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| Hennig Brand |
Hennig BrandHennig Brand ( - um 1630; † 1692) war ein deutscher Arzt und Alchimist.
Nach einer Offizierskarriere entdeckte der Arzt, der auch vom Verkauf von Arzneimitteln lebte, 1669 in Hamburg beim Versuch, den Stein der Weisen zu finden, den Phosphor und damit das erste Element in der Chemiegeschichte der Neuzeit. Er erhielt die weißliche, im Dunkeln selbstleuchtende Substanz durch Erhitzen von Urin unter Luftabschluss.
Gottfried Wilhelm Leibniz holte Brand 1678 für einige Zeit zwecks Phosphorherstellung in größerem Ausmaß nach Hannover.
Brand, Hennig
Brand, Hennig
Brand, Hennig
ja:ヘニング・ブラント
1630
Politik und Weltgeschehen
- Gründung von Cambridge in Massachusetts in den späteren USA
- Erste Erwähnung einer Allongeperücke
- 29. Mai: Karl II., König von England, Schottland und Irland († 1685)
- 17. September: Ranuccio II. Farnese, Sohn von Herzog Odoardo I. Farnese von Parma und Piacenza († 1694)
- 27. September: Michael Willmann, deutscher Barockmaler († 1706)
- 14. Oktober: Sophie von der Pfalz, auch bekannt als Sophie von Hannover, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg, Kurfürstin von Hannover, Erbprinzessin von Großbritannien, seit 1701 die Stammmutter des heutigen Königshauses von Großbritannien und (Nord-)Irland († 1714)
- 18. November: Eleonora Magdalena von Mantua-Nevers-Gonzaga, dritte Ehefrau Kaiser Ferdinands III. († 1686)
- 27. November: Sigismund Franz, von 1662 bis 1665 Landesfürst von Tirol († 1665)
- 28. Dezember: Ludolf Backhuysen, gilt als populärster Marinemaler Hollands neben Willem van de Velde, obwohl von ihm auch biblische Themen existieren († 1708)
- 26. Januar: Henry Briggs, britischer Mathematiker und Astronom ( - um 1556)
- 26. Februar: William Brade, dänischer Komponist ( - 1560)
- 18. September: Melchior Khlesl, war Bischof von Wien und Kanzler des Kaisers Matthias ( - 1552)
- 24. September: Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt ( - 1576)
- 25. September: Ambrosio Spinola, spanischer Heerführer, Ritter, spanischer Grande, Fürst und Herzog ( - 1571)
- 8. November: Heinrich von Krage, Bischof ( - um 1580)
- 15. November: Johannes Kepler, deutscher Mathematiker, Astronom und Optiker ( - 1571)
- 19. November: Johann Hermann Schein, deutscher Komponist ( - 1586)
- 30. Dezember: Matthias Martinius, deutscher Theologe ( - 1572)
- Rambold XIII. von Collalto ( - 1575)
ko:1630년
1692
- Massaker von Glencoe in Schottland
- Hexenprozesse in Salem (Massachusetts)
Kultur
- 12. Januar: Uraufführung der Oper Eraclea ovvero Il ratto delle Sabbine von Giovanni Bononcini im Tordinona in Rom
- Gründung der Akademie der bildenden Künste Wien (zunächst als Privatakademie des Hofkammermalers Peter Strudl)
- 14. März: Peter van Musschenbroek, niederländischer Naturwissenschaftler (†1761)
- 8. April: Giuseppe Tartini, Komponist und Violinvirtuose (†1770)
- 22. April: James Stirling, schottischer Mathematiker
- 13. Juni: Joseph Highmore, britischer Maler († 1780)
- 1. September: Egid Quirin Asam, Bildhauer, Maler und Baumeister († 1750)
- 5. September: Tharsander, das Pseudonym des evangelischen Pfarrers Georg Wilhelm Wegener († 1765)
- 25. Oktober: Elisabetta Farnese, Königin von Spanien († 1766)
- 7. November: Johann Gottfried Schnabel, deutscher Schriftsteller
- 10. Juli: Heinrich Bach, deutscher Organist ( - 1615)
- 15. September: Georg Adam Struve, deutscher Jurist ( - 1619)
- 12. Oktober: Giovanni Battista Vitali, italienischer Violinist, Sänger und Komponist ( - 1632)
- 14. November: Christoph Bernhard, deutscher Komponist, Kapellmeister und Musiktheoretiker ( - 1628)
- 13. Dezember: Aegidius Strauch, Theologe ( - 1632)
ko:1692년
AlchimistDie Alchemie (auch Alchimie) ist ein alter Zweig der Naturphilosophie und wurde im 17./18. Jahrhundert sukzessive von der modernen Chemie und Pharmakologie abgeloest. Die Kunst der Alchemie wurde von Alchemisten (auch Alchimisten) praktiziert. In heutiger Zeit bezeichnen sich manche Vertreter von Pseudowissenschaften ebenfalls als Alchemisten. Zur Möglichkeit der künstlichen Herstellung von Gold (siehe Goldsynthese) und von anderen Edelmetallen (siehe Edelmetallsynthese).
Herkunft
Es wird angenommen, dass sich das Wort Alchemie vom arabischen „al-kymiya“ bzw. vom griechischen "χυμεία" (chymeia) herleitet. Ersteres entspricht dem Namen mit dem die alten Ägypter selbst ihr Land bezeichneten, d. h. Alchemie wird hier als „Kunst der Ägypter“ verstanden, im Sinne des Letzteren als „Lehre des Gießens“. Anhand der Etymologie werden bereits ihre Ursprünge im alten Ägypten und im (hellenistischen) Griechenland deutlich.
Aufgabengebiet und Errungenschaften
Die Alchemie war teilweise von der Idee der künstlichen Herstellung von Gold getrieben, auf der Suche nach dem Stein der Weisen oder dem Universallösungsmittel Alkahest. Dabei arbeitete sie hauptsächlich mit der Methode Versuch und Irrtum (Trial and Error), die auch heute noch eine wichtige Methode zur Erkenntnisgewinnung ist. Die Alchemisten waren der Meinung, chemische Elemente könnten ineinander umgewandelt (transmutiert) werden.
Alchemisten befassten sich, im Gegensatz zu gelegentlichen Falschangaben, nicht mit der Herstellung lebender Kunstwesen (Homunculus, Basilisk). Anklänge an diese okkulten Experimente finden sich beispielsweise noch in Goethes Faust I und Faust II und in Meyrinks Golem.
Wir verdanken der Alchemie unter anderem die (Wieder-)Erfindung des Porzellans und Schwarzpulvers in Europa. Berühmte Alchemisten waren z. B. Vincentius Cascariolo aus Bologna, der 1604 erstmals einen Phosphoreszenz-Farbstoff herstellte, den so genannten „Bologneser Leuchtstein” oder „Lapis Solaris”. Diese Entdeckung beförderte Diskussionen über die Natur des Lichtes und führte bereits 1652 zu ersten spektroskopischen Untersuchungen. Der Hamburger Heinrich Hennig Brand war ein weiterer wichtiger Alchemist. Er entdeckte 1669 die Chemilumineszenz des weißen Phosphors („Phosphorus mirabilis“) und damit die erste Chemilumineszenzreaktion überhaupt. Diese Chemilumineszenzreaktion fand als Mitscherlich-Probe Eingang in die forensische Chemie und ist auch heute noch ein beeindruckendes Experiment.
Arbeitsmittel
Wichtige Grundlage und sozusagen die Bibel der Alchemisten war die Tabula Smaragdina. Sie ist eine dem Hermes Trismegistos zugeschriebene, ursprünglich wohl griechische, später in lateinischer Fassung verbreitete Sammlung von wenigen, schwer verständlichen und auslegungsbedürftigen Sätzen, in denen die gesamte Weltweisheit enthalten sein sollte.
Ein spezieller Ofentyp der Alchemisten wird Athanor genannt.
Manche Gefäße der Alchemisten werden nach Tieren benannt, so z. B. Igel oder Gans oder das Menschliche Paar.
Philosophische Bedeutung
Allerdings handelt es sich bei der Alchemie nicht nur um eine praktische Disziplin im Sinne einer Proto-Chemie. Sie hat vielmehr auch eine philosophische Dimension: die verschiedenen alchemischen Vorgänge – wie beispielsweise die Umwandlung eines bestimmten Metalls in ein anderes – stehen hier für die Entwicklung des Menschen, d. h. für inner-psychische Prozesse. Diesen psychologischen Aspekt der Alchemie betonte vor allem der schweizer Psychiater und Psychoanalytiker Carl Gustav Jung, der sich eingehend mit ihr beschäftigte und versuchte, sie für seine Analytische Psychologie fruchtbar zu machen.
Bedeutende Alchemisten
Alchemisten des alten Ägypten, sowie der Griechischen und Römischen Antike
- Hermes Trismegistos (legendär)
- Ostanes (vor 500 v. Chr.)
- Xamolxides (ca. 550 v. Chr)
- Empedokles (ca. 490–430 v. Chr)
- Demokrit (ca. 470–380 v. Chr)
- Maria die Alchemistin (ca. 470 v. Chr.)
- Zosimus aus Panopolis (ca. 250 bis ca. 310 n. Chr.)
Chinesische Alchemisten
In China haben sich innerhalb daoistischer Strömungen solche der Inneren Wandlung Neidan und solche der äußeren Wandlung Waidan herausgebildet, die in ihren Anfängen allerdings noch nicht geschieden waren. Das mit dem Prinzip des Dao verknüpfte Streben nach Unsterblichkeit – allerdings eigentlich im Sinne der Vollendung und Einswerdung im Dao – wurde ganzheitlich auf Körper und Geist bezogen, sodass es auch einige Alchemisten innerhalb der chinesischen Geschichte gab, die versuchten Metalle zu veredeln, dabei nebenbei das Schießpulver entdeckten und nach einem Elixier [dan] suchten, das irdische Unsterblichkeit ermögliche. Dies war aber als Ergänzung zu den inneren Arbeiten Qigong, Meditation, Fasten etc. gedacht.
Die ersten Spezialisten in den Künsten der Unsterblichkeit waren die Fangshi, die als einsiedlerische Weise in den Bergen lebten, schamanistische Praktiken anboten, von Kaisern und Adeligen besucht und gelegentlich unterstützt wurden.
Aus dieser Tradition kommt Wei Boyang, Autor des ältesten chinesischen alchemistischen Traktats Thouyi cantong qi („Über das Vereinigen der Entsprechungen“), der gemäß der Legende während des 2. Jh. n. Chr. gelebt haben soll. Ihm wird folgender Mythos nachgesagt: Nachdem der Hund an einem Experiment das rechte Elixier betreffend tot umfiel, sprach der Meister: „Ich habe den Weg der Welt, meine Familie und Freunde aufgegeben, um in den Bergen zu leben. Es wäre schamvoll, zurückzugehen, ohne das Dao der heiligen Unsterblichen gefunden zu haben. Durch dieses Elixier zu sterben kann nicht schlechter sein, als ohne es zu leben. So muss ich es dann zu mir nehmen.“ Auch er schluckte das Elixier und fiel auf der Stelle tot um. Nachdem die enttäuschten Schüler gegangen waren, erwachten Hund und Meister und schwebten zum Himmel empor, um Unsterbliche zu werden.
Ein anderer war Ge Hong (284–364 n. Chr.). Sein Hauptwerk heißt Baopuzi („Er, der den unbehauenen Klotz umarmt“ oder „Der Meister, der die Schlichtheit umfaßt“). Die Shangqing-Schule nahm später einige seiner Techniken auf.
Lü Dongbin, einer der Acht Unsterblichen, soll einer der ersten gewesen sein, der sich ausschließlich der Inneren Alchemie zuwandte. Sein Schüler war Liu Haichan; von diesem soll Zhang Boduan (987–1082 n. Chr.) sein Wissen erhalten haben. Er schrieb das Wuzhen pian („Über das Begreifen der Wirklichkeit“), welches die Ausdrucksweise der äußeren Alchemie auf die inneren Wandlungen überträgt. Ziel sei die Erschaffung des shengtai („geistiger Embryo“ der Unsterblichkeit). Es begründeten sich nach seinem Tod viele Schulen des Neidan. Seine Schüler begründeten etwa den südlichen Zweig der „Schule der Vollkommenen Wirklichkeit“ (wörtlich: Der Weg der Verwirklichung der Wahrheit").
Alchemisten des Islamischen Kulturkreises
- Kalid ben Jazichi (7.–8. Jh.)
- Kalid ben Jesid (geboren 702?)
- Geber (ca. 721–815), Vater der Chemie
- Rhazes (ca. 860–ca. 930)
- Avicenna (980–1037)
- Kalid Rachaibibi (ca. 11. Jh.)
- Muhyi-d-Din Ibn Arabi (1165–1240)
- Abdul-Qasim al Iraqi (13. Jh.)
Abendländische Alchemisten
Abdul-Qasim al Iraqi
- Artephius (12. Jahrhundert)
- Nikolaus Flamel (1330 bis ca. 1413)
- Bernhardus Trevisanus (1406–1490)
- Berthold der Schwarze (lebte im 14. Jahrhundert)
- Basilius Valentinus (Lebensdaten unbekannt)
- Paracelsus (1493–1541)
- Johann Georg Faust (ca. 1480–1540)
- Johann Hartmann (1568–1631)
- Johann Friedrich Böttger (1682–1719)
- Isaac Newton (1642–1727)
- Giacomo Girolamo Casanova (1725–1798)
- Alessandro Cagliostro (1743–1795)
- Fulcanelli (1887–1932)
- Albert Riedel (1911–1984)
- Alexander von Bernus (1880–1965)
Literatur
Quellen
- Johann Agricola: Chymische Medicin: ein Kompendium der Bereitung und Anwendung alchemistischer Heilmittel (Originaltitel: Commentariorum, notarum, observationum & animadversionum in Johannis Poppii Chymische Medicin), Nach der Erstausgabe Leipzig, Schürer und Götze, 1638/39 herausgegeben, eingeleitet und mit einer biographischen Skizze versehen von Oliver Humberg, Elberfeld 2000 ISBN 3-9802788-5-9
Ältere Ausgaben in Neuauflage
- Alexander von Bernus: Alchymie und Heilkunst 5. Auflage Dornach 1994 ISBN 3-7235-0757-3 (1. Auflage von 1936)
- Gottlieb Latz: Die Alchemie, das ist die Lehre von den grossen Geheim-Mitteln der Alchemisten und den Speculationen, welche man an sie Knüpfte: Ein Buch, welches zunaechst für Aerzte geschrieben [ist, zugleich aber auch jedem gebildeten Denker geboten wird]. 1. Auflage Bonn 1869, 2. Auflage Köln 2003 (Nachdruck) ISBN 3-89836-342-2
- Dr. Musallam: Alchimie: Der Stein der Weisen
Moderne Forschungsliteratur
- Julius Evola: Die hermetische Tradition. ISBN 3-7787-7042-X
- Helmut Gebelein: Alchemie. 2. Auflage München 1996, ISBN 3-424-01062-6
- Helmut Gebelein: Alchemie. (Diederichs kompakt), Kreuzlingen, München 2004, ISBN 3-7205-2501-5
- Bernhard Dietrich Haage: Alchemie im Mittelalter: Ideen und Bilder – von Zosimos bis Paracelsus. Düsseldorf, Zürich 2000, ISBN 3-7608-1222-8
- Daniel Hornfisher: Löwe und Phönix. ISBN 3-591-08432-8
- Johannes Helmond: Die entschleierte Alchemie. ISBN 3-87683-044-3
- C.G. Jung: Psychologie und Alchemie. Gesammelte Werke, Bd. 12, ISBN 3-530-40712-7
- C.G. Jung: Mysterium Coniunctionis. Gesammelte Werke, Bd. 14, 3 Bde, ISBN 3-530-40714-3 (Bd. 3 von Marie-Louise von Franz, ISBN 3-530-40799-2)
- C.G. Jung: Studien über alchemistische Vorstellungen. Gesammelte Werke, Bd. 13, ISBN 3-530-40713-5
- Claus Priesner, Karin Figala (Hrsg.): Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft. München 1998, ISBN 3-406-44106-8
- Gabriele Quinque: Splendor Solis – Das Purpurbad Seele, 22 Pforten der initiatischen Alchemie. Esoterische Interpretation einer alten Bilderhandschrift, ISBN 3-935937-26-1
- Alexander Roob: Das hermetische Museum. Alchemie & Mystik. Köln 1996, ISBN 3-8228-8803-6
- Ulli Seegers: Alchemie des Sehens. Hermetische Kunst im 20. Jahrhundert. Antonin Artaud, Yves Klein, Sigmar Polke. Köln: König 2003 (Kunstwissenschaftliche Bibliothek; Bd. 21), ISBN 3-88375-701-2
Trivia
Das berühmte Buch Der Alchimist von Paulo Coelho befasst sich nur am Rande mit Alchemie, es geht viel mehr um Selbstfindung.
Weblinks
- [http://www2.uni-jena.de/chemie/institute/oc/weiss/mitscherlich Mitscherlich-Probe bei uni-jena.de]
- http://www.alchemywebsite.com/
- http://www.fk-alchemie.de/
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Kategorie:Überholte Theorie
ja:錬金術
1669
Politik und Weltgeschehen
- Niedergang der Hanse beim letzten Hansetag der verbliebenen Bündnisstädte in Lübeck
- Isaac Newton wird in Cambridge Professor
- Gründung der Universität Innsbruck
- Entdeckung des Phosphors durch Hennig Brand
- Fertigstellung des Kronprinzenpalais in Berlin
- 28. Mai: Graf von Saint Germain, angeblich Sohn des Fürsten Franz II († 1784)
- 13. September: Johann Christopher Jauch, deutscher Theologe und Barockdichter († 1725)
- 10. Oktober: Johann Nikolaus Bach, deutscher Komponist († 1753)
- 17. Dezember: Friedrich Wilhelm von Dossow, preußischer Generalfeldmarschall, Gouverneur von Wesel († 1758)
- 4. April: Johann Michael Moscherosch, Staatsmann, Satiriker und Pädagoge ( - 1601)
- 16. Mai: Pietro da Cortona, bedeutender Baumeister und Maler des programmatischen, römischen Hochbarocks ( - 1596)
- 10. Juni: Konrad Post, evangelischer Geistlicher ( - 1613)
- 10. September: Henrietta Maria von Frankreich, Königin von England, Schottland und Irland ( - 1609)
- 4. Oktober: Rembrandt van Rijn, niederländischer Maler ( - 1606)
- 14. Oktober: Marc Antonio Cesti, italienischer Komponist und Kapellmeister ( - 1618)
- 4. November: Ferdinand Maximilian von Baden, potentieller Markgraf von Baden ( - 1625)
- 5. November: Johannes Coccejus, protestantischer Theologe, einer der Hauptvertreter der Föderaltheologie ( - 1603)
- 9. Dezember: Giulio Rospiglios, war unter dem Namen Clemens IX. Papst von 1667 bis 1669 ( - 1600)
ko:1669년
Stein der WeisenUnter dem Stein der Weisen (lat.: Lapis philosophorum; arab.: El Iksir, daraus im Deutschen „Elixier“) stellten sich die Alchemisten seit der Spätantike eine Substanz vor, durch die man unedle Metalle in Gold oder Silber verwandeln könne. Eine derartige Umwandlung ist den Alchimisten niemals gelungen.
Die Verwandlung der unedlen Metalle sollte durch Zusatz einer geringen Menge dieser Substanz möglich sein. Wenn der Stein die Kraft besäße, sämtliche unedle Metalle in jedem Mengenverhältnis in Gold zu verwandeln, sollte er das Universal heißen, beschränkte sich seine Kraft auf die Verwandlung eines bestimmtes Metalls, sollte er Partikular heißen. Für den Stein der Weisen existierten verschiedene Bezeichnungen: Roter Löwe, Großes Elixier, Magisterium, Rote Tinktur, Panazee des Lebens. Aus dem „Stein der Weisen“ sollte sich auch, vor allem in den Vorstellungen der Araber, eine Universalmedizin gewinnen lassen, die auf den menschlichen Körper heilend, stärkend und verjüngend wirken sollte. Wer dies Mittel gefunden hätte, sollte Adept genannt werden. Ein weniger vollkommenes Mittel, das unedle Metalle in Silber verwandeln könne, sollte Weißer Löwe, Weiße Tinktur, das Kleine Elixier oder Magisterium heißen. Noch bis 1819 bestand in Deutschland eine alchimistische Gesellschaft, die Hermetische Gesellschaft.
Auf der Suche nach dem Stein der Weisen erfand der Alchemist Johann Friedrich Böttger um 1717 das europäische Pendant des chinesischen Porzellans.
1669 entdeckte Hennig Brand, ein deutscher Apotheker und Alchemist, auf der Suche nach dem Stein der Weisen (als er Urin destillierte und der Rückstand glühte) das chemische Element Phosphor.
Weblinks
- [http://gutenberg.spiegel.de/andersen/maerchen/Druckversion_stein.htm Hans Christian Andersens Geschichte in einer Online-Fassung]
Kategorie:Alchemie
Kategorie:Fiktiver Gegenstand
Kategorie:Gold
Kategorie:Rosenkreuzer
ja:賢者の石
Chemisches ElementStoffe, die ausschließlich aus Atomen mit gleicher Anzahl an Protonen im Kern (Kernladungszahl) bestehen, bezeichnet man als chemische Elemente. Sie treten im Universum mit einer bestimmten Elementhäufigkeit auf. Im Gegensatz zu den Elementen stehen die Verbindungen und die Stoffgemische.
Früher war die Definition dieses Begriffs intuitiver, aber unpräziser:
Robert Boyle definierte ein chemisches Element als einen Reinstoff, der mit chemischen Methoden nicht weiter zerlegt werden kann.
Diese Definition hat den Nachteil, dass man nie sicher sein kann, ob man die chemischen Methoden völlig ausgeschöpft hat. Hätte man es z. B. im Labor nicht geschafft, Wasser zu zerlegen, so hätte man es als Element einordnen müssen.
Der heutige Element-Begriff, der für die Stoffe eine Einteilung nach ihren Bestandteilen, den Atomen, vornimmt, ist abstrakter, dafür aber präzise.
Seine praktische Bedeutung liegt darin, dass er Atome mit gleichem chemischen Verhalten (dem Verhalten bei chemischen Reaktionen) zusammenfasst. Das physikalische Verhalten von Atomen ein und desselben Elements kann dabei durchaus unterschiedlich sein, z. B. können die Atome eines Elements sich in der Masse unterscheiden (Isotope) und bei nuklearen Reaktionen unterschiedlich verhalten.
Nach der Kernladungszahl (auch Ordnungszahl) ihrer Atome ordnet man die Elemente im Periodensystem der Elemente (PSE) an. Dieses System wurde vom russischen Gelehrten Dmitri Iwanowitsch Mendelejew zeitgleich mit dem deutschen Lothar Meyer 1869 begründet.
Kernladungszahl und Masse
Die Erklärungen dafür, dass die Massezahl nicht genau dem Vielfachen der Masse des Wasserstoffatoms entspricht, sind:
- Protonen und Neutronen, die den Hauptanteil der Masse bilden, sind fast, jedoch nicht genau, gleich schwer.
- Natürliche Elemente bestehen aus einer Mischung von Atomen mit unterschiedlicher Neutronenzahl. Eine Atomart überwiegt meist bei weitem, diese bestimmt dann die Massenzahl (Ausnahme Chlor Cl mit der 35,5-fachen Masse)
- Das natürliche Mischverhältnis ist bei einem Element meist gleich (Ausnahme ist Blei, das unterschiedliche durchschnittliche Atommassen zeigt, wenn man es aus verschiedenen Lagerstätten gewinnt)
- Bei sehr genauen Messungen zeigt sich die Bindungsenergie als Massendefekt, so dass die Kernmasse stets minimal kleiner ist als die Summe der Massen der Protonen und Neutronen.
Rein- und Mischelemente
Der Kern des Wasserstoffs besteht fast immer aus nur einem Proton. Wasserstoff mit einem Proton und einem Neutron im Kern (Deuterium) tritt in natürlichem Wasserstoff mit einem Anteil von 0,015 % auf.
Der Heliumkern besteht aus zwei Protonen und zwei Neutronen. Es existieren aber auch Helium-Atome, die zwei Protonen, aber nur ein Neutron, enthalten. Diese treten in natürlichem Helium jedoch nur mit einem Anteil von 0,000137 % auf.
Chlor (17 Protonen) besteht aus einer Mischung aus Atomen mit 18 Neutronen (75,8 %) und 20 Neutronen (24,2 %).
Chemische Elemente, die nur aus einer Atomart bestehen, heißen Reinelemente, wenn sie dagegen aus zwei oder mehr Atomarten bestehen, heißen sie Mischelemente.
Atome des gleichen Elements mit unterschiedlicher Neutronenzahl nennt man Isotope.
Chemische Verbindungen
Chemische Elemente können, bis auf wenige Ausnahmen, chemische Verbindungen eingehen.
Dabei sind mehrere der elementaren Atome zu Molekülen zusammengeschlossen.
Natürliche oder künstliche Stoffe sind entweder Elemente oder Verbindungen.
Gewöhnliches Wasser H2O ist eine Verbindung aus den Elementen Wasserstoff H (2 Atome pro Molekül) und Sauerstoff (1 Atom pro Molekül). Metalle wie Eisen Fe oder Kupfer Cu sind dagegen stets Elemente.
Elemente können auch eine Verbindung mit sich selbst eingehen. Bei vielen Gasen wie Chlor Cl oder Fluor F verbinden sich zwei Atome desselben Elements zu einem Molekül, also Cl2 bzw. F2.
Die Entstehung von Elementen
Bereits beim Urknall entstanden die leichten Elemente Wasserstoff (ca. 75%) und Helium (ca. 25%), zusammen mit geringen Mengen Lithium und Beryllium.
Schwerere Elemente entstehen im Universum durch Kernreaktionen in den Sternen (meist durch Kernfusion). Am Anfang steht der Wasserstoff mit einem Atomgewicht von ca. 1,0 (ein Proton). In Hauptreihen-Sternen, wie auch unserer Sonne, verschmilzt unter hoher Temperatur (mehrere Millionen C°) und hohem Druck Wasserstoff zu Helium. (Atomgewicht ca. 4,0) Dabei verschmelzen 4 Wasserstoffatomkerne über mehrere Zwischenstufen zu einem Heliumatomkern. Dieser ist ein wenig leichter als die vier Protonen zusammen, die Massendifferenz wird als Energie in Form von (Gamma-)Strahlung frei.
Die Fusion geht auf diese Art (Atome mit geringerer Protonenzahl und Atomgewicht verschmelzen zu höheren unter Abgabe von Energie) in den meisten Sternen bis zum Kohlenstoff, in massereichen bis zum Eisen weiter. Die Energieausbeute wird dabei immer geringer. Eisen ist der am dichtesten gepackte Atomkern, bei Fusionsreaktionen darüber hinaus wird Energie verbraucht anstatt freigesetzt. Sterne sind auf Energiegewinnung aus Kernfusion angewiesen, um ihren Gravitationskollaps aufzuhalten, daher können derartige Reaktionen nicht in nennenswertem Umfang stattfinden.
Elemente schwerer als Eisen entstehen in Sternen am Ende ihrer Lebensdauer. Dabei fangen Atomkerne Neutronen ein und werden so in Elemente höherer Ordnungszahl umgewandelt. Dies geschieht im sogenannten s-Prozess (bei massearmen Sternen) oder im r-Prozess (bei massereichen Sternen während einer Supernova).
Ein Stern verliert am Ende seiner Lebensdauer große Mengen Material (kontinuierlich durch Sonnenwind oder explosiv in einer Supernova), dadurch gelangen die entstandenen Elemente zurück in das interstellare Medium. Jüngere Sternensysteme enthalten daher bereits von Anfang an auch geringe Mengen schwererer Elemente, die z.B. Planeten wie in unserem Sonnensystem bilden können.
Liste chemischer Elemente
A Actinium - Aluminium - Americium - Antimon - Argon - Arsen - Astat
B Barium - Berkelium - Beryllium - Bismut - Blei - Bohrium - Bor - Brom
C Cadmium - Cäsium - Calcium - Californium - Cer - Chlor - Chrom - Curium
D Darmstadtium - Dubnium - Dysprosium
E Einsteinium - Eisen - Erbium - Europium
F Fermium - Fluor - Francium
G Gadolinium - Gallium - Germanium - Gold
H Hafnium - Hassium - Helium - Holmium
I Indium - Iod - Iridium
J Jod siehe Iod
K Kalium - Kobalt - Kohlenstoff - Krypton - Kupfer
L Lanthan - Lawrencium - Lithium - Lutetium
M Magnesium - Mangan - Meitnerium - Mendelevium - Molybdän
N Natrium - Neodym - Neon - Neptunium - Nickel - Niob - Nobelium
O Osmium
P Palladium - Phosphor - Platin - Plutonium - Polonium - Praseodym - Promethium - Protactinium
Q Quecksilber
R Radium - Radon - Rhenium - Rhodium - Roentgenium - Rubidium - Ruthenium - Rutherfordium
S Samarium - Sauerstoff - Scandium - Schwefel - Seaborgium - Selen - Silber - Silizium - Stickstoff - Strontium
T Tantal - Technetium - Tellur - Terbium - Thallium - Thorium - Thulium - Titan
U Unnilpentium ( - ) - Unnilquadium ( - ) - Ununoctium - Ununhexium - Ununquadium - Ununbium - Ununtrium - Ununpentium - Ununseptium - Ununnilium ( - ) - Uran
V Vanadium
W Wasserstoff - Wolfram
X Xenon
Y Ytterbium - Yttrium
Z Zink - Zinn - Zirkonium
- veralteter Name
weitere Darstellungsformen
- Sortierung nach Symbol
- Liste der chemischen Elemente nach der Ordnungszahl
- Periodensystem
- Periodensystem mit Elektronenkonfiguration
Literatur
- Lucien F. Trueb: Die chemischen Elemente. Ein Streifzug durch das Periodensystem. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-7776-1356-8
Weblinks
- [http://www.chemieseite.de/ www.chemieseite.de] enthält ausführliche Beschreibungen der Hauptelemente.
- [http://chemlab.pc.maricopa.edu/periodic/lyrics.html] Lied der chemischen Elemente
Kategorie:Chemie
Siehe auch
- Elektronegativitäten der Elemente,
- Elementnamensgebungskontroverse,
- Systematische Elementnamen,
- Verdampfungswärme der chemischen Elemente
- Nebulium
- Kalzium ist ein Computerprogramm für das Betriebssystem Linux, das sehr viele Informationen zum Periodensystem und den Elementen bietet.
- Phlogiston
- Nukleosynthese
ja:元素
ko:화학 원소
ms:Unsur kimia
simple:Element
th:ธาตุเคมี
Gottfried Wilhelm Leibniz
Gottfried Wilhelm Leibniz ( - 1. Juli 1646 in Leipzig; † 14. November 1716 in Hannover) war ein deutscher Philosoph und Wissenschaftler, Mathematiker, Diplomat, Physiker, Historiker, Bibliothekar und Doktor des weltlichen und des Kirchenrechts. Er gilt als der universale Geist des 17. Jahrhunderts.
Leben
17. Jahrhundert]
Leibniz studierte von 1661-1666 Philosophie und Jura in Leipzig und Jena und promovierte 1666 in Altdorf an der Universität Altdorf. Anschließend stand er bis 1672 im Dienst des Mainzer Erzbischof Johann Philipp von Schönborn. Von 1672-1676 hielt er sich in diplomatischer Mission in Paris auf, wo er vergeblich versuchte Ludwig XIV. zu einem Angriff auf das osmanische Ägypten zu bewegen, um die Aufmerksamkeit der Türken von Europa abzulenken. Zurück in Deutschland wurde er 1676 Hofrat und Hofbibliothekar in Hannover und 1691 auch Bibliothekar der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Im Jahre 1700 gründete er die Akademie der Wissenschaften in Berlin und wurde auch deren Präsident. Außerdem war er Mitglied der Royal Society.
Universalgelehrter
Als Jurist, Naturwissenschaftler, Politiker, Philosoph, Historiker, Theologe und Diplomat konnte Leibniz über sich selbst sagen: "Beim Erwachen hatte ich schon so viele Einfälle, dass der Tag nicht ausreichte, um sie niederzuschreiben." Er mag übertrieben haben, aber seine Umtriebigkeit lässt Leibniz zu einem der letzten Universalgelehrten werden. Geboren am 21. Juni (alten Stils; neuen Stils 1. Juli) 1646 in Leipzig, wurde durch seine Eltern schon früh sein Interesse für juristische und philosophische Probleme beeinflusst. Sein Vater war Jurist und Professor für Moralphilosophie (Ethik) und seine Mutter Tochter eines Rechtswissenschaftlers. Leibniz wuchs in die Zeit der Aufklärung hinein.
Aufklärung
Leibniz zählt zu den Frühaufklärern, die den Grundstein für die Bewegung der Aufklärung, "den Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" (Immanuel Kant), gelegt haben. Er hatte einen starken Einfluss auf die Aufklärung, die klassische deutsche Philosophie, den deutschen Idealismus und die Literatur der Klassik. Leibniz formuliert schon früh die Verstandesmäßigkeit der Bewegung. Zitat: "Jeder Mensch besitzt Fähigkeiten zur vernünftigen Lebensführung." Wenn Religion und Vernunft in genauer Übereinstimmung sind, entsteht nach Leibniz die wahre Religion. Er postulierte, alle Gaben können den Menschen verderben, nur die echte Vernunft sei ihm unbedingt heilsam, aber an ihr werde erst dann kein Zweifel mehr haften, wenn sie sich überall gleich klar und gewiss, wie die Arithmetik, erweisen könne. Das heißt, wenn man Vernunft mit Zahlen ausdrücken könnte, wäre der Einwand widerlegt: "Woher weißt du, dass deine Vernunft besser ist als meine? Welches Kriterium hast du für die Wahrheit?"
Die Aufklärung selbst ist eine rationalistische Emanzipationsbewegung des Bürgertums. Grundlage dafür sind die Erkenntnisse des Humanismus, der Reformation und der rationalistischen Philosophie. Dabei wird die Vernunft zur Grundlage aller Erkenntnisse und zum Maßstab allen menschlichen Handelns. Die Aufklärung übt starke Kritik am Gottesgnadentum und der Alleinherrschaft des Monarchen. Sie fordert die Menschenrechte ein und bezieht eine Gegenposition gegenüber der christlichen Kirche. Die Aufklärer fordern die Wiederherstellung unverformter natürlicher Lebensweisen, die Gewaltenteilung und Mitspracherechte insbesondere für das Bürgertum. Ein so genannter Gesellschaftsvertrag und Verfassungen sollen diese Rechte absichern.
Der achtjährige Leibniz erlernt anhand der umfangreichen väterlichen Bibliothek, autodidaktisch, die lateinische Sprache. Zwölfjährig entwickelt er beim Durchdenken logischer Fragestellungen die Anfänge einer mathematischen Zeichensprache. 1661, mit 15 Jahren, schreibt er sich an der Leipziger Universität ein, um dort bei dem Theologen Adam Scherzer und dem Philosophietheoretiker Jakob Thomasius philosophische Studien zu betreiben. 1663 wechselt er an die Universität Jena, um sich dort unter Anleitung des Mathematikers, Physikers und Astronoms Erhard Weigel pythagoreischen Gedanken zu öffnen.
Pythagoras
Leibniz nahm bei der Ergründung der pythagoreischen Gedanken auf, dass sich in den Zahlen die tiefsten Geheimnisse verbergen und setzte diese Gedanken später um.
Rechtswesen
1667 veröffentlichte er eine kleine Schrift zur Reform des Rechtswesens. Darin fordert er eine Vereinheitlichung der Gesetzeswerke der christlichen Nationen. Er versuchte, in jeder Religion etwas Wahres zu finden und dies in eine große Harmonie, in eine allumfassende allgemeine Religion einzuordnen. Mit diesen Bemühungen begab er sich auf die Ebene eines „Erasmus von Rotterdam“, der ein ähnliches Ziel hatte, nämlich eine Gelehrtenrepublik zu erschaffen, in der antike und christliche Elemente verbunden werden und zu Toleranz und Humanität führen sollten.
Leibniz bemühte sich Zeit Lebens um den Frieden. Deswegen versuchte er 1670 zu einer Reunion von Katholiken und Protestanten beizutragen. Zwischen 1679 und 1702 führte er ergebnislose Verhandlungen mit den Bischöfen Spinola und Bossuet. Bis 1706 bemühte er sich um einen Zusammenschluss wenigstens der evangelischen Konfessionen, wiederum ergebnislos. Diesen Bemühungen zu Grunde lag seine Erkenntnis, dass die Glaubensgemeinschaft eine unerlässliche Voraussetzung für die Bewahrung der abendländischen Kultur ist. Alle seine Anstrengungen scheiterten am Egoismus der zu tief von einander getrennten Länder. Dabei strebte Leibniz „nur“ nach Synthese und Harmonie.
Harmonie
Synthese bedeutet die Vereinigung von Teilen zu einem ganzen, die Verbindung gegensätzlicher Dinge zu etwas neuem.
Harmonie ist ein prägender Begriff von Leibniz´ Philosophie. Er beschreibt Harmonie als Summe von unendlich vielen unendlich kleinen Krafteinheiten, sogenannte Monaden.(s. Exkurs Philosophie) Das sind die Urbestandteile der Weltsubstanz. Diese Krafteinheiten, die durch Gott vereint wurden, halten die Welt zusammen.
Darüber hinaus ging Leibniz davon aus, dass Gott alles aus dem Nichts geschaffen hat und alles was Gott geschaffen hat, gut ist. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass überall eine wunderbare Ordnung zu finden ist. Als Beispiel nennt er die Zahlen, da dort keine Veränderungen vorgenommen wurden. Dies ist ein überzeugendes Sinnbild des christlichen Glaubens, das Leibniz sogar zur Heidenbekehrung einsetzen wollte. „Alles weltliche Übel entsteht aus dem endlichen Wesen der Natur.“ Doch die Erkenntnis, dass die Welt in ihrer Unvollkommenheit ein notwendiges Teilübel und dadurch die bestmögliche aller Welten ist, macht den Vorwurf an das Gotteswerk Natur wieder wett. Diese Wissenschaft nennt man Theodizee, dieser Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet die Rechtfertigung Gottes gegenüber dem Vorwurf seiner Verantwortlichkeit für die Übel in der Welt.
Kritik an seiner Philosophie
Monadenlehre: Leibniz greift den Monadenbegriff aus der neuplatonischen Tradition auf. Der Begriff Monade, "Einheit", stammt aus der Stoicheiosis theologike des spätantiken Philosophen Proklos. Wenn man die unendliche Substanz Baruch de Spinozas und des Mathematikers Blaise Pascal in unzähligen Punkten repräsentiert findet, deren jeder das Universum enthält, dann hat man ein Bild für das Bewußtsein, das in seinem Ichpunkt das ganze All umfaßt: dann hat man die Leibnizschen Monaden.
Weiter betont Leibniz, dass Monaden Individuen seien: Es gebe keine zwei gleiche Monaden mit gleicher Perspektive und Wachheit, denn jede Monade sei ein punktuelles Bewusstsein, und so sei jede Monade ohne Wechselwirkung mit den unzähligen anderen Monaden, obwohl sie alle einander enthielten. Damit gibt er eine deutliche Beschreibung der Privatheit der Empfindung, d.h. der Unmöglichkeit (jedes Nicht-Telepathen), Empfindungen eines anderen einsehen zu können. Monaden sind demnach eher als Bewußtseins-Einheiten denn als Materien aufzufassen.
Prästabilierte Harmonie: Es gibt nur die Monaden und ihre Vorstellungen, sonst nichts. Also auch keine Wechselwirkungen zwischen den Monaden. Die Monaden haben aufeinander keinerlei Wirkung. Jede existiert für sich und aus sich. Warum wirken dann aber die Monaden im Weltganzen auf so offensichtliche Weise zusammen? Wieso bilden sie das harmonische Ganze der Welt? Antwort: Gott hat zu Beginn der Welt die Monaden, die aus der Urmonade Gott hervorgegangen sind, so geschaffen, daß sie, wenn jede einzelne nur ihren eigenen Gesetzen folgt, sie alle so zusammenwirken, als ob sie eine Wirkung aufeinander hätten. Die Harmonie war also von vornherein festgelegt.
Theodizee: Bei dieser prästabilierten Harmonie, in der ja nichts gegen den göttlichen Willen geschieht, stellt sich nun die Frage, wie das Böse in die Welt kommt.
Beste aller möglichen Welten: Zuerst einmal sagt Leibniz, Gott habe unter allen möglich Welten die beste geschaffen. Da Gott allmächtig, allwissend und allgütig sei, könne dies gar nicht anders sein. Leibniz unterscheidet dann zwischen drei Übeln:
1. Metaphysisches Übel: Das metaphysische Elend besteht in der Endlichkeit der Welt. Diese war nicht zu vermeiden, wenn Gott eine Welt schaffen wollte. (Siehe Platon)
2. Physisches Übel: Leiden und Schmerzen gehen mit Notwendigkeit aus dem metaphysischen Übel hervor, da geschaffene Wesen zwangsläufig unvollkommen sind.
3. Moralisches Übel: Ein geschaffenes Wesen muß notwendig fehlen und sündigen, besonders wenn Gott ihm die Gabe der Freiheit verliehen hat.
Besonders zu beachten sei der Widerspruch des Moralischen Übels mit der Prästabilierten Harmonie: Alle Monaden sind von vornherein festgelegt (eine übrigens deterministische Ansicht). Wie kommt er also auf "die Gabe der Freiheit"?
Außerdem, fragt Leibniz, woher wissen wir denn, dass die Glückseligkeit des Menschen der alleinige oder Hauptzweck der Welt ist?
Voltaires Novelle "Candide" ist ein Spott auf Leibniz' "beste aller Welten". Interessant in diesem Zusammenhang ist Spinozas Vorstellung von der Polarität gut-böse.
1672 reist Leibniz als Diplomat nach Paris. Dort unterbreitet er dem "Sonnenkönig" Ludwig XIV. einen Plan für einen kreuzzugähnlichen Eroberungsfeldzug gegen Ägypten, um ihn von den geplanten Eroberungskriegen in Europa abzubringen. Ludwig lehnt diesen Plan ab, aber Napoleon Bonaparte greift ihn fast 2 Jahrhunderte später wieder auf.
1672/73 vollendet Leibniz sein für die Nachwelt wohl bedeutendstes Werk, eine Rechenmaschine für die vier Grundrechenarten. Daraufhin wird er 1673 Mitglied der Londoner „Royal Society“
Ab 1685 reist Leibniz im Auftrag des Welfenhauses durch Europa, um eine Geschichte der Welfen zu schreiben. Dadurch hat er 1688 die Gelegenheit zu einer Audienz beim Kaiser Leopold I. in Wien. Dabei trägt Leibniz seine Pläne für eine Münzreform, zum Geld-, Handels- und Manufakturwesen, zu der Finanzierung der Eroberungskriege gegen die Türken, zum Aufbau eines Reichsarchives und vieles andere vor. Doch es wird ihm nur wohlwollende Aufmerksamkeit zu Teil.
1700, nach mehreren Verhandlungen mit dem brandenburgischen Kurfürst Friedrich III., werden seine Pläne für eine Akademie der Wissenschaften nach englischen und französischen Vorbild in die Tat umgesetzt. Die Akademie wurde in Berlin gegründet, Leibniz wird erster Präsident. Diesen Erfolg will er ausdehnen, deswegen führt er 1704 Verhandlungen in Dresden über die Gründung einer sächsischen Akademie.
Leibniz reist während seines ganzen Lebens quer durch Europa und knüpft dabei Kontakte zu anderen Wissenschaftlern. Er lernt dabei wichtige Politiker kennen und erkennt dadurch politische Probleme schnell und entwickelt Reformpläne, die aber oft auf taube Ohren stoßen.
Philosophie, Religion und Zahl
Leibniz betrachtete die Wissenschaft als eine Einheit. Die von ihm gewonnen Erkenntnisse – wie die Integralrechnung, die Theorie der unendlichen Reihen, seine neuartige Geometrie, seine Theorien der Kombinatorik, seine Vorstellung über die Grundlagen der Mathematik und die Wahrscheinlichkeitsrechnung – entwickelten sich sowohl in enger Verbindung miteinander als auch im untrennbaren Zusammenhang mit seinen philosophischen Ansichten. Das gleiche trifft auf seine Erkenntnisse der Dynamik, auf seine biologischen und geologischen Konzeptionen sowie auf seine Forschungen im Bereich der praktischen Politik und der theoretischen Geschichtswissenschaft zu.
Das philosophische Schaffen von Leibniz gruppiert sich um drei große Problemkreise: die Monadentheorie, die Determinationskonzeption und den erkenntnistheoretisch-logischen Ansichten. Eine ausführliche Abhandlung aller drei Problemkreise würde den Rahmen sprengen, daher wird nur die Monadentheorie erläutert, da diese am leichtesten verständlich ist.
Die Philosophen des 17. Jh. arbeiteten in der Regel entweder eine neue Substanztheorie aus, oder sie entwickelten die Atomtheorie nach neuzeitlichen Maßstäben weiter. Leibniz befriedigte keine dieser Auffassungen. Er nennt die Philosophie der Atomisten eine „faule“ Philosophie, da diese Auffassung, welche die Atome als letzte Bausteine ansieht, die lebendige, sich verändernde Welt nicht tiefgründig genug analysiere. Entgegen atomistischer Zeit- und Raumauffassungen, die diese Existenzformen der Materie mit einem leeren Gefäß vergleichen, vertritt Leibniz eine dialektische Konzeption, in der Raum und Zeit Ordnungsbeziehungen in der materiellen Welt sind. Der Raum ist die Ordnung der zur gleichen Zeit existierenden Dinge, während die Zeit ihre Abfolge darstellt.
Monadentheorie
Da Leibniz die Grundfrage der Philosophie idealistisch löst und die Materie für ihn nur ein „Anderssein der Seele“ ist, leugnet er den objektiven Charakter von Raum und Zeit. Die Theorie der Substanz von Leibniz schließt die Möglichkeiten der allseitigen Entwicklungen ein. Obwohl die Monaden in ihren Keimen identisch sind, entwickeln sie sich verschieden. Entwicklung bedeutet nach Leibniz nicht das Entstehen von grundsätzlich Neuem, sondern nur die Entfaltung des Vorhandenen. Körper, Seele und Geist sind nicht grundsätzlich verschieden, sie sind bloß unterschiedlich entwickelt. Leibniz löst das Problem der Verbindung von Körper und Seele, indem er darlegt, dass alle Monaden, obwohl sie keinen gegenseitigen Einfluss auf ihre innere Struktur ausüben, koordiniert wirken. Er behauptet, dass Gott beim Schaffen der Monaden ihre Einheit und koordinierte Wirkung gesichert habe. Er kennzeichnet diesen Zustand mit dem Begriff der „prästabilierten Harmonie“. Trotz dieses idealistisch - teleologischen Wesens dieser Anschauung ist das Bemühen zu spüren, die Einheit der Welt nachzuweisen und die in ihr wirkenden Gesetzmäßigkeiten aufzudecken.
Entwicklung eines Zahlenwerkes aus der Religion
Durch die geistige Auseinandersetzung mit der Religion, insbesondere mit dem Yijing-Orakel, das besagt, dass das Universum, die Erde und das All, alle nach Gewicht, Maß und Zahl gezeugt sind, ist es Leibniz möglich ein neues Zahlensystem zu entwickeln. Die Zahl in ihrer metaphysischen Grundgestalt und die Arithmetik als Statik des Universums enthüllen die Kräfte aller Dinge. Für Leibniz gilt die Devise: „Ohne Gott ist nichts.“. Deshalb setzt er für Gott die Eins und für das Nichts die Null.
Gleichzeitig untersucht er die Sprache und stellt fest, dass sie ständig Fehler zulässt. Dadurch entstehen enorme Verständigungsprobleme die über kurz oder lang zu Konflikten führen. Leibniz setzte als Ziel seiner Forschungen die Minimierung und Ausrottung dieser Konflikte. Er meinte erkannt zu haben, dass unser Denken eigentlich ein Rechenvorgang sein müsste, damit schließt sich der Kreis zur Religiosität und der von Gott und Nichts, von 1 und 0. Er versuchte eine sichere logische Symbolsprache zu entwickeln. Dadurch entsteht das Dualzahlensystem, welches in der Natur und Philosophie kein besseres Vorbild hat. Es ist die Voraussetzung für die moderne Computertechnik.
Außerdem erkannte Leibniz, dass man jedem Gegenstand eine charakteristische Zahl beilegen kann, gleichbedeutend wie arithmetische Zeichen für Zahlen. Damit, so Leibniz, wollte Gott Bedeutend machen, dass unser Verstand noch ein weit tieferes Geheimnis birgt, von dem Arithmetik nur ein Schattenbild ist.
Zusammenfassung
Der am 21. Juni 1646 geborene Leibniz war der letzte Universalgelehrte, der diesen Titel verdient. Mit 14 Jahren schrieb er sich an der Universität ein. Mit 20 will er zum Doktor der Rechte promovieren, doch die Leipziger Professoren lehnen ihn als zu jung ab. Deshalb geht er nach Nürnberg um dort das ihm Verwehrte nachzuholen.
Hier einige seiner Forschungsergebnisse und Initiativen:
- Pläne für Unterseeboot
- Verbesserung der Technik von Türschlössern
- Gerät zur Bestimmung der Windgeschwindigkeit
- Riet Ärzten zu regelmäßiger Fiebermessung
- Gründung einer Witwen- und Waisenkasse
- Brachte lange vor Sigmund Freud den Beweis für das Unbewusste des Menschen
- Infinitesimalrechnung (Integralrechnung oder Differentialrechnung)
- Matrizen und Determinanten
Der Universalgelehrte litt an Minderwertigkeitskomplexen und war auch nicht in der Lage, seine wissenschaftlichen Errungenschaften in bare Münze zu verwandeln. Sein sächsischer Akzent und sein offenkundiger Sprachfehler schwächten sein Selbstvertrauen. Dazu kamen optisch etwas ungünstige Körpermaße, die Hände und Füße zu lang und zu dünn erschienen ließen.
In seinen letzten Lebensjahren litt er an Gicht.
Leibniz starb am 14. November 1716 in Hannover.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Unabhängig von Isaac Newton formulierte er die Infinitesimalrechnung (Differentialrechnung, Integralrechnung). Von ihm stammt auch die immer noch gebräuchliche Notation in Differentialschreibweise und das Integralzeichen . Darüberhinaus beschäftigte er sich auch mit Folgen und Reihen und fand das nach ihm benannte Konvergenzkriterium unendlicher alternierender Reihen. Leibniz entwickelte auch die Dyadik (Dualsystem) mit den Ziffern 0 und 1 (Dualzahlen), welche für die moderne Computertechnik von grundlegender Bedeutung ist.
Sein philosophischer Beitrag zur Metaphysik basiert auf der "Monadologie" (1714). Eine Monade - der zentrale Begriff der Leibnizschen Welterklärung - ist eine einfache, nicht ausgedehnte und daher unteilbare Substanz, die äußeren mechanischen Einwirkungen unzugänglich ist.
Das gesamte Universum bildet sich in den von den Monaden spontan gebildeten Wahrnehmungen (Perzeptionen) ab. Sie sind eine Art spirituelle Atome, ewig, unzerlegbar, einzigartig. Die Idee der Monade löst das Problem der Wechselwirkung von Geist und Materie, welches dem System René Descartes' entspringt. Ebenso löst sie das Problem der Vereinzelung, welches im System Baruch Spinozas problematisch erscheint. Dort werden einzelne Lebewesen als bloß zufällige Veränderungen der einzigen Substanz beschrieben. Ein Beispiel: Eine Substanz kann ohne Denken existieren, aber das Denken nicht ohne Substanz
Auch das Problem der "Essai de Théodicée" (1710) erscheint bei Leibniz gelöst. Die bestehende Welt ist die beste aller möglichen, sie besitzt einen maximalen Reichtum von Momenten und in diesem Sinne die größtmögliche Mannigfaltigkeit.
Der berühmte Satz von der "besten aller möglichen Welten" ist oft missverstanden worden, unter anderem hat ihm Voltaire mit dem Candide einen ganzen Spottroman gewidmet. Die Idee der "besten aller möglichen Welten" soll nicht in naiver Weise tatsächliches und großes Übel in der Welt leugnen oder schönreden. Vielmehr wird von Leibniz auf einen (in seinen Augen notwendigen) Zusammenhang zwischen Gutem und Übeln hingewiesen. Es gibt Gutes, das nur zum Preis der Existenz von Übel zu haben ist. Die wirkliche Welt ist die beste u. a. in dem Sinne, dass das Gute in ihr auch von Gott nicht mit einem geringen Maß an Übel verwirklicht werden kann. Außerdem ist die "beste aller möglichen Welten" dynamisch gedacht: Nicht der derzeitige Zustand der Welt ist der bestmögliche, sondern die Welt mit ihrem Entwicklungspotential ist die beste aller möglichen Welten.
Gerade dieses Entwicklungspotential ermöglicht es, den derzeitigen Zustand zu verbessern, nicht hin auf einen utopischen Endpunkt, sondern immer weiter, in einem nicht endenden Prozess der ständigen sich überbietenden Entwicklung.
In seiner Begriffslehre geht Leibniz davon aus, dass sich alle Begriffe auf einfache, atomare Konzepte zurückführen lassen. Er beschäftigte sich damit, wie man diesen Konzepten Zeichen zuordnen könnte und so dann wiederum alle Begriffe ableiten könnte.
So ließe sich eine ideale Sprache aufbauen. Russell und Wittgenstein haben diese Vorstellung aufgegriffen.
Auch viele bedeutende Erfindungen stammen von Leibniz, z. B. eine Rechenmaschine sowie Erfindungen zur Nutzung des Windes bei der Grubenentwässerung im Harzbergbau.
Leibniz war einer der wichtigsten interdisziplinären Gelehrten seiner Epoche. Ein großer Teil seines Wirkens ist in Briefen dokumentiert. Aus der Zeit zwischen 1663 und 1716 sind über 20000 Briefe an Leibniz überliefert, die er von rund 1100 Korrespondenten aus 16 Ländern erhalten hat. Im Leibniz-Archiv sind rund 15000 Briefe dokumentiert.
Werke
- Die beste aller möglichen Welten (1710)
- Monadologie (1714)
- Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand (1704)
- [http://www.leibniz-edition.de Sämtliche Schriften und Briefe] [Akademieausgabe] online. (wird ergänzt)
- Frühe Schriften zum Naturrecht, lat./dt., Phil.Bibl.Bd.543 (ISBN 3-7873-1622-1)
Siehe auch
prästabilierte Harmonie, Characteristica universalis, Leibniz-Kriterium, Leibniz-Reihe, Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, Leibniz Kolleg, Vernunftwahrheiten und Tatsachenwahrheiten, Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis
Literatur
- Kurt Müller, Gisela Krönert: Leben und Werk von Gottfried Wilhelm Leibniz. Eine Chronik. Klostermann, Frankfurt am Main 1969 (Veröffentlichungen des Leibniz-Archivs, 2)
- Reinhard Finster, Gerd van den Heuvel: Gottfried Wilhelm Leibniz. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 4. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2000 (Rowohlts Monographien, 50481), ISBN 3-499-50481-2
- Eike Christian Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz. Eine Biographie. C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-45268-X
- Werner Schüßler: Leibniz' Auffassung des menschlichen Verstandes (intellectus). Eine Untersuchung zum Standpunktwechsel zwischen "système commun" und "système nouveau" und dem Versuch ihrer Vermittlung. Walter de Gruyter, Berlin 1992, ISBN 3-11-013645-7
- Neal Stephenson: Quicksilver Goldmann, 2004, ISBN 3-442-54568-4 (Historischer Roman)
- Hans Poser: Gottfried Wilhelm Leibniz zur Einführung, Hamburg: Junius 2005, ISBN 3-88506-613-0
Weblinks
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- [http://12koerbe.de/phosphoros/leibniz.htm Monadologie, frz./dt.]
- [http://www.nlb-hannover.de/Leibniz/Leibnizarchiv/Leben_und_Werk/ Leben und Werk] Leibniz-Archiv, Hannover
- [http://194.95.154.20/abacus/leib.htm Leibniz-Bibliographie online] Datenbank der Niedersächsischen Landesbibliothek
- Sämtliche Werke in Originalsprache bei [http://gallica.bnf.fr/scripts/catalog.php?Mod=i&Titre=&FondsTout=on&FondsTxt=on&FondsImp=on&FondsPer=on&FondsImg=on&FondsAud=on&FondsMan=on&Auteur=Leibniz&Sujet=&RPT= http://gallica.bnf.fr]
- [http://echo.mpiwg-berlin.mpg.de/content/scientific_revolution/leibniz Physikalische Schriften]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/17Jh/Leibniz/lei_intr.html Kleine Auswahl in der Biblioteca Augustana]
- [http://www.genealogy.ams.org/html/id.phtml?id=60985 Eintrag im Mathematikerstammbaum]
- [http://www.kubkou.se/pdf/mh/leibniz84.pdf G.G.L. Nova Methodus Pro Maximis & minimis, itemque tangentibus, ...], acta eruditorum, 1684, download als .pdf-datei.
- [http://www.leseditionsdeminuit.fr/titres/2003/pli.htm Gilles Deleuze] Le pli. Leibniz et le baroque
Leibniz, Gottfried Wilhelm
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ja:ゴットフリート・ライプニッツ
th:กอทท์ฟรีด วิลเฮล์ม ไลบ์นิซ
1678
Politik und Weltgeschehen
- Christiaan Huygens legt der Académie française seine Traité de la lumière vor, in der er die Wellentheorie des Lichts begründet
- Der Jesuitenpater Ferdinand Verbiest baut das vermutlich erste Automobil der Welt am chinesischen Hof
- 4. März: schwächeres Erdbeben in Norditalien/Venedig
- Der seit 1661 regierende Paderborner Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg ( - 1626 auf Burg Bilstein) wird zum Fürstbischof von Münster gewählt, er regiert die beiden Fürstbistümer bis zu seinem Tod 1683
- Am 4. Oktober brennen französische Truppen den Ort Eschweiler ab. Nur ein Haus bleibt stehen, und die kostbare Lederpietà kann gerettet werden
- 4. März: Antonio Vivaldi, italienischer Komponist
- 4. Mai: Pir Nureddin Dscherrahi, Gründer des Dscherrahi-Derwisch-Ordens in Istanbul
- 16. Mai: Andreas Silbermann, deutscher Orgelbauer im Elsaß († 1734)
- 19. Mai: Francesco Farnese, zweiter Sohn des Herzogs Ranuccio II. Farnese († 1727)
- 26. Juli: Joseph I. (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches 1705–1711 († 1711)
- 26. September: Peter Graf von Lacy, Generalfeldmarschall († 1751)
- 29. September: Adrien-Maurice de Noailles, Marschall von Frankreich († 1766)
- 13. Dezember: Yongzheng, chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie; † 1735)
- 30. Dezember: William Croft, britischer Organist und Komponist († 1727)
- Oktober: Anna Waser, Schweizer Malerin
- 11. Januar: Ferrante III. Gonzaga, Herzog von Guastalla ( - 1618)
- 4. Mai: Anna Maria von Schürmann, niederländisch-deutsche Universalgelehrte ( - 1607)
- 12. Juli: Antoine III. de Gramont, französischer Militär und Diplomat ( - 1604)
- 16. August: Andrew Marvell, englischer Dichter ( - 1621)
- 19. September: Christoph Bernhard Graf von Galen, Fürstbischof von Münster (1650–1678) ( - 1606)
- 18. Oktober: Jacob Jordaens, flämischer Maler ( - 1593)
- 19. Oktober: Samuel van Hoogstraten, niederländischer Maler ( - 1627)
- 12. November: Hermann Löher, wurde durch seine Schrift gegen die Hexenverfolgung bekannt ( - 1595)
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