Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Johann Faust

Johann Faust

Johann Faust (
- wahrscheinlich um 1480; † wahrscheinlich um 1538 in Staufen im Breisgau als Georg Faust) war ein wandernder Magier, Alchimist und Wahrsager.

Leben

Nach nicht gesicherten Quellen kommen als Geburtsort das (heute) baden-württembergische Knittlingen, aber auch Helmstadt bei Heidelberg oder das thüringische Roda (heute Stadtroda) in Frage. In Knittlingen befinden sich heute ein umfangreiches Faust-Archiv und ein Museum. Schon in der ersten schriftlich erhaltenen Quelle, einem Brief des selbst der Magie geziehenen Abtes Johannes Trithemius aus Würzburg von 1507, wird er als eine sehr fragwürdige Figur dargestellt und soll durch seine Tätigkeiten öfter mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein. Im Jahr 1507 wurde Faust von Franz von Sickingen nach Kreuznach gerufen, um im Gymnasium die freie Rektorenstelle zu besetzen. Kurz darauf musste er wegen des Vorwurfs der Unzucht fliehen. Im Jahre 1520 stellt Faust dem Fürstbischof von Bamberg für 10 Gulden das Horoskop, wird 1528 aus Ingolstadt ausgewiesen und 1532 auch aus Nürnberg. Auch als er in Würzburg behauptete, die Wunder Christi öffentlich wiederholen zu können, wurde er der Stadt verwiesen. Die Existenz des Georg Faustus ist durch neun zeitgenössische Dokumente und zahlreiche Erwähnungen vom "Hörensagen" ohne Zweifel belegt. Martin Luther nennt ihn in seinen Tischreden erstmals gemeinsam mit dem Teufel und legt so die Grundlage für das spätere Motiv des Teufelspaktes. Die Legendenbildung soll wesentlich im Umkreis von Melanchthon entstanden sein. Schon zu Lebzeiten wird der offenbar charismatische Mann zum Kristallisationspunkt von Legenden. Der verschuldete Burgherr Anton von Staufen soll Faust als Goldmacher angestellt haben. Eine Inschrift an der Fassade des Gasthauses "Löwen" in Staufen im Breisgau berichtet davon, dass Faust 1539 hier ums Leben gekommen sein soll, was jedoch aus anderen Texten sehr widersprüchlich ist. Wo Faust lebte, kann man jedoch nicht genau sagen. Man vermutet, dass er bis zu seinem Tode in der Nähe von Heidelberg gewesen sei.

Die Sage

Nach seinem plötzlichen (und vielleicht gewaltsamen) Tod entwickelt sich "Faust" zum Protagonisten von Volkssagen, die vielen verschiedenen fiktionalen Werken als Basis dienten. Sie handeln vom Schicksal eines Gelehrten, Johann Faust, der den Teufel herbeiruft und ihm anbietet, seine Seele zu verkaufen, wenn dieser ihm für eine bestimmte Zeit als Diener zur Verfügung steht. Ein mit Blut unterzeichneter Vertrag wird geschlossen - in den meisten späteren Versionen der Sage jedoch behält Faust seine Seele nach den Diensten des Teufels (Fauststoff).

Werke, die die Faustsage nacherzählen oder sich auf sie beziehen

Literatur


- Günther Mahal: Faust: Untersuchungen zu einem zeitlosen Thema. ars una Verlag, Neuried 1998
Abdruck dnte über Faust mit umfassenden Erläuterungen
- Günther Mahal: Die Spuren eines geheimnisvollen Lebens. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1995
- Günther Mahal: Fragen an einen lustigen Namens-Träger. Der Maulbronner Abt Johann Entenfuß, ein "Collega" des historischen Faust? In: Suevica 9 [2005], S. 33-42 (ISBN 3-88099-428-5)
- Günther Mahal (Hrsg.): Doktor Johannes Faust - Puppenspiel. Reclam 1991 (ISBN 3-15-006378-7)
Inhalt: Das Puppenspiel von Karl Simrock und den Text des Ulmer Pupenspiels
- Frank Möbius (Hrsg.): Faust: Annäherung an einen Mythos (Begleitbuch zur Ausstellung "Faust - Annäherung an einen Mythos" in der Kunstsammlung der Universität Göttingen (5. November - 17. Dezember 1995) und im Schloß zu Weimar (Sommer 1996)). Wallenstein Verlag, Göttingen 1995
- Carl Kiesewetter: Faust in der Geschichte und Tradition. Berlin 1921
- Das Spieß'sche Faustbuch von 1587
- Das Wagnerbuch von 1593
- Das Wagnerbuch von 1714
- Das Widmann'sche Faustbuch von 1599
- Das Pfitzer'sche Faustbuch von 1674
- Faustbuch des Christlich Meynenden von 1725
- Dr. Johannes Faust, Magia naturalis et innaturalis. Passau 1612
- Dr. Johannes Faust. Höllenzwang, ca. 1540
- Historia von D. Johann Fausten
- Christopher Marlowe: Tragicall History of Doctor Faustus (Drama)
- Johann Wolfgang von Goethe:
  - Urfaust (Drama)
  - Faust I (Drama)
  - Faust II (Drama)
- Friedrich Maximilian Klinger: Fausts Leben, Thaten und Höllenfahrt
- Christian Dietrich Grabbe: Don Juan und Faust
- Heinrich Heine: Der Doktor Faust
- Nikolaus Lenau: Faust
- Friedrich Theodor Vischer: Faust. Der Tragödie dritter Teil
- Michail Bulgakow: Der Meister und Margarita (Roman)
- Thomas Mann: Doktor Faustus (Roman)
- Dorothy L. Sayers: The Devil to Pay (Drama)
- Theodor Storm: Pole Poppenspäler (Novelle)

Musik


- Hector Berlioz: La Damnation de Faust, 1845-46
- Ludwig van Beethoven: Opus 75 no 3 Es war einmal ein König (Lied), 1809
- Robert Schumann: Szenen aus Goethe's Faust für Solostimmen, Chor und Orchester, 1844-1853
- Franz Liszt: Eine Faust-Sinfonie, 1854-57
- Charles Gounod: Faust (Oper), 1859
- Arrigo Boito: Mefistofele, 1868
- Alfred Schnittke: Faust (Kantate), 1982-83
- Gustav Mahler: Symphonie Nr. 8, 1906-1907
- Ferruccio Busoni: Doktor Faust (Oper), 1916-25
- Einstürzende Neubauten: Faustmusik, 1994
- Current 93: Faust, 2000
- Tanzwut: Götterfunken

Film


- Friedrich Murnau: Faust - eine deutsche Volkssage, 1926
- Richard Burton; Nevill Coghill: Doctor Faustus, 1967 (mit Elizabeth Taylor)
- Jan Švankmajer: Faust, 1994

Weblinks


- [http://www.theaterportal.de/detail_search?stueck=Faust Theaterportal:] Aktuelle Inszenierungen
- [http://www.heim2.tu-clausthal.de/~kermit/wte/faust.shtml Faust als Spiegel der Geschichte:] Vortrag im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik
- [http://www.heim2.tu-clausthal.de/~kermit/faust.shtml Zeittafel zu Faust] Kategorie:Faust Kategorie:19. Jahrhundert Faust, Johann Faust, Johann Faust, Johann ja:ファウスト

1480

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Die Osmanen besetzen Otranto in Italien und kontrollieren damit die Ausfahrt der Adria
- 11. August: Hermann IV. von Hessen wird Erzbischof von Köln
- Kaiser Friedrich III. verliert Niederösterreich und Wien an Matthias Corvinus, König von Ungarn (bis 1490)
- Iwan III. Großfürst von Moskau befreit Russland von der Herrschaft der Tataren

Geboren


- um 1479/1480: Peter Henlein, deutscher Schlosser und Erfinder der tragbaren Uhr († 1542)
- um 1480: Wendel Roskopf, deutscher Baumeister († 1549)
- um 1480: Ferdinand Magellan, portugiesischer Seefahrer († 1521)
- um 1480: Albrecht Altdorfer, deutscher Maler († 1538)
- um 1480: Gottfried von Berlichingen, bekannter auch als Götz von Berlichingen, „mit der eisernen Hand“, († 1563)
- 10. Januar: Margarete von Österreich, Tochter des Erzherzogs Maximilian, des späteren Kaisers († 1530)
- 18. April: Lucrezia Borgia, italienische Renaissance-Fürstin († 1519)
- Lorenzo Lotto, italienischer Maler ko:1480년

1538

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Das erste bekannte Schwimmlehrbuch von Nikolaus Wynmann erscheint

Geboren


- 24. April: Guglielmo Gonzaga, Herzog von Mantua und Montferrat († 1587)
- 30. August: Cesare Baronius, Kardinal und Kirchenhistoriker († 1607)
- 2. Oktober: Karl Borromäus, katholischer Heiliger († 1584)
- Matija Gubec, kroatischer Bauernführer († 1573)

Gestorben


- 12. Februar: Albrecht Altdorfer, deutscher Maler, Kupferstecher und Baumeister des Renaissancezeitalters (
- 1480)
- 8. Juli: Diego de Almagro, spanischer Konquistador (
- 1475)
- Guru Nanak, Gründer des Sikhismus (
- 1469) ko:1538년

Helmstadt

Helmstadt ist eine Marktgemeinde mit 2.669 Einwohnern im Bezirk Unterfranken (Bayern) im Landkreis Würzburg. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Helmstadt.

Geografie

Helmstadt liegt in der Region Würzburg. Es existieren folgende Gemarkungen: Helmstadt, Holzkirchhausen.

Geschichte

In Helmstadt wurde um 1458 der Hirte Hans Böhm geboren, der als Prediger die Niklashäuser Wallfahrt von 1476 initiierte und als Ketzer in Würzburg auf dem Scheiterhaufen endete. Das Rittergut der Freiherren von Imhof fiel nach der Mediatisierung 1806 durch das Großherzogtum Würzburg mit diesem 1814 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.097, 1987 2.307, 2000 dann 2.669 und im Jahr 2004 2.639 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Stark Rudolf (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Schlör Hermann (CSU). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2439 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1164 T€.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 132 und im Bereich Handel und Verkehr 179 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 181 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 999. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 43 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1253 ha, davon waren 1211 ha Ackerfläche und 33 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
- Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 118 Kindern
- Volksschulen: 2 mit 41 Lehrern und 751 Schülern
Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:Würzburg (Landkreis)

Stadtroda

Stadtroda (bis 1925 Roda) ist eine Kleinstadt im thüringischen Saale-Holzland-Kreis und Sitz der erfüllenden Gemeinde Stadtroda. Der Ort befindet sich an der Holzlandbahn von Jena nach Gera und ist über die Autobahn A 4 (Erfurt - Hermsdorfer Kreuz) zu erreichen. Stadtroda liegt an der Roda, einem Nebenfluss der Saale und hat eine gewisse Bekanntheit durch die dortige Psychiatrie erreicht.

Geschichte

Stadtroda geht auf eine Ansiedlung am Fluss Roda aus dem 10. Jahrhundert zurück und wurde 1247 im Zusammenhang mit einem Zisterzienser-Nonnenkloster erstmalig erwähnt. Dieses Kloster diente den, zu dieser Zeit in Ostthürigen auftretenden, Herren von Lobdeburg als Grablege . Von den Grafen von Schwarzburg erhielt der Ort 1333 das Stadtrecht. Der Rat wurde 1403, der Bürgermeister 1434 genannt. Die Reformation führte 1531 zur Aufhebung des Klosters. Die Stadt wechselte in ihrer Geschichte mehrmals den Besitzer: 1485 wurde sie ernestinisch, 1603 kam sie zu Sachsen-Altenburg, 1672 an Sachsen-Gotha, 1680 an Sachsen-Eisenberg und 1707 schließlich wieder an Sachsen-Altenburg. 1852 wurde die Gemeinden Roda und Kloster Roda vereinigt. 1876 kam der Bahnanschluss, und ein Jahr später wurde eine Holzwarenfabrik gebaut. Seit 1925 trägt Roda den Namen Stadtroda. Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

Politik

Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
- CDU - 8 Sitze (41,4 %)
- PDS - 3 Sitze (14,8 %)
- SPD/off.L. - 2 Sitze (9,4 %)
- FWG SRO - 5 Sitze (23,5 %)
- FDP - 2 Sitze (10,9 %) Die Wahlbeteiligung lag bei 50,6 %. Stadtroda ist die "erfüllende Gemeinde" für die Orte:
- Bollberg
- Möckern
- Quirla
- Ruttersdorf-Lotschen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswerte Bauwerke sind das barocke Schloss aus dem 17. Jahrhundert, die Salvatorkirche aus dem späten 16. Jahrhundert und die romanisch-gotisch-barocke Heiligenkreuzkirche, mit deren Bau um 1040 begonnen wurde. Mit dem Roten Tor, dem einzigen noch erhaltenen Stadttor, verbindet sich folgende Überlieferung aus dem Jahr 1450: Zwischen Kloster Roda (damals noch eigenständig) und dem Stadtrat Rodas kam es zu einem Streit über Bierbraurechte. Der Probst des Klosters rief den Grafen Heinrich von Gera zur Hilfe. Roda verschloss die Tore der Stadt vor den anrückenden Truppen. Ein Riegel für das Rote Tor konnte nicht gefunden werden und wurde durch eine Möhre ersetzt. In der folgenden Nacht wurde diese Möhre durch die Ziege eines Schneiders gefressen und der Feind konnte in die Stadt eindringen. So verlor Roda diesen Krieg. An den Bürgern Rodas blieb der Spottname Rodsche Möhrenschaber haften. Das Wappen der Stadt, das heute drei rote Türme enthält, soll ursprünglich aus drei Möhren bestanden haben.

Persönlichkeiten

Nach einigen Quellen wurde Faust 1480 in Roda geboren. Sein Geburtshaus wurde 1896 abgerissen und nach Chicago verkauft. Dort sollte es in der Germanyhalle der Weltausstellung gezeigt werden. Der Verbleib des Hauses ist unbekannt. Der amtierende Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf Dipl. Ing. Joachim Erwin wurde in Stadtroda geboren.

Weblinks


- [http://www.stadtroda.de/ Homepage der Stadt]
- [http://www.religio.de/froebel/stadtabc/stadtroda.html Zur Geschichte Stadtrodas]
- Joachim Erwin] Joachim Erwin Joachim Erwin Kategorie: Ort in Thüringen Kategorie:Saale-Holzland-Kreis

1507

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Auf der Weltkarte von Martin Waldseemüller erscheint zum ersten Mal der Name „America“ für den neu entdeckten Kontinent

Geboren


- 14. Januar: Katharina von Spanien, Erzherzogin von Österreich und Prinzessin von Spanien († 1578)
- 28. Januar: Ferrante I. Gonzaga, Dritter Sohn des Markgrafen Gianfrancesco II. Gonzaga († 1557)
- 1. Oktober: Giacomo Barozzi da Vignola, italienischer Architekt († 1573)
- 29. Oktober Herzog von Alba, Fernando Álvarez de Toledo, spanischer Feldherr und Staatsmann († 1582)
- 11. November: Petrus Medmann, Theologe und Diplomat der Reformationszeit († 1584)
- 13. Dezember: Christoph von Carlowitz und Hermannsdorf, sächsischer Diplomat († 1578)

Gestorben


- 23. Februar: Gentile Bellini, italienischer Maler (
- 1429)
- 12. März: Cesare Borgia, italienischer Renaissanceherrscher (
- 1475)
- 14. Mai: Hernando de Talavera, spanischer Bischof und Politiker (
- 1428)
- 29. Juli: Martin Behaim, Kosmograph (
- 1459) ko:1507년

1507

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Auf der Weltkarte von Martin Waldseemüller erscheint zum ersten Mal der Name „America“ für den neu entdeckten Kontinent

Geboren


- 14. Januar: Katharina von Spanien, Erzherzogin von Österreich und Prinzessin von Spanien († 1578)
- 28. Januar: Ferrante I. Gonzaga, Dritter Sohn des Markgrafen Gianfrancesco II. Gonzaga († 1557)
- 1. Oktober: Giacomo Barozzi da Vignola, italienischer Architekt († 1573)
- 29. Oktober Herzog von Alba, Fernando Álvarez de Toledo, spanischer Feldherr und Staatsmann († 1582)
- 11. November: Petrus Medmann, Theologe und Diplomat der Reformationszeit († 1584)
- 13. Dezember: Christoph von Carlowitz und Hermannsdorf, sächsischer Diplomat († 1578)

Gestorben


- 23. Februar: Gentile Bellini, italienischer Maler (
- 1429)
- 12. März: Cesare Borgia, italienischer Renaissanceherrscher (
- 1475)
- 14. Mai: Hernando de Talavera, spanischer Bischof und Politiker (
- 1428)
- 29. Juli: Martin Behaim, Kosmograph (
- 1459) ko:1507년

Kreuznach

Die Kurstadt Bad Kreuznach ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, gelegen zwischen Hunsrück, Rheinhessen und Nordpfälzer Bergland an der unteren Nahe in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums ist sie administratives, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum einer Region mit mehr als 150.000 Einwohnern. Weiterhin ist die Stadt Sitz der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach, der sie als große kreisangehörige Stadt aber nicht selbst angehört, sowie einer Bundes- und mehrerer Landesbehörden und eines Amts-, Land- und Arbeitsgerichtes.

Geschichte

Vorgeschichte und Römerzeit

Bereits im 5. Jhd v. Chr. ist auf der heutigen Gemarkung die Existenz einer keltischen Siedlung belegt. Um das Jahr 58 v. Chr. wurde das Gebiet Bestandteil des römischen Reiches, es entstand ein römisches Vicus "Cruciniacum" (gesprochen Krukiniakum), angeblich benannt nach dem keltischen Landbesitzer Cruciniac, der den Römern einen Teil seines Landes für die zu errichtende Versorgungsstation zwischen Mainz (Moguntiacum) und Trier ( Augusta Treverorum) überließ. Um das Jahr 250 erfolgte der Bau eines gigantischen, in seinen Abmessungen von 81 m · 71 m nördlich der Alpen einmaligen und luxuriösen Palastes im Stil einer Peristylvilla, welcher alleine im Erdgeschoss 50 Räume umfasste. Im Zuge von Grenzsicherungsmaßnahmen gegen die immer wieder von jenseits des Limes in das römische Reich einfallenden germanischen Stämme der Burgunder, Franken und Allemannen errichtete man 370 ein Auxiliarkastells unter Kaiser Valentinian I..

Mittelalter

Nach dem Zerfall des römischen Reiches wurde Kreuznach im Jahr 500 Königshof und Reichsdorf des sich neu entwickelnden fränkischen Reiches. Es erfolgte der Bau einer ersten Kirche in den Mauern des römischen Kastells, die zuerst dem Hl. Martin, später dem Hl. Kilian geweiht war, (1590 abgebrochen). Die erste urkundliche Erwähnung Kreuznachs stammt aus dem Jahr 819 in den Annales Regni Francorum. Die Kauzenburg, welche in den Jahren 1206 bis 1230 durch Graf Gottfried von Sponheim trotz eines Verbotes durch König Philipp von Schwaben gebaut wurde, fand erstmals 400 Jahre später, im Jahre 1206 erste urkundliche Erwähnung. 1235 bezeihungsweise 1270 bekam Kreuznach die Stadt-, Markt-, Steuer- und Zollrechte unter der Herrschaft des Grafengeschlechts derer von Sponheim (Sitz: zuerst Burgsponheim, später auf der Bad Kreuznacher Kauzenburg verliehen. 1279 bei der Schlacht bei Sprendlingen, bei der Sponheimer Truppen gegen die des Erzbischofs von Mainz kämpften, entstand die Legende des Michel Mort, eines Kreuznacher Metzgers, der, als Graf Johann I. von Sponheim in Bedrängnis geriet, diesem beistand, die Lanzen der Feinde auf sich zog und so den Grafen rettete. Die Stadtrechte werden 1290 noch einmal durch König Rudolf I. von Habsburg bestätigt. Die vordere Linie des Hauses Sponheim starb im Jahre 1414 aus. Die Herrschaft über Bad Kreuznach wurde nun unter den Grafen von Veldenz, den Markgrafen von Baden und der Pfalzgrafschaft Pfalz-Simmern aufgeteilt. Der Magister Faust trat 1507 die ihm durch Franz von Sickingen vermittelte Stelle des Rektors am Kreuznacher Gymnasium an und wurde später aufgrund von Hexerei-Vorwürfen aus der Stadt vertrieben. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde die Stadt wechselseitig von den Schweden, Franzosen und den kaiserlichen Truppen eingenommen. Die Stadt wurde dabei schwer in Mitleidenschaft gezogen, die Bevölkerung ging von ehemals ca. 8.000 auf ca. 3.500 Einwohner zurück. Vierzig Jahre später 1689 wurde Kreuznach im pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen einschließlich der Kauzenburg weitestgehend zerstört.

Neuzeit

Ab 1708 gehörte Kreuznach vollständig zur Kurpfalz. Im Verlauf der Revolutionskriege (1792-1814) wurde Kreuznach französisch. Dabei wurden die Stadtteile südlich der Nahe dem Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg), die nördlich Stadtteile jedoch dem Département Rhin et Moselle (Rhein und Mosel) zugeordnet. In den anschließenden Befreiungskriegen endete jedoch die französische Herrschaft in der Stadt. Bis zur endgültigen Neuordnung durch den Wiener Kongress kam das Gebiet südlich der Mosel unter gemeinsame bayerisch-österreichische Verwaltung mit Sitz in Kreuznach. In Folge des Wiener Kongresses wurde Kreuznach jetzt Bestandteil der preußischen Rheinprovinz und war nun Grenzstadt zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt im Osten und zu Pfalz-Bayern im Süden. Die Anfänge des Kurbetriebs, der sich in der Folgezeit immer mehr ausweitete war die Eröffnung der ersten Badestube mit solehaltigem Wasser durch Dr. Johann Erhard Prieger im Jahre 1822. Geschichtlich erwähnenswert ist auch die 1843 erfolgte Heirat von Karl Marx und Jenny von Westphalen in der Pauluskirche, die in jenen Jahren in Kreuznach wohnen. Die Kreuznacher gaben Karl Marx aufgrund seiner Freundlichkeit gegenüber Kindern den Namen "Vadder Marx". Der Bau der Nahetalbahn von Bingerbrück nach Saarbrücken 1860 durch die Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft bot die Grundlage zur Industrialisierung der Stadt, welche nach Jahrhunderten der Stagnation und der kriegerischen Katastrophen nun, auch durch den immer stärker aufkommenden Kurbetrieb, erneut aufblühte. 1891 kamen drei Ordensbrüder der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz nach Kreuznach und übernahmen 1893 das Krankenhaus Kiskys-Wörth, ab 1905 St. Marienwörth, das sie, seit 1948 zusammen mit den Schwestern der Kongregation der "Mägde Mariens von der Unbefleckten Empfängnis", bis heute als Krankenhaus der Regelversorgung führen Die Radontherapie wurde 1906 durch Dr. Karl Aschoff eingeführt. Ende des 1. Weltkrieges wurde der Sitz des Großen Hauptquartiers in das Kreuznacher Kurhaus verlegt. Dort traf dann 1917 der General Mustafa Kemal Pascha, besser bekannt als Atatürk und späterer Präsident der Türkei am 19. Dezember in Kreuznach ein und führte Gespräche mit Kaiser Wilhelm II. (Deutsches Reich), Paul von Hindenburg und Ludendorff. Nach der Niederlage besetzten französische Truppen bis 1930 das Rheinland und auch die Stadt. Seit 1924 darf Kreuznach die Bezeichnung "Bad" führen.

Nach 1945

In Bad Kreuznach einigten sich im Jahre 1958 der französische Präsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer auf eine Institutionalisierung der besonderen Beziehungen beider Länder, was 1963 im Elysée-Vertrag mündete. 1969 wurden im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform die zuvor selbstständigen Gemeinden Bosenheim, Planig, Ippesheim und Winzenheim nach Bad Kreuznach eingegliedert. Das ebenfalls an die Stadt angrenzende Rüdesheim wehrte sich erfolgreich gegen die Eingliederung.

Wappen

Bad Kreuznach erhielt das Recht zur Führung eines Wappens durch die Gemeindeordnung des Landes Rheinland-Pfalz. Das Stadtwappen wird heute auf silbernem oder weißem Grund mit einem zweireihig im Schachbrettmuster gehaltenen Balken in den Farben Blau und Gold dargestellt. Die drei schwarzen, am Ende etwas verdickten Kreuze erinnern an den Namen der Stadt "Kreuznach". Fälschlicherweise wird hier oft eine Verbindung zu dem christlichen Symbol gesehen. Tatsächlich entwickelte sich der Name "Kreuznach" aus dem keltisch-lateinischen Wort "Cruciniacum" und bedeutet "Heim des Crucinius", wobei dies ein Eigenname ist, dem man in römischer Zeit die Endsilbe "acum" anhängte, was für "fließendes Wasser" steht. Ein Zusammenhang zur durch Bad Kreuznach fließenden Nahe kann angenommen werden. Das Wappen findet sich in dieser Form erstmals im Schlussstein der Kirche St. Nikolaus im späten 13. Jahrhundert. Die Mauerkrone tauchte erst um 1800 unter der Herrschaft der Franzosen auf. Als Stadtmauer mit drei Türmen wurde sie ursprünglich rotbraun, heute vorwiegend in Gold dargestellt.

Politik

In Bad Kreuznach regiert eine große Koalition aus CDU und SPD mit insgesamt 28 Sitzen, was einer Mehrheit von 12 Sitzen entspricht.

Oberbürgermeister

Stadtrat

Der Stadtrat wurde zuletzt am 13. Juni 2004 gewählt und setzt sich so zusammen: #CDU 36,3 % (-8,8) - 16 Sitze (-4) #SPD 27,2 % (-7,9) - 12 Sitze (-4) #FDP 10,9% (+4,6) - 5 Sitze (+2) #Grüne 10,7 % (+3,5) - 5 Sitze (+2) #Faires Bad Kreuznach 5,7 % (+5,7) - 2 Sitze (+2) #Bürgerliste 5,5 % (+1,6) - 2 Sitze (=) #FWG 3,8 % (+3,8) - 2 Sitze (+2) #Andere 0,0 (-2,5) - 0 Sitze (=)

Städtepartnerschaften


- Bourg en Bresse, Frankreich (seit 1963)
- Neuruppin, Brandenburg (seit 1990)

Ortsteile

Bosenheim, Planig, Ippesheim, Winzenheim

Verkehr

Durch seine geografische Lage im engen Nahetal führen alle Verkehrswege flussaufwärts parallel zum Fluss. Darüber hinaus ist Bad Kreuznach auch ein wichtiger Kreuzungspunkt aller Verkehrsträger

Schienenverkehr

Seit Einführung des "Rheinland-Pfalz-Taktes" Mitte der 90er-Jahre haben die Zugstrecken abseits der ICE/EC/IC-Strecken wieder stark an Bedeutung gewonnen. Neben der Einführung des Stundentaktes (auch an Wochenenden) ist auch eine deutliche Ausweitung des Verkehrs in die Nachtstunden festzustellen. Züge nach Mainz verkehren seitdem drei Stunden länger. In Bad Kreuznach kreuzen sich die beiden Linienstränge KBS 671 Bingen -- Kaiserslautern (Alsenztalbahn) und KBS 680 Saarbrücken -- Mainz/Frankfurt/Main (Nahetalbahn). Auf ersterer verkehren nur Regionalbahnen (Fahrzeit nach Kaiserslautern ca. 65 Min.), auf der Nahetalbahn sowohl Regionalexpress als auch Regionalbahn (Fahrzeit nach Mainz zwischen 25 und 40 Min., nach Saarbrücken zwischen 1:40 und 2:20 Std.).

Straßenverkehr

Bad Kreuznach hat es über all die Jahrzehnte der Automobilentwicklung geschafft, die großen Durchgangsstraßen im Stadtkern durch Umgehungsstraßen (B 41, B 428) deutlich zu entlasten. Nur die B 48 von Bingen nach Bad Bergzabern führt noch durch die Innenstadt - am Kurviertel vorbei. An wichtigen Straßen sind zu nennen:
- B 41 Saarbrücken -- BAB 61 (--Ingelheim)
- B 48 Bad Bergzabern -- Bingen
- B 428 Bad Kreuznach -- Anschluss zur B 420
- BAB 61 Mönchengladbach -- Speyer in einem weiten Bogen um die Stadt herum (ca. 12 km entfernt) sowohl über die L 236 in Richtung Waldlaubersheim als auch über die B 41 AS 51 Bad Kreuznach zu erreichen.

Wirtschaft

Industrie und Handel

Bad Kreuznach zählt 16.500 Betriebe mit mindestens einem Mitarbeiter und bietet so 28.500 Arbeitsplätze, wovon 2/3 durch Pendler aus dem Umland besetzt sind. Die Wirtschaftsstruktur wird dabei vornehmlich durch klein- und mittelständige Unternehmen geprägt, aber auch Großbetriebe wie der Reifenhersteller Michelin, der Maschinenhersteller KHS oder die Schneider Optischen Werke sind anzutreffen. Dabei ist das produzierende Gewerbe, besonders stark vertreten durch die chemische Industrie (Reifen, Lacke, Farben), die optische Industrie sowie Maschinenbauer und Autozulieferer, von großer Bedeutung. Der Einzel- und Großhandel sowie die Gastronomie besitzen speziell in der Innenstadt ein großes Gewicht, jedoch wird in den letzten Jahren auch der Dienstleistungssektor immer wichtiger.

Kurbetrieb

Eine besonderer Stellung für die Stadt als ältestes Radon-Sole-Bad der Welt und Rheumazentrum Rheinland-Pfalz hat darüber hinaus der Kurbetrieb und der Wellness-Tourismus. In der Stadt stehen 2.498
- Fremdenbetten zur Verfügung, welche bei 420.125
- Übernachtungen, davon 308.236
- durch Kurgäste, genutzt wurden (
- Stand 31.12.2002). Weiterhin stehen für den Kurbetrieb 7 Kurkliniken, Kursanatorien, ein Thermal-Sole-Bewegungsbad, ein Radonstollen, Gradierwerke als Freiluftinhalatorium sowie die Kurmittelproduktion zur Verfügung. Die Heilanzeigen sind dabei: Rheumatische Erkrankungen, Gelenkveränderungen durch Gicht, degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke, Frauenleiden, Erkrankungen der Atmungsorgane, Erkrankungen im Kindesalter, Gefäßerkrankungen, nichtansteckende Hauterkrankungen, Störungen der inneren Sekretion, psychosomatische Erkrankungen sowie Augenkrankheiten.

Tourismus

Gradierwerke

Sehenswürdigkeiten:


- Die Brückenhäuser aus dem 15. Jahrhundert, das Wahrzeichen der Stadt Bad Kreuznach (Foto).
- Crucenia-Therme (Thermalbad)
- Kurhaus (1913)
- Bäderhaus: Das Bäderhaus ist eine der größten Wellness- und Saunaanlagen Deutschlands.
- Salinental: Das Salinental mit seinen kilometerlangen Gradierwerken bildet ein natürliches Freiluftinhalatorium. Sicher haben schon die Kelten aus den salzhaltigen Quellen der Gegend Salz gewonnen. Im Salinental wurde mit Hilfe von Gradierwerken seit 1732 in einem aufwendigen Verfahren Salz produziert.
- Burgruine Kauzenburg (1206)
- Römerhalle: die Römerhalle zeigt die Funde der Ausgrabungen einer römischen Palastvilla aus dem 3. Jahrhundert. Die Villa war im Besitz eines reichen Händlers oder Politikers und diente vermutlich als Wochenendwohnsitz. Die Ausmaße der Villa sind gleichwohl gewaltig. Leider wurde in den 1950er Jahren eine Straße mitten durch die Ausgrabungsstätte gebaut. Besonders sehenswert sind die beiden großflächigen Steinteppich-Mosaike, die in die Römerhalle überführt wurden. Sie gehören zu den bedeutensten Mosaikbodenfunde nördlich der Alpen.
- Schlossparkmuseum (u.a. Stadtgeschichte Bad Kreuznachs). Besonders erwähnenswert ist die Dauerausstellung über die Bildhauerdynastie Cauer, die europäischen künstlerischen Rang besitzt.
- Dr.-Faust-Haus (1507)
- "Klein Venedig"
- Das 2005 neu eröffnete Museum für PuppentheaterKultur (PuK)]]
- Die Volkssternwarte Bad Kreuznach auf dem Kuhberg.
- Die Bad Kreuznacher Neustadt, das mittelalterlich geprägte Viertel der Stadt am Fuße der Kauzenburg auf dem westlichen Naheufer mit seinen vielen Gaststätten, das heute die ältesten noch bewohnten Bauten der Stadt beherbergt.

regelmäßige Feste und Veranstaltungen:


- Kreuznacher Narrenfahrt: Fastnachtssamstag
- Kreuznacher Automobilsalon: Ende April, Anfang Mai
- Frühlingsfest: um Pfingsten
- Eiermarktfest: Mitte Juli
- Kreuznacher Jahrmarkt: Mitte August
- Fischerstechen: Anfang September
- Nikolausmarkt: zwei Wochen lang, endet um den Nikolaustag (06.12.)

Persönlichkeiten


- Friedrich Müller, genannt Maler Müller,
- 13.01.1749, † 23.04.1825 in Rom, Pseudonym: Nasturtius, Dt. Dichter und Maler.
- Stanislaus Cauer
- 18.10.1867, † 08.03.1943 in Königsberg, Bildhauer.
- Hanna Cauer
- 8.03.1902, † 16.05.1989, Bildhauerin.
- Edmund Collein
- 10.01.1906, † 21.01.1992, deutscher Architekt und Präsident des Bundes der Architekten der DDR.
- Konrad Frey
- 24.04.1909, † 24.05.1974, deutscher Turner und dreifacher Olympia-Sieger 1936
- Günter Verheugen
- 28.04.1944 in Bad Kreuznach, deutscher Politiker (SPD), Vizepräsident der Europäischen Kommission und zur Zeit als EU-Kommissar zuständig für Unternehmen und Industrie.
- Udo van Kampen,
- 04.04.1949, ist Leiter des ZDF-Studios in Brüssel.
- Aiman Abdallah
- 03.01.1965, Moderator bei Pro Sieben.
- Thomas Schmidt
- 18.02.1976, Kanusportler, Olympia-Sieger im Kanuslalom der Herren 2000.

lokale Medien


- Oeffentlicher Anzeiger: Tageszeitung für Bad Kreuznach und Umgebung, zur Rhein-Zeitung (Mittelrhein-Verlag) gehörend. Auflage ca. 22.000.
- Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach: Tageszeitung für Bad Kreuznach und Umgebung, zum Rhein-Main-Verlag gehörend. Auflage ca. 13.000.
- KH-lokal: - DIE Kreiznacher Hompädsch - Community für Stadt und Kreis Bad Kreuznach
- Silenzium: Silenzium Stadtmagazin
- Wochenspiegel Bad Kreuznach: wöchentliches Anzeigenblatt, zum SW-Verlag gehörend.
- :OK:KH: (Bürgerfernsehen Offener Kanal Bad Kreuznach

Weblinks


- [http://www.stadt-bad-kreuznach.de/ Offizielle Internetpräsenz der Stadt]
- [http://www.bad-kreuznach-tourist.de/ Offizielle Tourismus-Website der Stadt] Kategorie:Ort in Rheinland-Pfalz Kategorie:Kurort

Bamberg

Bamberg ist eine kreisfreie Stadt in Franken (Freistaat Bayern) und gleichzeitig Sitz des Landkreises Bamberg im Regierungsbezirk Oberfranken. Bamberg ist Universitäts-, Erzbistums-, Bier- und Verwaltungsstadt. Die sehenswerte Altstadt ist als größter unversehrt erhaltener historischer Stadtkern in Deutschland seit 1993 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen. Bamberg hat sich in der bayerischen Vorauswahl um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 nicht durchsetzen können.

Geografie

Die altehrwürdige fränkische Kaiser- und Bischofsstadt erstreckt sich über die fruchtbare Talaue der hier in zwei Armen geteilten Regnitz, die 7 km nördlich des Stadtzentrums in den Main mündet.

Geschichte

Main Im Jahre 902 wurde zum ersten Mal ein "Castrum Babenberch" auf dem heutigen Domberg genannt. Es gehörte dem ostfränkischen Geschlecht der Babenberger, die das Lehen 903 in einer blutigen Fehde mit den rheinfränkischen Konradinern verloren. Bei dieser Fehde starben die letzten Babenberger, zwei Brüder. Die Besitzungen fielen an den König und blieben bis 973 Königsgut. Kaiser Otto II. schenkte das Castrum seinem Vetter, dem Herzog von Bayern, Heinrich dem Zänker. 1007 erfolgte die Gründung des Bistums durch Kaiser Heinrich II., dem Sohn Heinrichs des Zänkers und im gleichen Jahr ließ er den ersten Dom errichten, der aber zweimal abbrannte und durch den heutigen (aus dem 13. Jahrhundert) ersetzt wurde. Ein Aufstand der Bürger im 16. Jahrhundert gegen die fürstbischöfliche Macht blieb erfolglos. Unter den Fürstbischöfen Lothar Franz und Friedrich Carl von Schönborn erlebte die Stadt eine hohe kulturelle barocke Blüte. barock Im Dreißigjährigen Krieg litt die Stadt sehr durch die Schweden, im Siebenjährigen Krieg durch die Preußen und im 19. Jahrhundert durch französische Truppen. 19. Jahrhundert Stadt und Stift wurden im Frieden von Lunéville dem Kurfürstentum Bayern als Kompensation für den Verlust der Pfalz an Frankreich in Aussicht gestellt. Noch vor der endgültigen Fixierung im Reichsdeputationshauptschluss begann Bayern am 2. September 1802 das Territorium des Hochstifts militärisch zu besetzen und erklärte das Gebiet am 29. November endgültig zu einer bayerischen Provinz. Fürstbischof Franz von Buseck trat zurück und besiegelte damit das Ende der Selbständigkeit Bambergs. Am 25. und 26. Mai 1854 hielten acht deutsche Mittelstaaten (Bayern, Sachsen, Hannover, Württemberg, Baden, Kurhessen, Hessen-Darmstadt und Nassau) in Bamberg eine Konferenz hinsichtlich ihrer Stellung zu den beiden Großmächten Österreich und Preußen in der orientalischen Angelegenheit ab. Bamberg wurde in den letzten Jahrzehnten von Bayreuth als größte oberfränkische Stadt abgelöst.

Geschichte als Universitätsstadt

Bayreuth Die 1647 gegründete Universität wurde 1803 aufgehoben, bestand aber weiter als "Philosophisch-Theologische Hochschule". Erweitert durch alle universitären Fakultäten nahm sie im Wintersemester 1946/47 den Lehrbetrieb auf in der Hoffnung, sich zur 4. bayerischen Landesuniversität entwickeln zu können. Energischer Initiator war der Rektor Adam Krafft. Er berief namhafte Professoren, die bisher in Königsberg oder Breslau gelehrt hatten oder Richter vom Reichsgericht Leipzig. Viele der aus dem Krieg heimgekommenen Soldaten begannen hier ihr Studium, das von Semester zu Semester erweitert wurde. Juristen z. B. konnten hier bis zum Ersten Staatsexamen studieren, das erstmals im Sommer 1950 in den Räumen des OLG Bamberg abgenommen wurde. Die Ausbaupläne zerschlugen sich dann, Regensburg wurde die 4. bayerische Landesuniversität. 1972 als Gesamthochschule wiedergegründet und 1979 zur Universität erhoben. Die nach ihren Gründern benannte Otto-Friedrich-Universität Bamberg beherbergt geistes- und sozialwissenschaftliche Fakultäten sowie eine Fakultät für "Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik".

Die wichtigsten Bamberger Bischöfe

(siehe Gesamtliste unter Liste der Erzbischöfe von Bamberg)
- Der 1. Bischof von Bamberg war Eberhard, der Kanzler Heinrichs II. (1007-1040).
- Der 2. Bischof von Bamberg, Suidger, wurde dem Willen Kaiser Heinrichs III. entsprechend am 24. Dezember 1046 von der römischen Geistlichkeit und dem Volk von Rom zum Papst gewählt. Er nahm den Namen Klemens II. an. Schon am 9. Oktober 1047 starb er. Seinem Willen entsprechend wurde er in seinem geliebten Bamberg beigesetzt. Er ist der einzige Papst, der nördlich der Alpen, im Bamberger Dom, begraben ist.
- Bischof Gunther (1057-1065) stammte aus der Kanzlei Heinrichs III. und spielt ein gewichtige Rolle in der deutschen Literaturgeschichte (Ezzo (Dichter), Heldenepik).
- Der 6. Bischof, Hermann, beförderte die Stiftung der Benediktinerabtei Banz durch die Gräfin Alberada (1071), gründete 1073 das Augustinerstift St. Jakob zu Bamberg, wurde später wegen Simonie und Verschwendung beim Papst angeklagt und 1075 abgesetzt.
- Sein Nachfolger Rupert (gestorben 1102) wurde, weil er sich 1076 auf der Reichsversammlung zu Worms gegen Papst Gregor VII. erklärte, mit dem Bann belegt, später aber losgesprochen und wieder eingesetzt.
- Der 8. Bischof, Otto II. von Mistelbach, wurde der berühmte "Apostel der Pommern" 1124, starb 1139 und wurde 1189 heilig gesprochen. 1189 Von nun an wurden die Bischöfe vom Domkapitel gewählt, obgleich die Kaiser bis 1398 das Ernennungsrecht beanspruchten.
- Der 15. Bischof, Graf Ekbert von Andechs (1203-1237), war Gegner König Philipps und kam 1208 in Verdacht, mit Otto VIII. von Wittelsbach bei der Ermordung Philipps einverstanden gewesen zu sein. Er flüchtete sich zu seinem Schwager, König Andreas von Ungarn, wurde seiner bischöflichen Würde entsetzt, geächtet und erst 1214 wieder eingesetzt.
- Sein zweiter Nachfolger, Poppo, Sohn des Markgrafen Berchtold III. von Istrien, wurde 1242 wegen Vergeudung der Kirchengüter und anderer Vergehen vom Kaiser Friedrich II. entsetzt.
- Der 18. Bischof, Heinrich von Schmiedefeld (1242-1258), erlangte zuerst besondere Hoheitsrechte und von Kaiser Friedrich II. den Titel eines Fürstbischofs.
- Der 30. Bischof, Lambert von Brunn (1374 bis 1398), Kanzler Kaisers Karls IV., führte neue Abgaben ein, namentlich den Bierpfennig, der noch nach Jahrhunderten der Lambertiner hieß.
- Friedrich von Aufseß (1421-1431) legte teils wegen des Hussitenkriegs, teils wegen der Begünstigung der Bamberger Bürger durch Kaiser Sigismund 1431 die Regierung nieder und starb 1440.
- Philipp, Graf von Henneberg (1475-1487), vertrieb die Juden aus Bamberg und sammelte große Schätze, die seinem Nachfolger
- Heinrich III., Groß von Trockau (1487-1501), in seinen Kämpfen gegen den Markgrafen Kasimir von Brandenburg sehr zu statten kamen.
- Der 39. Bischof, Georg III., Erbschenk von Limburg (1505-1522), ließ 1507 durch Johann von Schwarzenberg die berühmte Bamberger Halsgerichtsordnung herausgeben, war vertrauter Ratgeber des Kaisers Maximilian I., besonders 1518 auf dem Reichstag zu Augsburg, korrespondierte mit berühmten Gelehrten und selbst mit Martin Luther und verbot die Bekanntmachung der päpstlichen Bulle gegen Letzteren. päpstlichen Bulle
- Der 46. Bischof, Ernst von Mengersdorf (1583-1591), gründete 1586 das ernestinische Priesterhaus und das Gymnasium illustre und erbaute das Residenzschloss Geyerswörth.
- Johann Gottfried von Aschhausen (1609-1622) rief 1610 die Jesuiten nach Bamberg, verfolgte die Protestanten und wurde 1612 Fürstbischof von Würzburg.
- Johann Georg II., Fuchs von Dornheim (1623-1633), verfolgte die Protestanten und floh 1631 vor den Schweden nach Kärnten, wo er starb.
- Auch Franz von Hatzfeld (1633-1642), zugleich Fürstbischof von Würzburg, musste flüchten; Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar bemächtigte sich des Landes und wollte aus den beiden Fürstentümern Bamberg und Würzburg ein Herzogtum Franken bilden, was sein früher Tod vereitelte.
- Melchior Otto, Voit von Salzburg (1642-1653), verwandelte 1648 das Gymnasium illustre in eine Universität, die heutige Otto-Friedrich-Universität.
- Lothar Franz, Graf von Schönborn (1693-1729), zugleich Koadjutor und Erzbischof von Mainz, leistete in den Kriegen jener Zeit Österreich wichtige Dienste gegen Frankreich, erbaute von 1702 an die jetzige Residenz zu Bamberg, 1711-1719 die Schlösser Pommersfelden und Gaibach und versah dieselben mit Gemäldegalerien.
- Friedrich Carl, Graf von Schönborn (1729-1746), zugleich Fürstbischof von Würzburg, gab der Universität 1735 eine medizinische und juristische Fakultät.
- Der letzte Fürstbischof von Bamberg, Christoph Franz von Buseck (1795-1805), floh 1796 vor den Franzosen nach Prag und 1799 nach Saalfeld. Nach seiner zweiten Rückkehr ließ er (1800) seinen Neffen, den
- Fürstbischof Georg Karl von Fechenbach zu Wg, zum Koadjutor und Nachfolger bestellen. Aber schon 1802 wurde das Hochstift säkularisiert und dem Kurfürsten von Bayern übergeben. Infolge des Konkordats von 1817 trat später an die Stelle des ehemaligen Bischofs von Bamberg ein Erzbischof, dessen Diözese den nördlichen Teil von Bayern umfasste, und welchem die Bischöfe von Würzburg, Eichstätt und Speyer untergeordnet waren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bayern Bayern Bayern Bayern Bayern

Theater


- E.T.A.-Hoffmann-Theater
- Chapeau Claque
- Brentano-Theater
- Bamberger Marionettentheater Loose

Museen


- Historisches Museum, Domplatz 7
- Stadtgalerie Villa Dessauer, Hainstraße 4 a
- Sammlung Ludwig, Obere Brücke 4
- Neue Residenz mit Staatsgalerie
- Bamberger Krippenmuseum
- Fränkisches Brauereimuseum
- Diözesanmuseum
- E.T.A.-Hoffmann-Haus
- Feuerwehrmuseum
- Gärtner- und Häckermuseum
- Missionsmuseum, Missionshaus Bug
- Museum der Kommunikations- und Bürogeschichte
- Museum für Frühislamische Kunst
- Naturkunde-Museum
- Polizeigeschichtliche Sammlung Bayern

Bibliotheken


- Staatsbibliothek Bamberg mit einer Sammlung von über 1000 mittelalterlichen Handschriften, darunter die Bamberger Apokalypse
- Universitätsbibliothek Bamberg
- Stadtbücherei Bamberg

Archive


- Staatsarchiv Bamberg
- Stadtarchiv Bamberg
- Archiv des Erzbistums Bamberg

Musik


- Bamberger Symphoniker
- Jazzclub Bamberg e.V.
- Konzert- und Kongresshalle
- Internationales Künstlerhaus Villa Concordia

Bauwerke

Tausend Jahre Baukunst prägen das schöne und unverwechselbare Stadtbild. Bamberg wurde wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. Die gesamte Altstadt Bambergs bietet ein einzigartiges Bild. Überragt vom Kaiserdom stellt die Stadt ein denkmalgeschütztes Ensemble-Kunstwerk zwischen Mittelalter und bürgerlichem Barock dar. 1993 wurde die Altstadt in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. In der Begründung heißt es, Bamberg repräsentiert in einzigartiger Weise die auf einer Grundstruktur des Frühmittelalters entwickelte mitteleuropäische Stadt. Das in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommene Areal umfasst die drei historischen Stadtzentren, Berg,- Insel-, und Gärtnerstadt mit einer Gesamtfläche von circa 140 ha. Umfangreiche Aktivitäten im Bereich der Denkmalpflege haben zu einem guten Restaurierungszustand geführt. Liste der Sehenswürdigeiten:
- Bamberger Dom (von 1211-1237 neu erbaut), mit Bamberger Reiter
- Neue Residenz (1695-1704), Hauptwerk von Johann Leonhard Dientzenhofer
- Alte Hofhaltung (1571-1576), ehem. bischöfliche Verwaltung
- Altes Rathaus (ein Wahrzeichen der Stadt)
- Böttingerhaus
- Obere Pfarre (gotische Pfarrkirche mit dem Gemälde der Himmelfahrt Mariens von Jacopo Tintoretto
- Sankt Gangolf (älteste Pfarrkirche)
- Sankt Martin (1686-1691, Gebrüder Dientzenhofer)
- ehemaliges Kloster Sankt Michael (mit Brauereimuseum)
- Fischerviertel 'Klein Venedig'
- Altenburg (erstmalig 1109 erwähnt, ehemalige Residenz der Bamberger Fürstbischöfe)
- Tahara-Haus des jüdischen Friedhofs; erbaut 1890; saniert 1993 - 1997 Darüber hinaus gibt es weit über 1000 Einzeldenkmäler.

Parks


- Stadtpark Hain

Sport

Bamberg ist Deutscher Basketball-Meister 2005 und Vizemeister 1993 2003 und 2004, ebenso Deutscher Pokalsieger im Basketball 1992 sowie deutscher Vizemeister im Unterwasser Rugby 2004. Der SKC Victoria ist 8-facher deutscher Meister im Kegeln der Männer, 5-mal Pokalsieger des DKBC, 4-mal Weltpokalsieger, 3-mal Europapokalsieger und 2-mal Championsleaguesieger. Die Damen der SKC Victoria sind 4-mal deutscher Meister, 2-mal Pokalsieger, 1-mal Europapokalsieger, 2-mal Weltpokalsieger und 2-mal Championsleaguesieger. Die Schachspieler vom SC 1868 Bamberg waren 3-mal Deutscher Meister (1966, 1976, 1977) und einmal Deutscher Pokalsieger (1983/84).

Vereine


- Bamberger Rudergesellschaft BRG (Rudern)
- BRK-Bereitschaft Bamberg 3 Sanitätsdienst
- BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Bamberg (Wasserrettung)
- GHP Bamberg (Basketball)
- LG Bamberg (Leichtathletik)
- 1. FC 01 Bamberg (Fußball)
- Bamberger Faltboot-Club (Kajak, Kanadier, Faltboot, Kanusport, Wildwasser)
- Malteser Bamberg (Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, ...)
- Postsportverein 1928 e.V. (verschiedene Sportarten]
- SC 1868 Bamberg e.V. (Schach)
- SG Bamberg (Schwimmen)
- Schwimmverein Bamberg e.V. (Schwimmen)
- WSV Neptun Bamberg e.V. (Schwimmen)
- SKC Victoria 1947 Bamberg e.V. (Kegeln)
- Tauchclub Bamberg (Tauchen)
- Unterwasserrugby Team Bamberg (Unterwasser Rugby)
- Aikikai Bamberg e.V. (Aikido)

Regelmäßige Veranstaltungen


- Juni: Hegel-Woche
- Ende Juni/Juli: Calderón-Festspiele (Freilichtaufführungen des E.T.A.-Hoffmann-Theaters), Alte Hofhaltung
- Juli: Altstadtfest der Otto-Friedrich-Universität am ersten Freitag im Juli
- Juli/August: Bamberger Antiquitätenwoche
- August: Sandkirchweih (fränk.: Sandkerwa) am letzten vollen Wochenende im August
- 1. Advent – 6. Januar: Bamberger Krippenweg
- Alle ungeraden Jahre im Mai: Weltkulturerbelauf mit ca. 10.000 Teilnehmern

Kulinarische Spezialitäten

Bier

Sandkerwa In der Bierstadt Bamberg gibt es heute noch neun traditionelle, eigenständige Privatbrauereien und eine Gasthausbrauerei (Ambräusianum), die für eine einzigartige Biervielfalt sorgen (siehe auch oberfränkische Brauereien). Eine besondere Spezialität ist dabei das Bamberger Rauchbier, das von den beiden Brauereien Spezial und Schlenkerla gebraut wird und seinen rauchigen Geschmack durch die Verwendung von geräuchertem Malz erhält. Schlenkerla Im Jahre 1907 gab es in Bamberg den so genannten Bierkrieg, bei dem durch einen Boykott der Bevölkerung die Brauereien dazu gezwungen wurden die Bierpreiserhöhung von 10 auf 11 Pfennig wieder rückgängig zu machen.

Infrastruktur

Verkehr

Das wirtschaftlich stärkste Zentrum Oberfrankens (hoher Dienstleistungsanteil) ist auch das größte Tourismuszentrum in Oberfranken. Bamberg ist mit einem Binnenhafen am Main-Donau-Kanal (Regnitz), zwei Autobahnen (A 70/E48 und A 73) und einem ICE-Bahnhof ins Verkehrsnetz eingebunden.

Schienenverkehr

Im Fernverkehr liegt Bamberg an der Nord-Süd-Strecke Leipzig - Nürnberg und wird sowohl von ICE- als auch von EC/IC-Zügen angefahren. Drei wichtige Nahverkehrsstrecken berühren Bamberg:
- KBS 810 Bamberg - Schweinfurt - Würzburg
- KBS 820 Nürnberg - Bamberg - Lichtenfels
- KBS 826 Bamberg - Ebern Ebern

Autobahnen


- A 70 AD Schweinfurt (A 7) - Bamberg - AD Bayreuth/Kulmbach (A 9)
- A 73 AD Suhl (A 71) - AK Bamberg - AD Nürnberg-Feucht (A 9)

Bundesstraßen


- B 4 Bad Bramstedt - Bamberg - Nürnberg
- B 22 Rottendorf - Bamberg - Cham
- B 26 Riedstadt bei Groß-Gerau - Bamberg
- B 173 Bamberg - Dresden
- B 505 Bamberg - Höchstadt #

Bundeswasserstraße


- Main-Donau-Kanal

Flugplatz


- Flugplatz Bamberg-Breitenau

Wirtschaft

Bamberg ist Teil der Bierregion Franken, die mit über 300 Brauereien die höchste Brauereiendichte weltweit aufweist (eine Brauerei je 5.500 Einwohner). Gleichzeitig liegt es auf der Grenze zwischen Wein- und Bierfranken.
- Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte: 47.700 Franken Franken

Bildung


- Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Studierende: 8.300)

Gymnasien

#Franz-Ludwig-Gymnasium #E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium #Clavius-Gymnasium #Institut der englischen Fräulein #Eichendorff-Gymnasium #Dientzenhofer-Gymnasium #Kaiser-Heinrich-Gymnasium #Theresianum

Sonstige Schulen


- 2 Realschulen, 1 Wirtschaftschule, Volks- und Förderschulen
- 5 Berufliche Schulen
- 10 Privatschulen
- Volkshochschule Bamberg
- Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz)
- Erzbischöfliches Abendgymnasium für Berufstätige
- KEB - Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt Bamberg e. V.
- 9 Berufliche Weiterbildungs- und Qualifizierungsstellen
- Städtische Musikschule

Bibliotheken


- Stadtbücherei
- Stadtarchiv
- Staatsbibliothek Bamberg

Internate


- Aufseesianum: Es wurde vom Domkapitular Freiherr Jodocus Bernhard von Aufsees gestiftet. Hier wurde 1973 der Roman Das fliegende Klassenzimmer von Erich Kästner verfilmt.
- Institut der englischen Fräulein
- Ottonianum

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


- Annette von Aretin, erste Fernsehansagerin des Bayerischen Rundfunks
- Hans Bayerlein, deutscher Maler und Zeichner
- Will Berthold, deutscher Schriftsteller und Sachbuchautor
- Theodor Boveri, deutscher Biologe
- Walter Boveri, Industrieller, Gründer von Brown, Boveri & Cie (BBC)
- Joachim Camerarius d. Ä., deutscher Humanist, Universalgelehrter und Dichter
- Christophorus Clavius, Mathematiker und Jesuitenpater
- Karlheinz Deschner, deutscher Schriftsteller und Religionskritiker
- Ignaz Döllinger, deutscher Mediziner
- Ignaz von Döllinger, bedeutender katholischer Theologe und Kirchenhistoriker
- Hans Ehard, deutscher Jurist und Politiker
- Michael Fahres, deutscher Komponist
- Bernd Feustel, deutscher Schachspieler
- Heinrich Finck, deutscher Kapellmeister und Komponist
- Hippolyt Poschinger von Frauenau, bayerischer Unternehmer, Forstwirt und Politiker
- Franz Froschmaier, deutscher Politiker
- Thomas Gottschalk, deutscher Moderator
- Adolf von Groß, Mäzen Richard Wagners, Finanzverwalter der Bayreuther Festspiele
- Karl Höller, deutscher Komponist
- Joachim Jacob, deutscher Datenschutzexperte
- Tanja Kinkel, deutsche Schriftstellerin
- Konrad III. (HRR), römisch-deutscher König, König von Italien und König von Burgund
- Max Joseph in Bayern, eigentlich Herzog Maximilian Joseph in Bayern (
- 4. Dezember 1808, † 15. November 1888), Förderer der bayerischen Volksmusik im 19. Jahrhundert
- Hans Pleydenwurff, deutscher Maler
- Clemens von Podewils, deutscher Journalist und Schriftsteller
- Sophie Dorothee von Podewils, deutsche Erzählerin und Lyrikerin
- Johann Lukas Schönlein, deutscher Arzt
- Berthold Maria Graf Schenk von Stauffenberg, deutscher Bundeswehroffizier
- August von Wassermann, deutscher Immunologe und Bakteriologe
- Oscar Wassermann, deutscher Bankier und Wirtschaftsfachmann, 1869-1934, aus alteingessesener Bankiersfamilie (Privatbank Wassermann mit Stammhaus in Bamberg), seit 1912 bei der Deutschen Bank, dort 1923 - 1933 Vorstandsprecher

Weitere Persönlichkeiten


- Johannes Junius (
- 1573 in Niederwehbach), Bürgermeister 1614, 1617, 1621, 1624-1628, Ratsherr 1608-1613, 1615-1616, 1618-1620, 1622-1623 wurde im August 1628 auf dem Scheiterhaufen verbrannt, nachdem er in einem verzweifelten Brief (Junius-Brief vom 28. Juli 1628) seine Unschuld beteuert hatte - nach tagelanger Folter bekannte auch er weitere Hexenmeister.
- Georg Wilhelm Friedrich Hegel arbeitete als Zeitungsredakteur in Bamberg und veröffentlichte hier die Phänomenologie des Geistes,
- E. T. A. Hoffmann war im 19. Jahrhundert am Hoftheater als Kapellmeister tätig,
- Thomas Dehler (1897-1967), liberaler Politiker, ab 1926 Rechtsanwalt in Bamberg, 1945 Landrat, später Generalstaatsanwalt, 1947 Oberlandesgerichtspräsident
- Wilhelm Emil Messerschmitt (1898-1978), deutscher Flugzeugkonstrukteur. Er gründete die "Flugzeugbau Messerschmitt GmbH" in Bamberg.
- Ida Noddack-Tacke, Chemikerin und Mitentdeckerin des Elements Rhenium, arbeitete ab 1956 am Staatlichen Forschungsinstitut für Geochemie, dem heutigen Internationalem Künsterhaus Villa Concordia.
- Hans Wollschläger, Schriftsteller, lebte und arbeitete viele Jahre in Bamberg.
- Paul Maar, Kinderbuch- und Theaterautor, lebt in Bamberg.
- Helmut Pfleger, bekannter Schachspieler und Buchautor, ehem. Spieler des SC 1868 Bamberg

Siehe auch


- Landkreis Bamberg
- Erzbistum Bamberg

Andere Orte mit dem Namen Bamberg


- Bamberg (South Carolina)
- Neu-Bamberg

Personen mit Namen Bamberg


- Georg Bamberg, MdB 1980 bis 1990
- Eckbert von Bamberg, Bischof von Bamberg 1203 bis 1237
- Otto von Bamberg, heilig gesprochener ehemaliger Bischof von Bamberg Personen mit Namen Bamberger, siehe Bamberger.

Sonstiges mit dem Namen Bamberg


- Bamberg (Marskrater)

Literatur


- Wolfgang Wußmann: Bamberg-Lexikon, Bamberg 1996 ISBN 3-928591-38-x
- Robert Suckale u. a. (Hsg.): Bamberg. Ein Führer zur Kunstgeschichte der Stadt für Bamberger und Zugereiste, Bamberg 1993 ISBN 3-926946-03-2
- Karin Dengler-Schreiber: Bamberg für alte und neue Freunde. Ein Führer durch die Stadt, Bamberg 2002 ISBN 3-89889-014-7

Weblinks


- [http://www.bamberg.info Touristisch orientierte Infoseite]
- [http://www.veranstaltungskalender-bamberg.de/ Offizieller Veranstaltungskalender]
- [http://www.erzbistum-bamberg.de/ Erzbistum Bamberg]
- [http://www.bamberga.de/ Projektseite des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums (Lateinische Inschriften, Chronogramme, Gedenktafeln, Epithaphe)]
- [http://www.apfelweibla.de/ Denkmalseite des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums ]
- [http://www.abseits.de/bambergtouristen.htm Tourismus]
- [http://www.fraenkische-nacht.de Fränkische Nacht - Das Stadtmagazin für Bamberg]
-
- [http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/vaterland/content/orte/Bamberg.shtml Bamberg: Denkmale und Gedenktafeln bayerisch-jüdischer Soldaten (Haus der Bayerischen Geschichte)] Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:Weltkulturerbe in Deutschland ! ja:バンベルク

Ingolstadt

Ingolstadt (lateinisch: Auripolis) ist als kreisfreie Stadt an der Donau im Bundesland Bayern mit einer Einwohnerzahl von 121.526 (zum 1. September 2005) nach München die zweitgrößte Stadt Oberbayerns sowie nach München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Würzburg die sechstgrößte Stadt Bayerns. Die Grenze von 100.000 Einwohnern hatte Ingolstadt 1989 überschritten, wodurch sie Bayerns jüngste Großstadt wurde. Im übrigen ist sie nach Regensburg die zweitgrößte deutsche Stadt an der Donau.

Geografie

Ingolstadt liegt auf einer Höhe von 374 m über Null an der Donau, in einem weiten ebenen Becken (dem „Ingolstädter Becken“), das im Norden von den Juraausläufern und im Süden von tertiären Hügeln begrenzt wird. Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 133,35 km².

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ingolstadt, sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt: Egweil, Nassenfels, Buxheim, Gaimersheim, Wettstetten, Lenting, Kösching und Großmehring (alle Landkreis Eichstätt), Manching (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm), Karlskron, Weichering und Bergheim (alle Landkreis Neuburg-Schrobenhausen)

Stadtgliederung

Siehe auch Liste der Stadtbezirke von Ingolstadt Das Stadtgebiet von Ingolstadt ist in 11 Stadtbezirke und 61 Unterbezirke gegliedert. In jedem Stadtbezirk gibt es einen Bezirksausschuss, der zwischen 13 und 17 Mitglieder hat. Diese Gremien werden nach jeder Kommunalwahl vom Stadtrat Ingolstadts neu bestimmt. Die Bezirksausschüsse sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Stadtrat der Gesamtstadt. Die 11 Stadtbezirke Ingolstadts:
- I Mitte
- II Nordwest
- III Nordost
- IV Südost
- V Südwest
- VI West
- VII Etting
- VIII Oberhaunstadt
- IX Mailing
- X Süd
- XI Friedrichshofen-Hollerstauden

Geschichte

Ein Gräberfeld der Frühbronzezeit von 1800 v. Chr. mit wahrscheinlich in der Nähe liegender Siedlung ist die älteste nachgewiesene Besiedlung. Ab 1000 v. Chr. gibt es bei Zuchering für etwa 450 Jahre eine Siedlung mit Urnengräberfeld-Friedhof (wahrscheinlich größter in Europa.) Um 450 v. Chr. sind erste Nachweise der Ansiedlung von Kelten bei Manching aufzufinden, die um 100 v. Chr. von Germanen verdrängt wurden. Die erste schriftliche Erwähnung Ingolstadts findet sich am 6. Februar 806 in der Reichsteilungsurkunde Karls des Großen als Ingoldes stat, der Stätte des Ingold. Um 1250 bekommt Ingolstadt Stadtrechte, später auch das Münzrecht. Um 1300 unter Ludwig dem Bayern Teilherzogtum für etwa drei Jahre. 13921447 Teilherzogtum Bayern-Ingolstadt unter Stephan dem Kneißl und Ludwig dem Gebarteten. Stephans Tochter Isabeau heiratet den König von Frankreich. Isabeau 1472 wird, nachdem durch den Tod Herzog Ludwigs Ingolstadt an die Landshuter Wittelsbacher gefallen ist, die erste Bayerische Landesuniversität gegründet, die 1800 zuerst nach Landshut und 1826 nach München verlegt wird. 1516 wird in Ingolstadt das Bayerische Reinheitsgebot von Herzog Wilhelm IV. deklariert, das die erlaubten Inhaltsstoffe des Bieres auf Gerste, Hopfen und Wasser festlegt. Es ist das älteste bekannte, heute noch gültige Lebensmittelgesetz der Welt. 1537 wird Ingolstadt bayerische Landesfestung. 1632, während des Dreißigjährigen Krieges, belagert Gustav II. Adolf von Schweden die Stadt. Sein Pferd wurde ihm dabei förmlich „unter dem Hintern weggeschossen“ und ist heute im Stadtmuseum zu sehen. Der „Schweden-Schimmel“ gilt als ältestes erhaltenes Tierpräparat Europas. Am 30. April stirbt in den Mauern der Stadt der Heerführer der katholischen Liga, Johann Tserclaes Graf von Tilly, an einer Verwundung aus dem Kampf bei Rain am Lech. Um 1700 lässt Mary Shelley ihren Victor Frankenstein in Ingolstadt studieren und forschen, hier soll er auch seine legendäre Kreatur erschaffen haben. (1818 erschien der Roman, noch heute erinnert eine nächtliche Gruselstadtführung an den berühmten Studenten) Am 1. Mai 1776 gründet Adam Weishaupt den Illuminatenorden. 1800 wird die Festung von den Franzosen geschleift, jedoch 18281848 neu erbaut. Ingolstadt bleibt Festungsstadt bis in die 1930er, als ihr der Status von Hitler aberkannt wurde. 1808 Ingolstadt erhält einen Polizeikommissär. Damit untersteht die Stadt quasi unmittelbar der Regierung. Später bezeichnet man solche Städte als kreisfreie Stadt. 1862 entsteht das Bezirksamt Ingolstadt als staatlicher Verwaltungsbezirk, aus dem später der Landkreis Ingolstadt hervorgeht. 1945 wird Ingolstadt nach Kapitulation des Kommandanten von den Amerikanern besetzt. 1972 Bei der Gebiets- beziehungsweise Kreisreform wird der Landkreis Ingolstadt aufgelöst. Die Stadt selbst bleibt aber kreisfrei und wird durch Eingemeindungen erheblich vergrößert.

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Ingolstadt eingegliedert wurden: ¹ diese Orte gehörten bis 1813 schon einmal zu Ingolstadt, wurden seinerzeit jedoch ausgegliedert

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Kreisreform ¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Ingolstadt gehörte von Anfang an zum Bistum Eichstätt, das 741 errichtet wurde und zum Erzbistum Mainz gehörte. Politisch gehörte die Stadt zum Herzogtum Bayern, das über die Jahrhunderte hinweg katholisch blieb. Reformatorische Bestrebungen in der Stadt wurden mehrfach unterdrückt. Die Stadt wurde nach dem Einzug der Jesuiten sogar zu einem Bollwerk des Katholizismus. (s.a. Johannes Eck) Durch die politischen Veränderungen zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Bistum Eichstätt 1817/21 der neuen Kirchenprovinz Bamberg (Erzbistum Bamberg) zugeordnet, zu der es bis heute gehört. Die Pfarrgemeinden der Stadt sind Teil des Dekanats Ingolstadt, des südlichsten Dekanats des Bistums Eichstätt. Nur Zuchering mit den Pfarreifilialen in Hagau und Winden gehört zum Dekanat Pfaffenhofen des Bistums Augsburg. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch Protestanten in die Stadt. Im Jahre 1824 erhielten die Gemeindeglieder ihren ersten evangelischen Pfarrer (Gemeinde St. Matthäus). Diese gehörte zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Innerhalb dieser Landeskirche wurde Ingolstadt 1935 Sitz eines Dekanats, zu dem heute alle evangelischen Kirchengemeinden gehören. Das Dekanat Ingolstadt ist Teil des Kirchenkreises Regensburg. In Ingolstadt wirken auch eine Reihe von Freikirchen, darunter die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde / Baptisten.

Politik

An der Spitze der Stadt stand anfangs der „Rat“, der erstmals 1309 bezeugt ist. Dieser teilte sich in einen „Inneren“ und einen „Äußeren“ Rat. Seit 1407 ist ein Bürgermeister nachweisbar, der aus dem Inneren Rat kam. Das Amt des Bürgermeisters wechselte halbjährlich, später vierteljährlich. Nach 1447 leitete ein landesherrlicher Beamter als Pfleger die Stadt. Ab 1803 wurde nach und nach die Magistratsverfassung eingeführt. Ab 1818 wurde der Magistrat von den Gemeindebevollmächtigten gewählt. An der Spitze des Magistrats stand ein Bürgermeister. Teilweise wurden den Bürgermeistern der Titel Oberbürgermeister verliehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg tragen nahezu alle Bürgermeister diesen Titel. Sie werden von der Bevölkerung der Stadt gewählt.

Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1818

Stadtrat

Zweiten Weltkrieg Nach der letzten Stadtratswahl 2002 ergab sich folgendes Wahlergebnis:

Wappen

Das Wappen der Stadt Ingolstadt zeigt in Silber einen feuerspeienden blauen Panther. Die Stadtflagge ist blau-weiß. Die ersten Siegel der Stadt zeigten den Hl. Mauritius als Schutzpatron der Hauptkirche der Stadt. Ab 1314 stützt sich dieser auf einen Schild mit dem Panther. Ab etwa 1340 wird der Schild mit dem Panther als alleiniges Siegel verwendet. Die Herkunft ist nicht mit Sicherheit nachzuweisen. Es wird mehrheitlich angenommen, dass sich der Panther von den spanheimischen Pfalzgrafen von Ortenburg herleitet, der seit 1260 Nebenwappen der Wittelsbacher war.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Ingolstadt unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft beziehungsweise Städtefreundschaft:
- Kirkcaldy (Region Fife County), Schottland (Vereinigtes Königreich), seit 1962
- Carrara (Italien), seit 1962
- Grasse (Frankreich), seit 1963
- Murska Sobota (Slowenien), seit 1979
- Zentralbezirk Moskau – Krasnaja Presnaja (Russland), seit 1995
- Manisa (Türkei), seit 1998
- Kragujevac (Serbien), seit 2003 befreundete Städte (Freundschaftsvertrag – keine Partnerstädte)
- Oppeln (Oberschlesien), seit 1999

Wirtschaft und Infrastruktur

Bedeutende Firmen, die die Region wirtschaftlich erfolgreich machten, sind der Automobilhersteller Audi, dessen Zulieferer, sowie die Media-Saturn Holding (Media Markt & Saturn), die ihren Hauptsitz ebenfalls in Ingolstadt hat. Continental Temic (früher Telefunken und AEG) hat mit Autoelektronik für alle nationalen und internationalen Autohersteller ebenfalls ein Werk mit Entwicklung und Produktion in Ingolstadt. Weiterhin existieren noch vier Ingolstädter Bier-Brauereien: Nordbräu, Herrnbräu, Ingobräu und Westpark Bräu („1516“). In Ingolstadt wurde im Jahre 1516 auch das Deutsche Reinheitsgebot erlassen. Es besagt, dass zur Herstellung von Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfen.

Ölindustrie

Ingolstadt und Umgebung sind ein wichtiges Zentrum der Erdölindustrie – neben Burghausen ist es das zweite und größte in Bayern. In den 60er Jahren wurden in einer Art Goldgräberstimmung drei Raffinerien in Ingolstadt, sowie zwei weitere im benachbarten Vohburg und Neustadt an der Donau errichtet. Alle Anlagen wurden und werden ausschließlich von den Pipelines CEL (stillgelegt) und TAL (Umschlagplatz bei Lenting) mit Rohmaterial versorgt. Der Standort Ingolstadt von Bayernoil soll bis 2008 stillgelegt und hierfür die Standorte Vohburg und Neustadt ausgebaut werden.

Verkehr

Ingolstadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Bayern. An der Autobahn (BAB 9) MünchenNürnbergBerlin gelegen, sowie an den Bundesstraßen 13 und 16 und am Eisenbahnknoten (2 Bahnhöfe: Nordbahnhof und der südlicher gelegene Hbf mit Rangierbahnhof) mit direkten Verbindungen nach München, Nürnberg, Regensburg, Augsburg und Ulm (IC/ICE). Voraussichtlich 2006 wird die Neu- und Ausbaustrecke München-Nürnberg-Ingolstadt eröffnet. Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen 32 Buslinien mit einer Gesamtstreckenlänge von 620 km der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH (INVG). Nach dem Bericht „Entwicklung der Städte, Kreise und Gemeinden, Ausgabe 2004“ des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung ist die Autodichte der Stadt die drittgrößte des Landes. Hier kommen 746 PKW auf 1000 Einwohner. Das ist deutlich mehr als der bundesweite Durchschnitt in dem nur 541 PKW auf 1000 Einwohner kommen.

Medien

In Ingolstadt erscheinen
- als lokale Tageszeitung der Donaukurier;
- als Zeitschriften im monatlichen Verlauf die Stadtmagazine espresso Magazin, Gladdys, INVG Haltestelle, megazin und ERCI-Panther;
- als wöchentlich erscheinende Magazine 50plus, Xtra.in und Wirtschaft10plus;
- als wöchentliche Anzeigenblätter IZ-Regional und TIP-Das Wochenblatt und Blickpunkt Wochende;
- als Onlineportale bayernmatrix, bingo-ev.de, ingolstadt-live, in-ticker und kbumm. Der lokale Fernsehsender heißt intv – der Infokanal und derzeit 24 Stunden im Kabelnetz empfangbar. Eine teilweise Ausstrahlung des Programms erfolgt über Digitalsatellit auf Astra.digital im Rahmen eines bayernweiten Pilotprojektes. Das Funkhaus Ingolstadt ist der lokale Rundfunkanbieter für Ingolstadt und die gesamte Region. Es umfasst die Wellen Radio IN inklusive dem Kulturkanal-Ingolstadt sowie Radio K1 und Radio Galaxy.

Bildung

Radio Galaxy In Ingolstadt wurde 1472 die erste Bayerische Landesuniversität „Ludwig-Maximilians-Universität Ingolstadt“ gegründet, die jedoch 1800 zuerst nach Landshut und 1826 nach München (siehe Ludwig-Maximilians-Universität) verlegt wurde. 1989 wurde Ingolstadt wieder Universitätsstadt, als die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) eröffnet wurde. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (WFI) bietet Studiengänge in Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsprüfung an. Die Fachhochschule Ingolstadt wurde 1994 gegründet. Sie ist deutschlandweit bekannt für den BWL- und Wirtschaftsingenieurstudiengang.

Kultur und Se