sieben Weisen
Zurechnung nach Platon, siehe Sieben Weise von Griechenland
- Thales von Milet, Kaufmann, Mathematiker und Naturphilosoph,
- Bias von Priene, Herrscher seiner Heimatstadt,
- Solon von Athen, Dichter, Philosoph und verdienter Politiker,
- Pittakos von Mytilene, Herrscher von Lesbos,
- Kleobulos von Lindos, Herrscher von Rhodos,
- Myson von Chenai, ein Bauer, und
- Chilon von Sparta, Mitglied des obersten Kontrollorgans, des Ephorats.
Die drei Milesier (Ionische Philosophie)
:Thales von Milet (wird parallel den Sieben Weisen zugerechnet)
:Anaximander
:Anaximenes
Pythagoräer
:Pythagoras von Samos
:Alkmaion von Kroton
:Philolaos von Kroton
:Archytas von Tarent
:Hippasos von Metapont
Die eleatische Schule
:Xenophanes von Kolophon
:Parmenides von Elea
:Melissos von Samos
:Zenon von Elea
Atomisten
:Empedokles von Agrigent
:Leukipp aus Milet
:Demokrit von Abdera
Sophisten
:Protagoras von Abdera
:Gorgias aus Leontinoi
:Thrasymachos aus Chalkedon
:Prodikos von Keos
:Hippias aus Elis
:Kritias aus Athen
:Antiphon aus Athen
:...
weitere
:Heraklit von Ephesos
:Anaxagoras von Klazomenai
:Epicharmos aus Kos (auch: aus Krastos)
:Ion von Chios
:Diogenes von Apollonia
:Metrodoros von Chios
:Anaxarchos aus Abdera
:Nausiphanes von Teos
:Lykophron aus Chalkis
Siehe auch
- Portal:Philosophie,
- Gesellschaft für antike Philosophie
Literatur
- Diels-Kranz: Die Fragmente der Vorsokratiker. 6. Auflage, Berlin, 1952.
- Horn, Christoph / Rapp, Christof, Wörterbuch der antiken Philosophie, München 2002 (Erläuterung zahlreicher Termini der antiken und auch der vorsokratischen Philosophie) ISBN 3406476236
- Capelle, Wilhelm : Die Vorsokratiker – Fragmente und Quellenberichte, Kröner Verlag 1968, ISBN 3520119080
- Die Vorsokratiker (griechisch/deutsch) Philipp Reclam Jun., Stuttgart 1987 (Eine zweisprachige handliche Ausgabe mit einer Auswahl der Fragmente und Einführungen zu jedem Philosophen)
- Rapp, Christof: Vorsokratiker, München 1997 (sehr gut lesbare Einführung mit Literaturempfehlungen, Zeittafel und Index)
- Kirk, G.S./ Raven, J.E./ Schofield, M.: Die Vorsokratischen Philosophen. Einführung, Texte und Kommentare. Stuttgart 2001 (zweisprachige Ausgabe mit hilfreichen Erläuterungen)
- Karl-Heinz Volkmann-Schluck: Die Philosophie der Vorsokratiker. Der Anfang der abendländischen Metaphysik, Würzburg 1992.
Weblinks
- [http://www.anderegg-web.ch/phil/philinhalt.htm Antike Philosophie bei Anderegg-web.ch]
- [http://www.latein-pagina.de/iexplorer/turkey/vorsokrat/vorsokrat.htm „Die vorsokratische Naturphilosophie“ von Christoph Horst]
- [http://www.antikenaturwissenschaft.de/HTML/vorsokratiker.html Astronomie bei den Vorsokratikern]
!
Kategorie:Vorsokratik
ja:ソクラテス以前の哲学者
ko:소크라테스 이전 철학자
Griechenland
Griechenland (griechisch früher Ελλάς, Hellás, heute Ελλάδα, Elláda; amtliche Vollform: Hellenische Republik) liegt in Südost-Europa und grenzt an Albanien, Mazedonien (von Griechenland nicht unter diesem Namen anerkannt, sondern als FYROM bezeichnet), Bulgarien und die Türkei und ist ein Anrainerstaat des Mittelmeers.
Griechenland ist eine parlamentarische Demokratie und hat ein Einkammerparlament mit 300 Abgeordneten, von denen 288 auf vier Jahre gewählt und 12 von den Parteien gestellt werden.
Geographie
parlament
Ungefähr ein Viertel der Fläche Griechenlands entfällt auf etwa 9841 Inseln, von denen 167 bewohnt sind.
Die größten davon sind:
- Kreta (ca. 8.260 km²)
- Euböa (ca. 3.657 km²)
- Lesbos (ca. 1.630 km²)
- Rhodos (ca. 1.400 km²)
- Chios (ca. 840 km²)
- Kephalonia (ca. 780 km²)
- Korfu (ca. 579 km²)
- Samos (ca. 480 km²)
- Náxos (ca. 432 km²)
Siehe auch: Liste griechischer Inseln
Regionen auf dem griechischen Festland:
- Attika
- Epirus
- Makedonien
- Mittelgriechenland
- Peloponnes
- Thessalien
- Thrakien
Die Region Makedonien im Norden Griechenlands ist nicht mit dem selbständigen Staat ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien zu verwechseln.
Siehe auch: Liste der Städte in Griechenland
Verwaltungsgliederung
Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Griechenlands
Griechenland ist in 13 Verwaltungsregionen (griech. περιφέρειες/periphéries, Sg. περιφέρεια/periphéria) gegliedert, die wiederum in 51 Präfekturen (griech. νομοί/nomí, Sg. νομός/nomós) untergliedert sind.
Bevölkerung
Neben den Neugriechen bzw. der griechischsprachigen Mehrheitsbevölkerung existieren noch einige sprachliche Minderheiten. Die wichtigsten Minderheitssprachen sind:
- Albanisch
- Aromunisch (in Zentralgriechenland ca. 100.000 aktive Sprecher der Gruppe der Aromunen oder auch Vlachen, ca. 300.000 passive Sprecher)
- Bulgarisch, gesprochen von ca. 30.000 muslimischen Pomaken
- Slawomazedonisch, gesprochen von slawischsprachigen Bewohnern Nordwestgriechenlands
- Türkisch 150.000 in Thrakien
Türken und Pomaken sind zusammen als muslimische Minderheit anerkannt und genießen einige besondere Rechte, wie Schulunterricht in türkischer Sprache, Verwendung von Schulbüchern aus der Türkei (gem. bilateraler Vereinbarungen), Koranschulen etc. Sie sind über je 3 Abgeordnete von Nea Dimokratia und PASOK im Parlament vertreten.
Religion
Nominell gehören 95% der Bevölkerung der Griechisch-orthodoxen Kirche an, auf dem größten Teil des Festland dem Autokephalen Orthodoxen Erzbistum von Griechenland mit Sitz in Athen, auf den Inseln und dem Ostzipfel des Festlandes um Thessaloniki dem "Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel" mit Sitz in İstanbul. Die Zahl regelmäßiger Kirchenbesucher ist in Griechenland noch deutlich höher als in den meisten anderen Ländern Europas. Die Orthodoxe Kirche übt auch wesentlichen Einfluss auf das Bildungswesen aus und ihre besondere Stellung als Staatskirche ist in der griechischen Verfassung festgelegt; andererseits untersteht sie teilweise dem Staat, zum Beispiel müssen alle Bischöfe vom Parlament bestätigt werden.
Daneben gibt es unter den Bürgern mindestens 150.000 Muslime (größtenteils türkischer Abstammung), etwa 121.000 katholische Christen des griechischen und des lateinischen Ritus, - [http://www.catholic-hierarchy.org/country/scgr1.html] dann etwa 50.000 Zeugen Jehovas, etwa 30.000 protestantische (meist evangelikale) Christen verschiedener Richtungen, und etwa 5.000 Juden.
Die etwa 700.000 Albaner in Griechenland sind meist nominell Muslime, Katholiken oder Orthodoxe, aber die überwiegende Mehrheit praktiziert ihren Glauben nicht.
Siehe auch: Katholische Kirche in Griechenland
Religionsgeschichte
Zur vorchristlichen Religionsgeschichte siehe Griechische Mythologie
Politik
Innenpolitik
Am 7. März 2004 fand in Griechenland ein Regierungswechsel statt. Die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) löste die bisher regierende sozialistische Partei PASOK ab. Am 8. März 2004 beauftragte Staatspräsident Konstantinos Stefanopoulos den Spitzenkandidaten der Konservativen Kostas Karamanlis mit der Regierungsbildung. Schon einen Tag später, am 9. März 2004, stellte er seine neue Regierungsmannschaft vor. Zum neuen Außenminister ernannte er den Diplomaten Petros Molyviatis. Dieser gilt als Fachmann für die Zypernfrage. Die Verhandlungen über die Wiedervereinigung der Insel scheiterten jedoch durch die Ablehnung des Annan-Planes durch die griechischen Zyprioten Ende April 2004.
Die neue griechische Regierung hat 19 Minister, darunter zwei Frauen. Karamanlis erklärte zudem die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele im August 2004 zur Chefsache, da sein Regierungsteam in dieser Hinsicht unter großem Zeit- und Handlungsdruck stand. Die mit Hilfe der UNO geführten Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns scheiterten, weshalb am 1. Mai 2004 nur der griechische Teil der Mittelmeerinsel der Europäische Union beitrat.
Die neue Regierung wird nach Presseberichten weiter eine Annäherung mit der Türkei anstreben. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan war einer der ersten Politiker, die Karamanlis zu seinem Sieg gratulierten.
Die beiden größten Parteien Nea Dimokratia und Pasok beherrschen seit 1974 die griechische Politik, daneben spielt auch die kommunistische KKE eine wesentliche Rolle. Die Sitzverteilung im griechischen Parlament, der Vouli ton Ellinon, sieht derzeit wie folgt aus:
Nea Dimokratia - 165
PASOK - 117
KKE - 12
SYN - 6
Siehe auch: Politische_Parteien_in_Griechenland
Innenpolitisch steht Griechenland vor zahlreichen Herausforderungen. Diese liegen im wesentlichen in den Bereichen der Haushaltspolitik und der Konsolidierung des immer noch dramatisch defizitären Staatshaushalts und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die trotz des konstanten beachtenswerten Wirtschaftswachstums der letzten Jahre immer noch auf hohem Niveau verharrt bei gleichzeitig massiver Teuerung.
Ein weiteres ungelöstes Problem ist der massive Zuzug, vor allem illegaler als in der Landwirtschaft geschätzter billiger Arbeitskräfte, von Ausländern v.a. aus Albanien, Rumänien und Bulgarien. Mit einer gleichzeitig steigenden Kriminalitätsrate v.a. im Bereich der Eigentumsdelikte -in der Vergangenheit eine quantité negligeable- begünstigt dieses Umfeld vermehrt soziale Spannungen und latent fremdenfeindliche Tendenzen in der Bevölkerung.
Außenpolitik
Der außenpolitische Kurs Griechenlands steht oftmals im Gegensatz zu dem seiner Bündnispartner in EU und NATO. Der Ministerpräsident der 90er Jahre Andreas Papandreou galt mit seinen immer wiederkehrenden nationalistischen Eskapaden als Enfant terrible in der EU. Der in der Bevölkerung tief verwurzelte Anti-Amerikanismus und das schwierige Verhältnis Griechenlands zu seinen Nachbarn sowie tiefe Prägungen aus der Geschichte machen Griechenlands Außenpolitik zu einem komplexen Thema.
Insofern sind die schrittweise Aussöhnung und die immer besser werdenden Beziehungen zum ehemaligen Erzfeind Türkei ein revolutionärer Schritt. Griechenland gilt als einer der größten Befürworter eines EU-Beitritts Ankaras.
Auch wenn Griechenlands Position zum Zypern-Konflikt eindeutig ist, so hat die Ablehnung des Annan-Plans das Verhältnis zur Türkei nicht wesentlich belastet.
Das Verhältnis zu Albanien, mit dem der faktische Kriegszustand erst 1987 beendet wurde, kann mittlerweile als ausgeglichen betrachtet werden, die Kontakte zu Sofia und Bukarest sind sehr gut. Mit Bulgarien wurde die Eröffnung 3 neuer Grenzübergänge vereinbart.
Die diplomatischen Beziehungen zum nördlichen Nachbarn Mazedonien befinden sich zwar im Ausbau und der Ausblick ist positiv. Das Verhältnis bleibt jedoch wegen des nach wie vor ungelösten Namensstreits belastet, verstärkt wieder nach Anerkennung der Republik Mazedonien durch die USA im November 2004.
Die Beziehungen zu Serbien sind traditionell exzellent. Serbien gilt immer noch als jahrhundertealter einziger Verbündeter, den man auf dem Balkan hat. Die durchweg pro-serbische Haltung im Jugoslawienkrieg und die dezidiert geschlossen ablehnende Haltung gegen das NATO-Bombardement auf Serbien 1999 belasteten jedoch das gespannte Verhältnis zur NATO, auch wenn Griechenland offiziell seine Bündnistreue betont.
Gesundheitswesen
Im griechischen Gesundheitssystem genießen, ähnlich wie in Großbritannien, alle griechischen und ausländischen Bürger, die in Griechenland tätig sind, einen staatlichen Versicherungsschutz. Der Arzt kann wählen zwischen dem Dienst im öffentlichen Bereich oder einer Privatpraxis; beide Varianten zusammen sind nicht möglich. Die Versorgung kann in zwei Kategorien eingeteilt werden:
Die primäre Versorgung der staatlichen Versicherung, wobei hier ungleiche Verhältnisse bei den ärztlichen Dienstleistungen in Städten, städtischen Randgebieten und ländlichen Bezirken bestehen. In den städtischen Zentren ist die primäre staatliche ärztliche Versorgung deutlich besser als auf dem Land, weil es gut organisierte Ärztehäuser gibt, die von den Versicherten aller Bereiche zwecks ihrer Behandlung aufgesucht werden.
Die sekundäre private Versorgung, wie man sie gewöhnlich in Privatpraxen sowie den Hauptstädten der Regierungsbezirke und in den Städten der größeren Inseln findet. Die von zahlreichen Touristen in Anspruch genommene ärztliche Versorgung der Inseln wird hauptsächlich von einzelnen, frei praktizierenden Ärzten, von privaten Gesundheitszentren mit meist sehr guter Facharztausstattung, sowie von Landärzten wahrgenommen.
Die staatliche Versorgung ist nicht ganz auf mitteleuropäischem Stand (v.a. spezielle OP-Verfahren betreffend), während die Privatversorgung mitteleuropäischen Standard hat. Teilweise ist sogar in Notfällen kein Vorzeigen des persönlichen Krankenheftes notwendig, wenn der Patient nicht stationär behandelt wird.
Dies gilt für alle Personen, die sich in Griechenland aufhalten.
Kultur und Gesellschaft
Griechische Philosophie
Artikel: Philosophie der Antike
Griechische Kunst
Hauptartikel: Kunstgeschichte Griechenlands
Griechische Küche
Hauptartikel: Griechische Küche
Griechische Literatur
Hauptartikel: Griechische Literatur
Griechische Musik
Hauptartikel: Griechische Musik
Griechischer Wein
Hauptartikel: Weinbau in Griechenland
Sport
- Fußball ( Fußball in Griechenland )
- Basketball ( Griechischer Basketball )
- Volleyball
- Wasserball
- Gewichtheben
- Handball
- Marathonlauf (dieser geht der Legende nach auf den Läufer Pheidippides zurück, der die Nachricht vom Sieg der Griechen über die Perser nach Athen brachte)
Adel
Laut Artikel 4 Absatz 7 der griechischen Verfassung werden "griechischen Staatsbürgern (...) Adelstitel oder Rangbezeichnungen weder verliehen noch anerkannt."
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Griechenlands, siehe auch: Liste der Herrscher von Griechenland.
Das antike Griechenland samt den kleinasiatischen Städten wird als Wiege Europas bezeichnet, insbesondere aufgrund der griechischen Philosophie (siehe: Platon, Aristoteles). Nachdem Rom Griechenland im Jahre 146 v. Chr. zur römischen Provinz machte, wurde es nach der Reichsteilung 395 Bestandteil des oströmischen bzw. byzantinischen Reiches bis zu dessen Untergang.
Zu Details siehe: Antikes Griechenland und Byzantinisches Reich
Byzantinisches Reich
Seit 1453 Teil des Osmanischen Reichs kam es ab 1821 zum großen Volksaufstand. Als einer der wichtigsten geistigen Wegbereiter dieses Volksaufstands gilt Rigas Velestinlis (1757-1798). Durch das Londoner Protokoll vom 3. Februar 1830, vom Osmanischen Reich am 24. April anerkannt, wurde Griechenland zum selbständigen Staat erklärt. Somit war Ioannis Kapodistrias bis zu seiner Ermordung das erste Staatsoberhaupt. Im Jahr 1832 wurde dann Prinz Otto von Bayern als Otto I. Griechenlands erster (neuzeitlicher) König. Allerdings umfasste dieser Staat nur den kleineren Teil des heutigen Staatsgebiets. Thessalien wurde 1881, Kreta 1908 erworben. Die meisten Inseln sowie der Norden Epirus und Nordosten Makedonien des heutigen Staates (mit Thessaloniki) kamen erst durch die beiden Balkankriege 1912-1913 an Griechenland, als das geschwächte Osmanische Reich sich dort nicht mehr gegenüber den mit Serbien und zeitweise Bulgarien verbündeten Griechen behaupten konnte.
Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte das mit der Entente verbündete Griechenland mit Billigung der Siegermächte (Völkerbundsmandat) die türkische Niederlage zu nutzen, um außer dem von Bulgarien gewonnen Westthrakien auch Osthrakien und das damals mehrheitlich von Griechen bewohnte Gebiet von Smyrna (heute İzmir) unter seine Kontrolle zu bringen. Ziel war die Umsetzung der Megali Idea (Großen Idee), welche vom damaligen Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos mit dem Ausdruck "Griechenland der zwei Kontinente und fünf Meere" als außenpolitisches Ziel konkretisiert wurde. Doch 1922 endete der Griechisch-Türkische Krieg mit einer verheerenden griechischen Niederlage in der Kleinasiatischen Katastrophe. Im Vertrag von Lausanne 1923 wurde ein radikaler Bevölkerungsaustausch vereinbart: Alle noch in großen Teilen der Türkei verstreut lebenden Griechen (mit Ausnahme der Istanbuler Griechen und einiger Inselgriechen) wurden nach Griechenland vertrieben (etwa 1,5 Mio.), im Gegenzug mussten an die 500.000 meist türkische Muslime Griechenland verlassen, mit Ausnahme der Muslime in Thrakien. Die Flüchtlingsquote in Griechenland nach diesem Krieg betrug ca. 25 %, wesentlich mehr als etwa in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.
Im Zweiten Weltkrieg lehnte Griechenland unter dem Diktator General Metaxas ein italienisches Ultimatum zur Kapitulation ab. (Der Tag der Ablehnung, der 28. Oktober 1940 wird heute als Nationalfeiertag, der sogenannte "Nein-Tag", begangen, da Metaxas ein Telegramm lediglich mit dem Wort Όχι, also Nein, an Italien gesendet haben soll.) Daraufhin wurde Griechenland von Italien angegriffen, konnte aber die italienischen Truppen schlagen und bis weit hinter die albanische Grenze zurückdrängen. Erst durch das militärische Eingreifen der deutschen Wehrmacht im April-Mai 1941 über Jugoslawien und Bulgarien wurde der griechische Widerstand gebrochen. Italien, Deutschland und Bulgarien errichteten ein hartes Besatzungsregime. Gegen die bald erstarkende Partisanenbewegung griffen die Besatzungsmächte mehrfach kriegsverbrecherisch auf brutale Weise durch: In verschiedenen Orten, unter anderem in Kalavrita und Distomo, wurde als "Vergeltung" für Partisanenüberfälle die jeweilige Dorfbevölkerung von der Wehrmacht oder "Sondereinheiten" ermordet. Die Frage nach einer Entschädigung von deutscher Seite für diese Aktionen ist bis heute immer wieder Gegenstand politischer Diskussion. Der bewaffnete Widerstand ging hauptsächlich von der kommunistisch beeinflussten Volksbefreiungsarmee ELAS aus. Gleichzeitig gab es aber auch rivalisierende royalistische Partisanen, die durch Großbritannien unterstützt wurden. Nach militärischer Intervention Großbritanniens am 5. Dezember 1944 wurde die ELAS entsprechend dem Abkommen von Varkiza vom 12. Februar 1945 entwaffnet und demobilisiert.
Der Zweite Weltkrieg ging in Griechenland quasi direkt in den Griechischen Bürgerkrieg über, der sich bald als Stellvertreterkrieg der beiden politischen Pole entpuppte: Die griechischen Kommunisten, welche die Hauptlast des Partisanenkampfes gegen das Besatzungsregime der deutschen Wehrmacht getragen hatten, versuchten nun, nur halbherzig unterstützt von der Sowjetunion und anfangs auch Jugoslawien (siehe Landkarte mit Umfang jugoslawischer Ansprüche gegen Griechenland:[http://www.macedonian-heritage.gr/Images/Maps/Borders_Symbols_Stability/map4.gif 1]), die Herrschaft über das befreite Griechenland zu erlangen, stießen jedoch auf vornehmlich royalistische Gegenwehr, welche v.a. von Großbritannien und den USA großzügig unterstützt wurde.
Im Gegensatz zu allen anderen osteuropäischen Staaten gelang den Kommunisten die Machtübernahme in Griechenland jedoch nicht: Im auf beiden Seiten mit äußerster Härte, auch gegenüber der Zivilbevölkerung, geführten Bürgerkrieg wurden die kommunistischen Verbände immer mehr nach Nordwesten zurückgedrängt. Das Ende der Unterstützung durch Jugoslawien besiegelte schließlich das Ende ihrer militärischen Macht.
Grund für die spärliche Unterstützung durch die kommunistischen "Bruderstaaten" war ein Geheimabkommen am Rande der Konferenz von Jalta 1945: Churchill und Stalin hatten dort ein Einflussverhältnis von "90% West zu 10% Ost" für Griechenland vereinbart; dies wurde später von vielen griechischen Kommunisten als "sowjetischer Verrat" empfunden, da man lediglich ein Bauernopfer Stalins gewesen sei. Seit dieser Zeit gibt es in Griechenland zwei Kommunistische Parteien (griechisch "KKE" für Κομμουνιστικό Κόμμα Ελλάδας, lat.: Kommunistiko Komma Elladas, dt.: Kommunistische Partei Griechenlands): die damals Desillusionierten bildeten die "Inlands-KKE", die weiterhin linientreuen Stalinisten die "Auslands-KKE".
Im Sinne eines strikten Antikommunismus blieben noch bis in die 1960er Jahre viele bürgerliche Freiheiten eingeschränkt, was die NATO jedoch nicht davon abhielt, Griechenland 1952 aufzunehmen und so strategisch im Westen zu verankern.
1967 ergriff in Reaktion auf Liberalisierungstendenzen ein Militärregime unter Georgios Papadopoulos die Macht, während dessen zahlreiche Oppositionelle eingesperrt, gefoltert, ermordet oder ins Exil getrieben wurden, darunter der Komponist Mikis Theodorakis (sog. Obristenputsch). Das Zypernabenteuer der Junta führte 1974 zum Zusammenbruch der Diktatur und zur Rückkehr zur Demokratie unter Konstantin Karamanlis.
Seit 1981 ist Griechenland Mitglied der EU. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierung wurde durch die hohen EU-Hilfsgelder (unter anderem für die Landwirtschaft) gefördert, doch der Abstand zu den entwickelteren EU-Staaten blieb bestehen.
Angesichts der Umwälzungen im ehemaligen Jugoslawien ab 1989 versuchte Griechenland eine eigenständige, proserbische außenpolitische Rolle zu spielen, oft in deutlicher Abgrenzung von EU und NATO. Dies zeigte sich in der Namensfrage mit Mazedonien oder im Bosnien- und Kosovokonflikt. Dies lag vor allem an den wirtschaftlichen Interessen Griechenlands in dieser Region (Transitwege), aber auch ideologische Parallelen spielten hierbei eine gewichtige Rolle.
In jüngster Zeit wurden unter der Regierung Simitis Schritte zur Entkrampfung des griechisch-türkischen Verhältnisses, aber auch der Beziehungen zu den Nachbarstaaten auf dem Balkan unternommen, die wirtschaftlich zunehmend interessant werden für den griechischen Außenhandel und für Auslandsinvestitionen.
Literatur
- Bötig, Klaus: Griechenland: Festland und Peloponnes, DuMont : Köln 1996, 396 S., ISBN 3-7701-3456-7
- Müller, Michael (Hrsg.): Griechenland. Reisehandbuch, Michael Müller Verlag : Erlangen, 8. Aufl. 2002, 768 S., ISBN 3-9232-7860-8
- Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus, BoD 2004, ISBN 3-8334-0977-0
Siehe auch
- Portal: Griechenland
Weblinks
- 20px Wiki-Portal Griechenland
- [http://www.griechische-botschaft.de/ Griechische B | | |