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Lü Dongbin

Lü Dongbin

Lü Dongbin (auch Lü Yan oder Lü Zu) ist ein berühmter daoistischer Unsterblicher der chinesischen Mythologie. Der Daoismus betrachtet ihn als Vorläufer der Schule der Vollkomenen Wirklichkeit (Quanzhen) und viele daoistische Werke sind von ihm inspiriert. Er soll während der Tang-Dynastie gelebt haben und gilt als eine der bedeutendsten Figuren sowohl des volkstümlichen als auch des esoterischen Daoismus. Das Werk, das ihm zugeschrieben wird, zeichnet sich dadurch aus, daß es Konfuzianismus, Buddhismus und klassischen, religiösen und alchemistischen Daoismus verbindet. Die Geschichte von Lü Dongbins Einweihung und Prüfungen auf dem spirituellen Weg ist eine der berühmtesten daoistischen Erzählungen. Kategorie:Person des Daoismus Kategorie:Chinesische Mythologie

Xian (Mythologie)

Xian ( 仙 Chinesisch: Unsterblicher) ist ein Ideal des religiösen Daoismus (Daojiao) . Xian beeichnet ein Wesen, das körperliche Unsterblichkeit erlangt hat, über die " Welt des Staubs " erhaben ist und über vielerlei magische Fähigkeiten verfügt. Der Daoismus kennt verschiedene Wege, dem Körper jene reinen Energien wiederzugeben, die er gemäß der daoistischen Lehre bei der Geburt besessen hat, und dadurch Unsterblichkeit (Changsheng busi) zu erlangen: Die einen versuchen auf alchemistischem Weg, ein Elixier des ewigen Lebens herzustellen (Waidan), andere gelangen durch Hygieneübungen ((Innere-Gottheiten-Hygiene-Schule)), Atemübungen (Xingqi, Fuqi, Daixi), Gymnastik (Daoyin), Sexualpraktiken (Fangzhong shu), Fasten (Zhai) oder Meditation (Zuowang, Shouyi, Cunsi) an ihr Ziel. In der daoistischen Literatur begegnen wir verschiedenen Typen von Unsterblichen. Der große Alchemist Ge Hong führt drei an: himmlische, irdische und solche Unsterbliche, die sich vom Leichnam lösen (Shijie). In der chinesischen Mythologie werden die Unsterblichen als Wesen beschrieben, die fern der Welt im Verborgenen leben, wie z.B. in Höhlen und in den Bergen. Sie beherrschen Regen und Wind, gehen durch Feuer ohne zu verbrennen, durch Wasser ohne benässt zu werden und steigen zu den Wolken hinauf. Einige von ihnen besitzen Flügel oder reiten auf Kranichen, Drachen und Fischen. Sie beherrschen das Yin und Yang, Zeit und Raum und wissen um die Zukunft. Sie ernähren sich von Qi, Wolken, Blumen, Getreide und Kräutern und beherrschen die Heilkunst. Ihre Erscheinung ist oft ungewöhnlich, so haben sie oft lange Ohren und viereckige Pupillen. Als berühmte Unsterbliche erscheinen Huang Di und Xiwangmu. Siehe auch: Acht Unsterbliche Kategorie:Daoismus Kategorie:Chinesische Philosophie und Religion Kategorie:Chinesische Mythologie

Chinesische Mythologie

Die chinesische Mythologie reicht bis in die Zeit der Shang-Dynastie (ca. 1700 v. Chr.-1100 v. Chr.) zurück, liegt in schriftlicher Form jedoch erst in der klassischen Zeit Chinas, zur Zeit des Konfuzius vor. Von den legendären Vorzeiten der archaischen chinesischen Mythologie, der mythischen Xia-Dynastie und der Shang-Dynastie zeugen nur Bruchstücke literarischer Fassungen, die von späteren Gelehrten der östlichen Zhou-Dynastie (722 v. Chr.-221 v. Chr.) bearbeitet wurden. Diese rationalisierten und historisierten die Texte. Da die Mythen von den Gelehrten dazu benutzt wurden, um ihre Werke zu illustrieren und dabei ihre eigenen Standpunkte auszudrücken, wurden so die alten Mythen teilweise stark verändert und liegen oft in unterschiedlichen Fassungen vor. Die frühesten Schichten mythischer Überlieferung lassen sich in Texten wie dem Shanhaijing (Klassiker von den Bergen und Meeren ca. 300 v. Chr.- ca. 100), den Chuci (Gesänge aus Chu) und dem Shenyijing (Buch der Geister und Wunder) finden. Auffällig an der überlieferten chinesischen Mythologie ist dabei, daß sich nur Bruchstücke von Weltschöpfungsmythen, die in anderen Mythologien ein zentrales Element darstellen, finden lassen und daß eine Tendenz besteht, mythische Gestalten als historisch darzustellen, so daß in der chinesischen Mythologie viele Mythen über die Kulturbringer zu finden sind. Die ältesten dieser Gestalten sind die drei Erhabenen (San Huang) Fu Xi, Nü Gua und Shennong, die als Gründer der Kultur betrachtet werden. Ihnen folgen die chinesischen Urkaiser, von denen Huangdi, der gelbe Kaiser als der Wichtigste gilt. Auch einige daoistische Gottheiten wie Xiwangmu lassen sich bereits für die Shang-Zeit nachweisen. Eine Gestalt, die in vielen Werken erwähnt wird, ist Yi der Bogenschütze, der mit seinen Pfeilen 9 der 10 unheilbringenden Sonnen zerschoss. Seine Gattin war die Mutter der 10 Monde und diese stahl ihm das Elixier der Unsterblichkeit, das ihm Xiwangmu, die Göttin der Unsterblichkeit anvertraut hatte und floh auf den Mond wo sie blieb. Ein anderer zentraler Mythos ist der des Kaisers Yu, des mythischen Begründers der Xia-Dynastie, der die große Flut besiegte. Neben den weisen Herrschern und Helden erscheinen in der chinesischen Mythologie auch eine Fülle von Ungeheuern und Unheilstiftern, die die Weltordnung bedrohen und Krieg, Dürre und Chaos bringen. Andere herausragende Motive der chinesischen Mythologie sind die wundersame Geburt, göttliche Wunder, himmlische Strafen und Verwandlungen. Göttinnen spielen in der chinesischen Mythologie, mit einigen Ausnahmen, eine nicht so große Rolle wie die männlichen Gestalten, jedoch erscheinen in den ältesten mythischen Texten Fluss- und Berggöttinnen und die Göttinnen, die in den klassischen Texten erwähnt werden, haben oft eine mythisch signifikantere Rolle als die männlichen Gestalten. Die chinesische Mythologie ist sehr umfassend und ihre Ursprünge werden mit Schamanismus und Ahnenkult in Verbindung gebracht und der Daoismus überlieferte zahlreiche Mythen, die bis an die Anfänge der chinesischen Kultur weisen, aber auch in der Literatur Chinas gab es einen reichhaltigen Fundus von Motiven und Topoi, die immer wieder aufgegriffen wurden. Viele dieser Stoffe und Motive finden sich auch in den reichhaltigen Volkssagen, Legenden und Märchen. Eine beliebte und typisch chinesische Figur ist z.B. der Drache und eine andere die gefährliche Fuchsfee, eine Füchsin, die sich oft in eine mit magischen Kräften begabte schöne Frau verwandelt. Eine typisch chinesische Erscheinung sind auch die Legenden über die Unsterblichen.

Literatur


- Chantal Zheng (1990): Die Mythen des alten China. Diederichs. ISBN 3-424-01021-9
- Anne Birell (1993): Chinese Mythology. Johns Hopkins University Press. ISBN 0-8018-4595-5

Daoismus

Der Daoismus (chin. 道教 dàojiào = Lehre des Weges), auf Deutsch auch: Taoismus, ist eine chinesische Philosophie und Religion und wird als Chinas eigene und authentisch chinesische Religion angesehen. Seine historisch gesicherten Ursprünge liegen im 4. Jh. v. Chr., als das Daodejing (in älteren Umschriften: Tao te king, Tao te ching …) des Laozi (Laotse, Lao-tzu) entstand. Neben Konfuzianismus und Buddhismus ist der Daoismus eine der „Drei Lehren“, die China maßgeblich prägten. Trotz zum Teil sehr unterschiedlicher Auffassungen konnten sie im chinesischen Geistesleben zu einer Tradition verschmelzen. Sie werden deshalb auch unter dem Begriff „Chinesischer Universismus“ zusammengefasst. Auch über China hinaus haben die „Drei Lehren“ wesentlichen Einfluss auf Religion und Geisteswelt der Menschen ausgeübt. In China beeinflusste der Daoismus die Kultur in den Bereichen der Politik, Wirtschaft, Philosophie, Literatur, Kunst, Musik, Ernährungskunde, Medizin, Chemie, Kampfkunst und Geographie. Geographie“-Symbol)]] Aufgrund der verschiedenen Ausprägungsformen und der unklaren Abgrenzung zu anderen Religionen ist die genaue Anzahl der Anhänger des Daoismus nur schwierig zu erfassen. Besonders viele Daoisten leben heute in Taiwan, wo viele der daoistischen Schulen Zuflucht vor der Verfolgung durch die Kulturrevolution suchten.

Entstehung

Wann genau die daoistische Lehre entstanden ist, bleibt unklar. Der Daoismus hat erst in einem langen Entwicklungsprozess Form angenommen, wobei fortlaufend Strömungen des Altertums integriert wurden. Die daoistische Lehre greift viel Gedankengut auf, das in China zur Zeit der Zhou-Dynastie (1040-256 v. Chr.) weit verbreitet war. Dazu gehören die kosmologischen Vorstellungen von Himmel und Erde, die Fünf Wandlungsphasen, die Lehre vom Qi (Energie),Yin und Yang und das Yijing (I Ging), aber auch die Tradition der Körper- und Geisteskultivierung, die mit Atemkontrolle und anderen Techniken wie Taijiquan und Qigong, Meditation, Visualisation und Imagination, Alchemie und magischen Techniken Unsterblichkeit erreichen wollte. Die Suche nach Unsterblichkeit geht wahrscheinlich auf sehr alte Glaubensinhalte zurück, denn im Zhuangzi, einem daoistischen Klassiker aus dem 4. Jh. v. Chr. werden bereits die Xian erwähnt, die Unsterblichen, deren wichtigste der gelbe Kaiser, Huang Di und die Königinmutter des Westens, Xiwangmu, sind, Gestalten, die schon in der Shang-Zeit im 2. Jahrtausend v.Chr. nachzuweisen sind.

Laozi und das Daodejing

Ob es einen Denker namens Laozi (chin. 老子 = Der Alte Meister) wirklich gegeben hat, wird heute bezweifelt. Im Daoismus wird ihm das Daodejing (der Leitfaden vom Dao und vom De) zugeschrieben. Seine Biographie ist von Legenden umrankt und äußerst umstritten. Er soll zur Zeit der streitenden Reiche im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben, die von Unruhen und Kriegen geprägt war. Sie stellt eine Blütezeit der chinesischen Philosophie dar, da viele Gelehrte sich Gedanken machten, wie wieder Frieden und Stabilität erreicht werden könnten. Man spricht daher auch von der Zeit der Hundert Schulen. Das Daodejing enthält eine solche Lehre, die sich an den Herrscher richtet und Frieden hervorrufen will. Das Daodejing wird auch mit dem Namen seines legendären Verfassers „Laozi“ bezeichnet. In seiner heutigen Form wird es in zwei Bücher mit insgesamt 81 Kapiteln unterteilt. Der erste Teil behandelt das Dao, der zweite das De. Das Buch stellt jedoch keine logisch aufgebaute Konstruktion einer Weltanschauung dar, sondern erscheint vielmehr als eine ungeordnete Sammlung mystischer und dunkler Aphorismen, die zu eigener, subjektiver Interpretation anregen. Daher entstanden im Lauf der Zeit auch mehrere hundert Kommentare, die den Text auslegen, sowie hunderte Übersetzungen.

Zhuangzi

Ganz anders geschrieben ist dagegen das Nanhua zhen jing, „Das wahre Buch vom südlichen Blütenland“ (eigentlich „Das wahre Buch aus Nanhua“, der Stadt, aus der Zhuangzi stammt, der auch „der wahre Mensch aus Nanhua“ genannt wurde). Es wurde im 4. Jh. v. Chr., kurz nach der Entstehung des Daodejing, von Zhuangzi (Dschuang Dsi, Chuang-tzu, etwa 369-286 v. Chr.) verfasst, nach dem es auch „Zhuangzi“ genannt wird. In ihm wird das Wesen des Daoismus in oft paradoxen Parabeln und Anekdoten erläutert, in welche philosophische Diskussionen eingeflochten sind. Zhuangzi greift dabei einige Vorstellungen vom Daodejing auf, weist aber andere weit von sich - so ist zum Beispiel von der politischen Zielsetzung des Laozi bei ihm nichts mehr übrig. Der weltabgewandte Weise ist hier das Idealbild. Wie beim Daodejing ist auch hier die Autorschaft umstritten. Zwar ist Zhuangzi mit Sicherheit eine historische Persönlichkeit, das Buch wurde aber wahrscheinlich in großen Teilen von seinen Schülern zusammengetragen. Zur Zeit des Laozi und des Zhuangzi ist weder eine philosophische noch eine religiöse Organisation greifbar, die man Daoismus nennen könnte. Es gibt nur vereinzelte Texte, die von daoistischem Gedankengut zeugen und die später, als sich daoistische Organisationen gründeten, als kanonische Schriften aufgefasst wurden. Jedoch ist unstrittig, daß sich diese Texte im Zusammenhang mit religiösen Praktiken und Glaubensinhalten entwickelten.

Daoismus als Philosophie

Exkurs: philosophischer vs. religiöser Daoismus

Die Unterscheidung zwischen Daoismus als Religion und Daoismus als Philosophie ist eurozentristisch und begrifflich unscharf. Sie stellt eher ein Hilfsmittel der westlichen Sinologie dar, um verschiedene Aspekte der langen Geschichte des Daoismus leichter beschreiben zu können. Dennoch wird auch im Chinesischen tendenziell zwischen philosophischem Daoismus (dào jiā 道家) und religiösem Daoismus (dào jiào 道教) unterschieden. Der Daoismus ist jedoch eine ebenso facettenreiche Erscheinung wie andere Religionen auch. Im Laufe seiner über zweitausendjährigen Geschichte haben sich die unterschiedlichsten Lehren und Systeme herausgebildet. Die Trennung von religiösem und philosophischem Daoismus ist daher eine sehr grobe Vereinfachung, und es herrscht Uneinigkeit in der Forschung, ob diese Unterscheidung weiterhin verwendet werden sollte, weil sie der Komplexität des Gegenstands nicht gerecht wird. Das Begriffspaar ist immerhin von begrenztem Nutzen, weil es in einer Beschreibung des Daoismus eine erste, hilfreiche Gliederung ermöglicht. Der Sachverhalt ist aber sehr viel mehrgestaltiger, als es diese Vereinfachung nahelegt.

Der Begriff des Dao

Das Wort „Daoismus“ leitet sich ab von „Dao“ (Tao), einem Begriff der chinesischen Philosophie, der bereits lange vor dem Daodejing verwendet wurde, aber erst in diesem Text seine zentrale Stellung und besondere, universale Bedeutung erhielt. „Dao“ bedeutet ursprünglich „Weg“, im klassischen Chinesisch aber bereits „Methode“, „Prinzip“, „der rechte Weg“. Bei Laozi nimmt dann der Begriff des Dao die Bedeutung eines der ganzen Welt zugrundeliegenden, alldurchdringenden Prinzipes an. Es ist die höchste Wirklichkeit und das höchste Mysterium, die uranfängliche Einheit, das kosmische Gesetz und Absolute. Aus dem Dao entstehen die „zehntausend Dinge“, also der Kosmos, und auch die Ordnung der Dinge entsteht aus ihm, ähnlich einem Naturgesetz, doch ist das Dao selbst kein omnipotentes Wesen, sondern der Ursprung und die Vereinigung der Gegensätze und somit undefinierbar. Philosophisch könnte man das Dao als jenseits aller Begrifflichkeit fassen, weil es der Grund des Seins, die transzendente Ursache ist und somit alles, auch den Gegensatz von Sein und Nichts, enthält. In diesem Sinne kann nichts über das Dao ausgesagt werden, weil jede Definition eine Begrenzung enthält. Das Dao ist aber sowohl unbegrenzte Transzendenz als auch das dem Kosmos, dem All innewohnende immanente Prinzip. Das Wirken des Dao bringt die Schöpfung hervor, indem es die Zweiheit, das Yin und das Yang, Licht und Schatten, hervorbringt, aus deren Wandlungen, Bewegungen und Wechselspielen dann die Welt hervorgeht.

Daoistische Ethik

Die ethische Lehre des Daoismus besagt, die Menschen sollten sich am Dao orientieren. Indem sie den Lauf der Welt beobachten, in welchem sich das Dao äußert, können sie die Gesetzmäßigkeiten und Erscheinungsformen dieses Weltprinzips kennen lernen. Da das Dao sich im Ziran, dem „von-selbst-so-Seienden“, der Natur, offenbart, steht es für Natürlichkeit, Spontanität und Wandlungsfähigkeit, und der Weise erreicht die Harmonie mit dem Dao weniger durch Verstand, Willenskraft und bewusstes Handeln, sondern vielmehr auf mystisch-intuitive Weise, indem er sich dem Lauf der Dinge anpasst. Denn es gibt im Kosmos nichts, was fest ist: Alles ist dem Wandel unterworfen und der Weise verwirklicht das Dao durch Anpassung an das Wandeln, Werden und Wachsen, welches die phänomenale Welt ausmacht. In den Wandlungen der Phänomene verwirklicht jedes Ding und Wesen spontan seinen eigenen „Weg“, sein eigenes Dao, und es wird als ethisch richtig erachtet, dieser Spontanität ihren Lauf zu lassen und nicht einzugreifen, also Wu wei, „Nicht-Eingreifen“ oder „Nicht-Handeln“ zu praktizieren. Die Dinge und ihr Verlauf werden als sich selbst ordnend und sich selbst in ihrer Natur entfaltend und verwirklichend angesehen. Es erscheint dem Weisen als sinnlos, seine Energie in einem stetigen Willensakt der Handlung (des Eingreifens in das natürliche Wirken des Dao) zu verschwenden, sondern das Tun sollte angemessen sein, durch eine Verwirklichung reinen und nicht selbstbezogenen Geistes, der geschehen lassen kann, ohne durch seine eigenen Wünsche und Begierden verblendet zu sein. Es wird also als klug angesehen, sich möglichst wenig in das Wirken des Dao einzumischen oder sich ihm gar entgegenzustemmen. Besser als durch große Kraftanstrengungen werden Ziele verwirklicht, wenn dafür die natürlichen, von selbst ablaufenden Vorgänge genutzt werden, die durch das Dao bestimmt sind. Dieses Prinzip der Handlung ohne Kraftaufwand ist eben das Wu Wei. Indem der Weise die natürlichen Wandlungsprozesse mitvollzieht, gelangt er zu einer inneren Leere. Er verwirklicht die Annahme und Vereinigung von Gegensätzen, denn das Dao, welches das Yin und Yang hervorbringt, ist die Ursache und Vereinigung dieser beiden. Somit verwirklicht der Weise im Einklang mit den natürlichen Prozessen den Dreh- und Angelpunkt der Wandlungsphasen von Yin und Yang, die leere Mitte der Gegensätze. Das Daodejing liefert die Weltanschauung, die das Ideal des daoistischen Weisen blieb: Gleichmut, Rückzug von weltlichen Angelegenheiten und Relativierung von Wertvorstellungen, sowie Natürlichkeit, Spontanität und Nicht-Eingreifen. Nach daoistischer Auffassung führt nur die Übereinstimmung mit dem Dao zu dauerhaftem und wahrem Glück, während die Involviertheit in weltliche Angelegenheiten zu einem Niedergang der wahren Tugend (De) führt. Deshalb ist es ratsam, Gleichmütigkeit gegenüber Gütern wie Reichtum und Komfort zu erlangen, und sich vor übermäßigen Wünschen zu hüten.

Daoismus als Religion

Wu wei Den Unterschied zwischen philosophischem und religiösem Daoismus, den wir hier aus pragmatischen Gründen verwenden (s.o.), könnte man derart fassen, dass der philosophische Daoismus das Ideal des Weisen hat, der das Dao verwirklicht, indem er eine bestimmte Geisteshaltung einnimmt, während der religiöse Daoist danach strebt, Erleuchtung zu erlangen und das Dao zu verwirklichen, indem er durch unterschiedliche Methoden wie Meditation (Qigong, Taijiquan), Konzentration, Visualisation, Imagination, Atemtechniken, Alchemie, Ritual und Magie aus Geist und Körper, dem Mikrokosmos, ein Abbild des Makrokosmos erschafft und auf diese Weise eins wird mit dem Universum. Das erste gesicherte Datum des Daoismus als Religion ist das Jahr 215 n.Chr., als Cao Cao die Kirche der Himmelsmeister anerkannte. Viele Schulen des Daoismus strebten nach Unsterblichkeit und sind wahrscheinlich aus schamanistischen Techniken und Unsterblichkeitskulten entstanden (s.Fangshi), die sich dann während der Han-Zeit mit der philosophischen Richtung des Daoismus verbunden haben. Alle Schulen des Daoismus streben danach, zum Ursprung zurückzukehren, dies wird in daoistischen Begriffen z.B. die Rückkehr zum Einen, zur Perle, die Rückkehr zum Zustand, bevor es Himmel und Erde gab genannt. Diese Rückkehr geschieht, indem der daoistische Adept ein klassifizierendes System benutzt, dessen kosmologische Grundlagen Yin und Yang, die fünf Wandlungsphasen sowie andere numerologische Koordinaten sind und sich in den Mittelpunkt des so von ihm konstruierten Kosmos begibt und einordnet, verbindet, bestimmt und benennt um eine Integration zu erreichen und aus der Welt ein Instrument des Geistes zu machen. Die daoistischen Götter, auch „Unsterbliche“ genannt, haben oft keine Geschichte, andere gehen auf historische oder legendäre Personen zurück, die als bedeutend für die Entwicklung von Land und Volk angesehen werden. Sie stellen aber eher eine Inkarnation von Funktionen als Individuen oder Götter im westlichen Verständnis dar. Neben den Göttern, von denen der Adept geheiligt wird, gibt es auch Götter, über die er befehlen kann.

Verhältnis zum Buddhismus

Als der Buddhismus im 2. Jahrhundert nach China kam, wurde er erst als eine seltsam verzerrte Variante des Daoismus wahrgenommen, weil die ersten Übersetzer von buddhistischen Konzepten Begriffe aus der daoistischen Lehre verwendeten. Außerdem besagte eine daoistische Legende, dass die Gründerfigur Laozi nach Westen ausgewandert war. In China erklärte man daher einfach, Laozi sei nach Indien gekommen und hätte als Buddha die „Barbaren“ zum Daoismus bekehrt, diese hätten die Lehre aber nicht vollkommen begriffen, und so sei der Buddhismus entstanden. Durch diese Auffassung herrschte anfangs eine gewisse Nähe und ein reger Austausch von Ideen; der Daoismus übernahm beispielsweise vom Buddhismus die Höllenvorstellungen und die Organisation seines Mönchswesens. Durch die gegenseitige Beeinflussung von Daoismus und Buddhismus entstanden auch neue Schulen. Ein erfolgreiches Beispiel einer solchen Verschmelzung ist der Chan-Buddhismus (; japanisch: 禅【ぜん】 zen). Sein Einfluss war prägend für die chinesische Tang- und Song-Zeit und hält in Japan bis heute an. Ein Beispiel für die Übernahme buddhistischer Ideen ist die daoistische Schule Quanzhen.

Die Himmelsmeister

Im 2. Jahrhundert entstand die erste daoistische Organisation beziehungsweise „Kirche“, als Zhang Daoling (Chang Tao Ling) 142 n.Chr. in Sichuan die Bewegung der Himmelsmeister (tianshi dao) gründete. Zhang Daoling nahm dabei vermutlich Anleihen beim Buddhismus, möglicherweise auch beim monotheistischen Mazdaismus. In der Gruppe, die nach einer Abgabe, die ihre Anhänger zu leisten hatten, auch „Fünf-Scheffel-Reis“-Bewegung (wudoumi dao) genannt wird, herrschten messianische und revolutionäre Gedanken vor: Die Han-Dynastie sollte gestürzt werden, damit der Himmelsmeister Zhang Daoling regieren und die Endzeit beginnen konnte. Etwa 30 Jahre lang existierte sogar ein Himmelsmeister-Staat, der durch einen großen Verwaltungsapparat charakterisiert war. Die Bürokratie spiegelte die Vorstellung vom Himmel wieder, der im Glauben der Himmelsmeister auch bürokratisch gegliedert ist. Bitten und Gebete wurden in Formularen verfasst und durch Verbrennung an die jeweils zuständigen Gottheiten geschickt. In der Himmelsmeister-Bewegung entstand eine ausgeprägte Ethik und ein daoistischer Kultus. Durch die Pflichtbeiträge entwickelten sich die Gemeinden zu ökonomisch bedeutsamen Organisationen. Unter der Wei-Dynastie (386-534) traten immer mehr Mitglieder der Aristokratie der Himmelsmeister-Bewegung bei. Auch viele Dichter und Künstler gehörten ihr an. Ab dem 2. Jh. wurde auch Laozi nicht mehr nur als alter Weiser gesehen, sondern als Gott verehrt. Ebenso wurde aus dem abstrakten Begriff des Dao eine personale Gottheit. Jedoch stellen die Götter des Daoismus eher eine Verkörperung von Funktionen als individuelle Entitäten dar. Die Ritualgötter sind im allgemeinen entweder abstrakte Instanzen oder Verkörperungen von Naturkräften, zum Beispiel der Erde, der Flüsse, des Regens, der Berge. Auch der vergöttlichte Laozi stellt eher eine Hypostase des Dao und des daoistischen Heiligen dar, wie Zhuangzi ihn beschrieb, weniger eine personale Gottheit, wie sie der westlichen Vorstellung entspricht.

Entwicklung zur Volksreligion

Schon die daoistischen Philosophen verwendeten bildhafte Geschichten und alte Volkssagen, um ihre Ideen zu erläutern. Während der Han-Zeit verband sich der Daoismus mit älteren kosmologischen, theologischen und anthropologischen Vorstellungen, deren Spuren sich schon in der Shang-Zeit finden lassen. Diese älteren Vorstellungen stammen wahrscheinlich aus Unsterblichkeitskulten und der schamanistischen Tradition (siehe Fangshi). Auch mehr und mehr volkstümliche Bräuche, Riten und buddhistische Elemente hielten Einzug in die daoistischen Praktiken. Die daoistische Religion wurde polytheistisch und definierte sich durch eine gemeinsame liturgische Tradition. Es entstand ein reichhaltiger Götterhimmel, dessen genaue Ausformung sich von Schule zu Schule unterscheiden konnte, in dem sich aber drei oberste Gottheiten, die Drei Reinen, herauskristallisierten: Yuanshi tianzun, der Himmeslehrwürdige des Uranfangs, Daojun oder Lingbao tianzun, der Herr des Dao bzw. Himmelsehrwürdige des magischen Juwels und Daode tianzun oder Taishang Laojun, der Himmelsehrwürdige des Dao und des De bzw. der höchste Herr Lao, welcher der vergöttlichte Laozi ist. Das liturgische System bildet den formalen Rahmen für unterschiedliche lokale Kulte und das daoistische Pantheon wird bevölkert von kosmischen Gottheiten, Naturgöttern, Dämonen, Geistern, Unsterblichen (Xian) und Vollkommenen (Zhenren). Sitz des Pantheons sind heilige Berge und Grotten, die ein mikrokosmisches Abbild des Makrokosmos darstellen, sowie Tempel, Altar und Körper. Durch die Himmelsmeister-„Kirche“ Zhang Daolings vollzog sich eine gewisse Vereinigung der verschiedenen daoistischen Gemeinschaften. Diese starke und breitenwirksame Organisation wurde während der Sui- und Tang-Dynastie zu einer echten Volksreligion und religiösen Macht. Die Dynastie der Tang behauptete, von Laozi abzustammen und machte seine Verehrung zu einem offiziellen Kult. Der daoistische Kaiser Xuanzong gründete landesweit daoistische Tempel und hatte eine große Vorliebe für daoistische Rituale. Aus der Ming- und Tangdynastie gibt es auch die meisten daoistischen Schriften. Es handelte sich um die Blütezeit des Daoismus. Unter der Song-Dynastie (960-1279) wurde der Daoismus dann vollständig in die Volkskultur integriert, u. a. dadurch, dass die lokalen und regionalen Organisationen durch Kaiser Zhenzong zu einem Netzwerk offiziell geförderter Tempel zusammengeschlossen wurden, die auch säkulare Aufgaben wie die Organisation von Märkten und das Eintreiben der Handelssteuer übernahmen. Als Chinas letzte Dynastie, die Qing im Jahre 1644 gegründet wurde, wurde der Daoismus mit Restriktionen und Verboten belegt, da die Qing dem orthodoxen Konfuzianismus nahestanden und die Mandschu Angst vor chinesischem Nationalismus hatten, weshalb sie lokale Organisationen unterdrückten. Im Taiping-Aufstand 1849 wurden dann sämtliche Tempel, sowohl buddhistische als auch daoistische, zerstört und im Verlauf des 20Jh. verstärkte sich die Tendenz immer mehr, die ursprüngliche chinesische Religion zu zerstören.

Daoistische Praktiken

Im Laufe der Jahrtausende entstanden in China eine Vielzahl daoistischer Schulen mit unterschiedlichen Lehrinhalten und Praktiken. Ein Hauptmerkmal des religiösen Daoismus war jedoch in vielen Schulen die Suche nach Unsterblichkeit. Viele Praktiken haben ihre Ursprünge in den Praktiken der Fangshi des Altertums. Der daoistische Kanon (Daozang) der in seiner letztgültigen Fassung 1442 zusammengestellt wurde, gibt von den unterschiedlichen Praktiken einen Eindruck. Er enthält tausende von Werken, und die Texte handeln u. a. von Philosophie, Liturgie, Ritualistik, Magie, Sexualpraktiken, Medizin, Imagination und mythischen Welten, Hagiographien, dem Yijing (I Ging), Alchemie, Moral, Meditationstechniken und Hymnen. Die ersten Texte, die eine detaillierte Beschreibung der nach innen gewendeten Meditation gaben, waren die der Shangqing-Schule, bzw. das Shangqingjing (Buch der großen Reinheit), welche ab dem 4. Jh. n. Chr. entstanden. Die Shangqing Meditationen enthalten unterschiedliche Elemente: Der Adept verkehrt rituell und imaginativ mit Göttern, rezitiert heilige Texte und visualisiert und durchläuft komplex strukturierte Elemente und Prozesse der Kosmologie, Mythologie und Symbolik des Daoismus. Die Visualisationen dieser Schule stellen Reisen in geistige Welten dar, wie sie schon von den Schamanen der Shang-Zeit ausgeführt wurden. Sie führen in Reiche der irdischen Paradiese, der Götter, der stellaren Welten, der Bewegungen von Yin und Yang und der verschiedenen Formen von Qi (Energie). Das Ziel der komplexen Techniken ist es, durch die Harmonisierung von Geist und Körper zur ursprünglichen Einheit zurückzukehren. Wiederholt stellen Kenner daoistischer Praktiken die Behauptung auf, bei diesen Reisen handele es sich - zumindest bei einigen Adepten - um außerkörperliche Erfahrungen. Im Streben nach Unsterblichkeit entwickelten Daoisten einige alchemistische Techniken, später dann auch Techniken der inneren Alchemie. Einer der Vertreter dieser Richtung war Ge Hong. Etwa seit dem 4. Jahrhundert n.Chr. wurde versucht, Elixire oder Pillen herzustellen, die das Leben verlängern. Dabei spielten Zinnober (Dan), Quecksilber (Gong) und Gold (Jin) eine besondere Rolle. Durch die Eigenschaften, die sie in chemischen Reaktionen zeigen, galten sie als Elemente, die die Unwandelbarkeit in äußerlicher Veränderung (ein zentrales Merkmal des Dao) verkörpern. Viele, die sich von den Pillen Langlebigkeit versprachen, starben an Quecksilbervergiftung, was wohl einer der Gründe dafür war, dass die Alchemie bis zum Ende der Tang-Zeit immer unpopulärer wurde und verstärkt eine Hinwendung zur inneren Alchemie stattfand. Durch die alchemistischen Forschungen wurden jedoch auch andere Gebiete befruchtet, beispielsweise entstanden dadurch das Schießpulver und halluzinogene Drogen, ebenso wurde die Medizin beeinflusst. Die Shangqing-Meditationen zeigen bereits eine Hinwendung von der äußeren zur inneren Alchemie, die sich im 9. Jh. dann vollends ausbildete. Anstatt Substanzen im Labor zu mischen, wurden der eigene Körper und Geist als "inneres Labor" verstanden. Es galt nun, durch meditative Techniken das uranfängliche Chaos zu strukturieren und durch Kultivierung von Vitalität (Jing), Energie (Qi) und belebendem Geist (Shen) die Leere und Einheit zu verwirklichen. Voraussetzung für diese Praktiken ist die Vorstellung, dass Analogien zwischen allen Ebenen bestehen, das heißt, dass Kosmos, Erde und Mensch analog strukturiert sind und sich in allen Details entsprechen. Eine Schule, die sich durch Beeinflussung durch den Buddhismus verstärkt dem liturgischen Ritual zuwandte, war die Lingbao Pai. Ein weiterer Abkömmling des Daoismus ist das Feng Shui, welches ursprünglich Geomantie war, später sich aber darauf bezog, die Umgebung des Menschen nach bestimmten Prinzipien zu ordnen, um Glück, Erfolg und Harmonie zu erzeugen.

Der Daoismus in der Volksrepublik China

Unter der sozialistischen Diktatur wurden die Religionen Chinas unterdrückt und verfolgt, während der Kulturrevolution wurden viele Klöster und Tempel zerstört, Schriften vernichtet und die Mönche und Nonnen umerzogen. Mittlerweile besinnt man sich auch in der Volksrepublik wieder auf das religiöse Erbe sowie auf das daoistische Handlungswissen in Bezug auf die Heilkunst und viele Klöster und Tempel wurden wieder aufgebaut, Ausbildungsstellen für Möche und Nonnen geschaffen und sogar einige universitäre Forschungsstellen für Daoismus eingerichtet. Es gibt um die Jahrtausendwende in der VR China ungefähr dreitausend daoistische Heiligtümer. Der Staat hat in der Volksrepublik eine offizielle Version des Daoismus durchgesetzt, die Wohlwollen, Patriotismus und den Dienst an der Öffentlichkeit betont. Die Ausbildung eines Daoisten in der Volksrepublik umfasst daoistische Doktrin, Rituale, Musik, Kalligraphie, Philosophie, Kampfkunst und Englische Sprache. Viele daoistische Priester sind jedoch nicht gemeldet und gehören nicht den Regierungsorganisationen an, so dass die Statistiken widersprüchlich sind. Die wieder aufgebauten Tempel sind gut besucht, zu einigen Anlässen wie dem Laternenfest kommen Tausende von Pilgern, woraus man schließen kann, dass der Daoismus auch in der Volksrepublik noch eine Rolle spielt. Viele Daoisten flohen nach Taiwan, wo der daoistische Kultus nach wie vor blüht. Im heutigen China existieren noch zwei Hauptlinien der religiösen daoistischen Tradition, der Quanzhen-Daoismus (Schule der vollständigen Wahrheit), auch als neidan, innere Alchemie, bezeichnet, und der Zhengyi-Daoismus (Schule der orthodoxen Einheit), welcher direkt auf die Tradition der Himmelsmeister zurückgeht. Die Quanzhen-Daoisten leben monastisch und zolibatär und legen die Hauptpraxis auf Meditation, während die Zhengyi-Daoisten heiraten dürfen und auch in priesterlichen und magischen Funktionen, beispielsweise als Ritualpriester bei Tempeln, Familien und Einzelpersonen, d.h. auch bei Begräbnis- und Hochzeitsriten oder Exorzismen und Heilungen arbeiten. Der Zhengyi-Daoismus besitzt im Gegensatz zum Quanzhen, der stark buddhistisch beeinflußt ist, eine ausgeprägte Ritualistik und magische Praktiken. Die Tempel, in die die Zhengyi-Priester eingeladen werden, verehren meistens Lokalgötter. Es werden Rituale zu vielen Anlässen durchgeführt: Dem Geburtstag des Lokalgottes, der Restauration eines Tempels oder um eine neue Götterstatue einzuweihen. Ein Ritual kann bis zu neun Tage dauern, und ist oft verbunden mit Theateraufführungen, Prozessionen und Opfern. Viele Rituale sind ausgeprägt liturgisch. Das Hauptritual ist eines der kosmischen Erneuerung und Rückverbindung. Die monastische Quanzhen-Schule unterscheidet sich vom Zhengyi durch das zurückgezogene Leben der Meditation und inneren Alchemie, ohne der Allgemeinheit die Arbeit in einem Ritualservice anzubieten und ihn durchzuführen. Innere Alchemie strebt nicht nach Herstellung eines Stoffes oder physischer Unsterblichkeit, sondern stellt eine Erleuchtungstechnik dar, eine Methode der Ordnung von Selbst und Welt. Sie ist eine operative Disziplin, die durch einen schöpferischen Akt zur Geburt eines neuen Menschen führen soll und die Erhöhung des Geistes über die Welt anstrebt. Da die Quanzhen-Schule viele Elemente des Buddhismus übernommen hat, besitzt sie einen stark spekulativen Charakter und die Texte dieser Schule sind durch bestimmte Merkmale charakterisiert:
- Geistige und physische Schulung
- die Praxis unterschiedlicher Techniken wie Atemübungen, Visualisationen und innerer Alchemie
- die Übernahme bestimmter Spekulationen des Buddhismus, z. B. über Wu (Leere) und You (Dasein) und die Methode der Gong'ans (jap. Koan)
- die Übernahme konfuzianischer Werte
- Eine systematische Verwendung des Yijing, sowie alchemistischer Techniken in einer metaphorischen, geistigen Form. Techniken der Shangqing-Schule werden nach wie vor von Zhengyi und Quanzhen praktiziert.

Der Daoismus im Abendland

Die Geschichte der Rezeption des Daoismus in der westlichen Welt ist ungefähr 200 Jahre alt, und vor allem das Daodejing beeinflusste u. a. Kunst, Literatur, Psychologie und Philosophie. Die erste Übersetzung des Daodejing ins Lateinische durch einen Jesuiten stammt aus dem Jahr 1788. Von den 60er Jahren des 19. Jh. bis Anfang des 20 Jh. erschienen dann größere Mengen an Laozi-Übersetzungen, die hauptsächlich von Missionaren angefertigt wurden, so daß es nicht verwunderlich ist, daß die meisten dieser Übersetzungen tendenziös christlich sind. Auch die im deutschen Sprachraum bekannteste Übersetzung von Richard Wilhelm kann ihren christlichen Hintergrund nicht leugnen. Im 19 Jh. wurde dann die Rezeption des Daoismus im Westen stark durch die Theosophische Gesellschaft, die eine Mischung aus indischer Mystik und westlichem Okkultismus propagierte, beeinflusst. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges verstärkte sich das Interesse an östlicher Weisheit und insbesondere die Pazifisten wendeten sich dem Wu wei, dem Nicht-Handeln zu. So rief beispielsweise der deutsche Dichter Klabund im Jahr 1919 in seiner Schrift "Hör es Deutschland" das Volk auf, nach dem heiligen Geist des Dao zu leben, und in Deutschland brach durch die Übersetzungen des Zhuangzi und des Laozi durch Richard Wilhelm und durch Martin Buber eine regelrechte Daoismus-Euphorie aus, die sich unter Literaten und Künstlern verbreitete. So wurden insbesondere Hermann Hesse, Alfred Döblin und Bertolt Brecht durch diese Übersetzungen beeinflusst. Döblins Roman „Die drei Sprünge des Wang-Lun“ und Charles Waldemars „Das Kleinod des Lao-Tse“ zeigen zum Beispiel eine starke Annahme daoistischen Gedankengutes, insbesondere des Wu wei, und Hesses gesamtes Werk ist von östlicher Philososphie durchdrungen, während Brecht im Daoismus eher eine Überlebensstrategie für die Zeit des Nationalsozialismus sah. Die Rezeption des Daoismus durch die Psychologie fällt auch in die Zeit des zweiten Weltkrieges. Carl Gustav Jung fand in Übersetzungen der daoistischen Werke „Das Geheimnis der goldenen Blüte“ und des älteren „Yi Jing“ durch Richard Wilhelm starke Anregungen zur Entwicklung seiner eigenen psychologischen Theorien und er schrieb zu beiden das Vorwort. In den 20er Jahren wurden dann die Ideen des Daoismus durch den damals populären Philosophen Hermann Graf Keyserling aufgenommen und verbreitet, der in den daoistischen Klassikern die tiefsten Aussprüche zur Lebensweisheit fand. Auch der Philosoph Martin Heidegger wurde durch Übersetzungen daoistischer Texte durch Richard Wilhelm und Martin Buber inspiriert, jedoch auch der Zen-Buddhismus beeinflusste sein Werk. Heideggers nicht nihilistische Darstellung vom Nichts als „Fülle“ scheint direkt auf den Daoismus zurückzugehen. Karl Jaspers, ein anderer Existenzphilosoph dieses Jahrhunderts schrieb das Werk „Lao-tse/Nagarjuna-zwei asiatische Mystiker“, in dem er sich um das Verständnis des Daoismus bemühte, und auch Ernst Bloch setzte sich mit dem Daoismus auseinander. In den 50er Jahren fand der Daoismus dann über den Umweg des Zen-Buddhismus Eingang in die westliche Kultur. Die Poeten und Künstler der beat generation fanden Gefallen an den Ideen des Zen und popularisierten ihn. Breiten Raum fand dabei die Darstellung des Daoismus als Ursprung des Zen wie z. B. in Alan Watts Werk „The Way of Zen“, der später zum Begründer eines amerikanischen Daoismus wurde, durch das Buch „Tao: The Watercourse Way“, dessen Ideen sich besonders in der Hippie-Bewegung ausbreiteten. In den 70er und 80er Jahren wurde dann das Dao als Allheilmittel für die erkrankte westliche Kultur in Europa gesehen. Der Daoismus wurde trivialisiert und vornehmlich auf die ältere Yin und Yang Lehre bezogen und breitete sich in dieser Form in der New Age Bewegung aus. Nach Fritjof Capras „Das Tao der Physik“ von 1976 erschienen dann größere Mengen an populärdaoistischen und trivialisierten Werken wie „Das Tao Kochbuch“ oder „Easy Tao“, wobei Capras Ansatz repräsentativ ist für die Verwurstung des Dao. Peter Sloterdijk reagierte demgemäß in seinem Buch „Eurotaoismus“ spöttisch auf dieses „östliche Philosophie fast food“. Inzwischen ist der Daoismus durch die Esoterik-Welle zum integralen Bestandteil der westlichen Kultur geworden und ein Viertel des Esoterik-Buchhandels wird mit Werken zum Daoismus bestritten.

Unterschiedliche Transskriptionen

Literatur

Daodejing


- Günter Debon (übers.): Tao-te-king. Das heilige Buch vom Weg und von der Tugend, Stuttgart 1961.
- Viktor Kalinke (übers.): Studien zu Laozi - Eine zweisprachige (deutsch/chin.) Ausgabe des Daodejing, Edition Erata, ISBN 3-934015-15-8.
- Ernst Schwarz (übers.): Laudse, Daudedsching. Reclam 1970 oder dtv 1985.
- Richard Wilhelm (übers.): Laotse. Tao Te King. Das Buch vom Sinn und Leben, München (Diederichs Gelbe Reihe 19) 1978. ISBN 3-424-01411-7 (Orig. 1910).
- Richard Wilhelm (übers.): Laotse. Tao Te King. Das Buch vom Sinn und Leben, Wiesbaden (Matrix Verlag) 2004. ISBN 3-937715-07-X (Orig. 1921).

Nan hua zhen jing (Das wahre Buch vom südlichen Blütenland)


- Victor H. Mair (übers.): Zhuangzi. Das klassische Buch daoistischer Weisheit, Frankfurt/M. 1998.
- Richard Wilhelm (übers.): Dschuang Dsi. Das wahre Buch vom südlichen Blütenland, München (Diederichs Gelbe Reihe 172) 1969. ISBN 3-89631-421-1 (Orig. 1912).

Weitere Bücher:


- Fritjof Capra: Das Tao der Physik, ISBN 3426773244.
- Gary Zukav: Die tanzenden Wu Li Meister, ISBN 3499179105.
- Thomas Cleary (Hrsg.): Die drei Schätze des Dao, Frankfurt/Main 1996 ISBN 3-596-12899-4
- Theo Fischer: Wu wei, Hamburg 2002, ISBN 3-499-19174-1
- Theo Fischer: Lass dich vom Tao leben, Hamburg 2002, ISBN 3-499-60699-2
- Raymond N. Smullyan: Das Tao ist Stille, Frankfurt 1994, ISBN 3-8105-1858-1
- Christhop Gitter: Geschichte des Daoismus ISBN 3-424-01298-X
- Isabelle Robinet: Taoist Meditation,New York 1993, ISBN 0-7914-1360-8
- Isabelle Robinet: Geschichte des Taoismus, München 1995 ISBN 3-424-01298-X
- Livia Kohn (Hrsg.): Daoism Handbook, Leiden 2000, ISBN 90-04-11208-1
- Josef Thesing/Thomas Awe (Hrsg.): Dao in China und im Westen, Bonn 1999, ISBN 3-416-02864-3

Weblinks


- http://home.pages.at/onkellotus/ Online Sammlung von Übersetzungen des Daodejing
- http://www.tao-te-king.org/index.html Dàodé Jīng online German + English
- http://www.taiji-qidao.de Taijixue - Traditionelle Schule des philosophischen Daoismus
- http://www.tianchan.de/ Tianchan - traditionelle daoistische Strömungen
- http://www.daoistcenter.org/ Zentrum für daoistische Studien (engl.)
- http://rels.queensu.ca/dao/ Daoistische Studien: Quellen und Informationen (engl.)
- http://www.eng.taoism.org.hk/ Taoist Culture & Information Centre
- http://www.truetao.org/ - Daodejing-Übersetzung und Kolumne mit lebenspraktischen Artikeln(engl./dt./frz.)
- http://www.iging.biz Einführung ins I Ging über die acht Trigramme
- http://www.dailytao.org/ englische Übersetzung des Daodejing, täglich wechselnd ein Kapitel

Online-Audio-Beiträge


- [http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/ethik/china/ Die Seele Chinas - Zur Aktualität taoistischer Ideen]

Siehe auch

Dao, De, Laozi, Daodejing, Zhuang zi, Ge Hong, Himmelsmeister, Shangqing, Neidan, Zhang Daoling, Yi jing, Yin und Yang, Taiji, Konfuzianismus, Buddhismus Kategorie:Chinesische Philosophie und Religion ja:道教 ko:도교 ms:Taoisme zh-min-nan:Tō-kàu

Daozang

Daozang wird der daoistische Kanon genannt. Er ist eine Sammlung von Texten, die die Grundlage der daoistischen Lehre bilden. Die frühesten Teile des Daozang gehen zurück bis ins 5. Jh. Die heute erhaltene Fassung des Kanons stammt aus der Ming-Dynastie und umfaßt 1476 Werke in 5486 Bänden. Die einzelnen Werke tragen weder den Namen des Verfassers noch sind sie datiert. Der Daozang beinhaltet außer rein daoistischen Werken, die alle Aspekte der Lehre umfassen, auch Texte über Medizin, Chemie, Botanik, Astronomie usw. Die meisten der rein daoistischen Schriften sind nach traditioneller Auffassung auf dem Weg einer medialen Offenbarung entstanden und stellen ein Mittel der Kommunikation zwischen den Gottheiten Shen und den Menschen dar. Diese können durch das Verstehen der daoistischen Texte in die Geheimnisse der Unsterblichkeit eindringen. Kategorie:Daoismus Kategorie:Taoistische Literatur

Konfuzianismus

Konfuzianismus (Pinyin: rújiā, Chinesisch: 儒家, Chinesisch für Schule der Gelehrten) ist der Begriff für Philosophien und politische Vorstellungen in China, die sich selbst in die Tradition des Meister Kong (lebte ca. Ende des fünften vorchristlichen Jahrhunderts, Chinesisch: 孔子 Pinyin: Kǒng Zǐ, latinisiert: Konfuzius) und seiner Schüler stellen. Konfuzius wurde von seinen Anhängern als Vorbild und Ideal verehrt. Seine moralischen Lehren, seine rituellen Schriften und seine Lebensweise wurden als mustergültig angesehen.

Konfuzius

Das Leben des "Konfuzius" ist durch den Kranz der Legenden hindurch nicht mehr zu bestimmen. Sowohl über seine Herkunft als auch über seinen tatsächlichen Lebensweg gibt es verschiedene, sich diametral widersprechende Beschreibungen. Sicher scheint lediglich die Tatsache, dass es einen wandernden Lehrer dieses Namens gab, dieser in Lu (in der heutigen Provinz Shandong) lebte und es einige schriftliche Werke gibt, die ihm zugeschrieben werden. Ziel seiner Lehren war es, die mythologische und religiösen Wertesysteme des chinesischen Feudalreiches zu erneuern. Als Ausweg aus dem politischen und sozialen Chaos sah er die Rückbesinnung auf die klassischen Tugenden.

Grundbegriff des Konfuzianismus

Harmonie des Universums und des Kosmos. Menschlicher Bereich: entspricht Ordnung in Natur

Fünf menschliche Elementarbeziehungen

# Vater-Sohn # Fürst-Untertan # Mann-Frau # Älterer Bruder-jüngerer Bruder # Freund-Freund Die Zahl Fünf findet sich auch in den
- Fünf Elementen des Daoismus
- Fünf Himmelsrichtungen(N, O, S, W + eigener Standpunkt)

Fünf Tugenden

# Ren, die gegenseitige Liebe # Yi, die Rechtschaffenheit # Zhong, die Gewissenhaftigkeit # Shu, die Gegenseitigkeit – was du nicht willst, dass man dir tu', das füge auch keinem anderen zu # Zhi, die Ehrlichkeit

Drei soziale Pflichten

Aus den fünf Tugenden wurden drei soziale Pflichten abgeleitet: # Loyalität (chin. 忠 zhong wörtl. "Untertanentreue") # kindliche Pietät (chin. 孝 xiao; wörtl. "Verehrung der Eltern und Ahne") # Anstand und Sitte (chin. 禮 li), umfasst alle Umgangsformen, sowohl unter den Menschen (Höflichkeit u. Etikette) als auch zwischen Menschen und der übersinnlichen Welt (Zeremonien, Opferriten) Weil die Ordnung Konfuzius' Meinung nach durch Achtung vor anderen Menschen und Ahnenverehrung erreichbar sei, haben li und kindliche Pietät die wichtigste Stellung im praktischen Leben erhalten. Kinder sollen Ahnenverehrung fortsetzen und Ahnen erhalten. Demzufolge gilt Kinderlosigkeit als großes Unglück. Als Ausweg werden Adoption und Nebenfrauen empfohlen. Die Summe aller Tugenden ist die wirkliche Mitmenschlichkeit (chin. ren 仁). Sie allein zeigt, wer innerhalb der Ordnung loyal, gerecht und ehrlich handelt. Und das kann nur, wer ausgiebig li (3. soziale Pflicht; s.o.) studiert und praktiziert. Wer li entsprechend lebt – also der Etikette, den Riten und der Sitte nach – und sich für die Ahnen aufopfert, verändert sich allein dadurch zum Guten. Das löst dann einen Dominoeffekt aus, der auf seine Mitmenschen und schließlich auf den gesamten Kosmos wirkt und die eigentliche Urordnung wiederherstellen kann. Das heißt:
- Wenn Familien in Harmonie sind, ist es auch das Dorf
- Sind Dörfer in Harmonie, ist es auch die Provinz
- Sind Provinzen in Harmonie, dann ist es im Endeffekt auch das Reich

Wichtigkeit des Studiums

Das Studium ist Voraussetzung für das Verständnis der Ordnung des Himmels und der Menschen. Allerdings soll man nur ergänzend zum Denken lernen. Konfuzius sagt also: „Lernen ohne zu denken ist sinnlos; aber denken ohne zu lernen ist gefährlich.“ Der Kern der Lehre sind die Fünf, Neun, bzw. Dreizehn Klassiker # Yi Jing = das Buch der Wandlungen # Shi Jing = das Buch der Lieder # Shu Jing = das Buch der Urkunden # Chun qiu = das Buch des Frühlings und des Herbstes # Li Ji = das Buch der Riten # Lun Yu = das Buch der Unterredungen # Da Xue = das Buch der großen Wissenschaft # Zhong Yong = das Buch der Lehre von der Mitte # Meng Zi = das Buch der Zusammenfassung

Konfuzianismus als Gesellschaftsmodell und Staatsdoktrin

Die sich in Konfuzius Tradition sehenden Denker, die in China unter dem Begriff Rujia zusammengefasst sind, entwickelten Vorstellungen, die den gesamten ostasiatischen Raum bis heute entscheidend prägten: von China über Taiwan, Japan, Korea bis Vietnam. Trotz verschiedener großer Brüche in der Geschichte, wie der legendären Verfolgung der Rujia unter dem chinesischen Kaiser Qin Shi Huangdi im 3 Jh. v. Chr. oder der Verteufelung von Meister Kong durch Mao Tsetung während der ersten vierzig Jahre der Volksrepublik China im vergangenen Jahrhundert haben die humanistischen und klaren Vorstellungen, die Konfuzius geprägt hatte, durch ständige Neuinterpretation in den Epochen als Basis der Gesellschaftsform gedient und das Ideal von Besonnenheit und Mitgefühl geprägt. Der Konfuzianismus selbst bildete die Staatsdoktrin zahlreicher Dynastien; ab der Han-Dynastie gab es ein umfassendes Prüfungssystem für die Beamten, zu dem vor allem die umfassende Kenntnis konfuzianischer Lehren zählte. Da die "Bedrohung" durch andere Weltanschauungen (chin. , Pinyin: jiāo; es es bedeutet sowohl Lehre, Philosophie als auch Religion) wie Taoismus und Buddhismus entwickelte sich in der Song-Dynastie eine neue Strömung, der Neokonfuzianismus des Zhuxi (jap.: Shushi). Dieser Konfuzianismus tolerierte auch mythische Elemente, obgleich der „Meister“ einst sprach: „Wenn du das Leben noch nicht kennst, wie sollst du da den Tod verstehen!“ Der Konfuzianismus als Religion – das heißt die altchinesische Religionsform, der Konfuzius selbst anhing und die er förderte, die aber nicht durch ihn begründet wurde – spielt dagegen heute nur noch eine geringe Rolle; in den meisten betroffenen Ländern sind heute Buddhismus und Taoismus die dominanten Religionen. Chinesen jedoch sehen hierin keine Konkurrenz, sondern eine Art Koexistenz, da jede "Religion" ihren eigenen "Aufgabenbereich" hat. Konfuzianismus ist im eigentlichen Sinne keine Religion, sondern eine praktisch orientierte, moralische Philosophie. Im Jahre 1995 wurde der Konfuzianismus in Korea zur Religion erklärt. Zur Zeit gehören insgesamt etwa 10 Millionen Menschen dieser Religion an, allerdings sind nur rund 6,1 Millionen offiziell angegeben.

Siehe auch


- Kongzi (Konfuzius)
- Mengzi (Menzius)
- Xunzi

Literatur


- Kungfutse: Gespräche • Lun Yü. (übersetzt von Richard Wilhelm), ISBN 3-424-00622-X
- Kungfutse: Schulgespräche • Gia Yü. (übersetzt von Richard Wilhelm), ISBN 3-424-00696-3
- James Legge: The Chinese Classics. Five Volumes, Shanghai 1935
- Hans van Ess: Der Konfuzianismus. C.H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-48006-3
- Konfuzius Gespräche. Aus dem Chines. übers. und hrsg. von Ralf Moritz, Stuttgart : Reclam 1998
- Kungfutse. Aus d. Chines. übertr. u. hrsg. von Richard Wilhelm Köln
- Gregor Paul: Konfuzius, Freiburg 2001
- Gu, Xuewu: Konfuzius zur Einführung. Hamburg 2002
- Lee, Eun-Jeung: Anti-Europa. Die Geschichte der Rezeption des Konfuzianismus und der konfuzianischen Gesellschaft seit der frühen Aufklärung. Eine ideengeschichtliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Entwicklung (Univ. Habil. Halle an der Saale 2002) (Politica et Ars 6), Münster 2003. Kategorie:Chinesische Philosophie und Religion ! Kategorie:Östliche Philosophie Kategorie:Japan ja:儒教 ko:유교

Alchemie

Die Alchemie (auch Alchimie) ist ein alter Zweig der Naturphilosophie und wurde im 17./18. Jahrhundert sukzessive von der modernen Chemie und Pharmakologie abgeloest. Die Kunst der Alchemie wurde von Alchemisten (auch Alchimisten) praktiziert. In heutiger Zeit bezeichnen sich manche Vertreter von Pseudowissenschaften ebenfalls als Alchemisten. Zur Möglichkeit der künstlichen Herstellung von Gold (siehe Goldsynthese) und von anderen Edelmetallen (siehe Edelmetallsynthese).

Herkunft

Es wird angenommen, dass sich das Wort Alchemie vom arabischen „al-kymiya“ bzw. vom griechischen "χυμεία" (chymeia) herleitet. Ersteres entspricht dem Namen mit dem die alten Ägypter selbst ihr Land bezeichneten, d. h. Alchemie wird hier als „Kunst der Ägypter“ verstanden, im Sinne des Letzteren als „Lehre des Gießens“. Anhand der Etymologie werden bereits ihre Ursprünge im alten Ägypten und im (hellenistischen) Griechenland deutlich.

Aufgabengebiet und Errungenschaften

Die Alchemie war teilweise von der Idee der künstlichen Herstellung von Gold getrieben, auf der Suche nach dem Stein der Weisen oder dem Universallösungsmittel Alkahest. Dabei arbeitete sie hauptsächlich mit der Methode Versuch und Irrtum (Trial and Error), die auch heute noch eine wichtige Methode zur Erkenntnisgewinnung ist. Die Alchemisten waren der Meinung, chemische Elemente könnten ineinander umgewandelt (transmutiert) werden. Alchemisten befassten sich, im Gegensatz zu gelegentlichen Falschangaben, nicht mit der Herstellung lebender Kunstwesen (Homunculus, Basilisk). Anklänge an diese okkulten Experimente finden sich beispielsweise noch in Goethes Faust I und Faust II und in Meyrinks Golem. Wir verdanken der Alchemie unter anderem die (Wieder-)Erfindung des Porzellans und Schwarzpulvers in Europa. Berühmte Alchemisten waren z. B. Vincentius Cascariolo aus Bologna, der 1604 erstmals einen Phosphoreszenz-Farbstoff herstellte, den so genannten „Bologneser Leuchtstein” oder „Lapis Solaris”. Diese Entdeckung beförderte Diskussionen über die Natur des Lichtes und führte bereits 1652 zu ersten spektroskopischen Untersuchungen. Der Hamburger Heinrich Hennig Brand war ein weiterer wichtiger Alchemist. Er entdeckte 1669 die Chemilumineszenz des weißen Phosphors („Phosphorus mirabilis“) und damit die erste Chemilumineszenzreaktion überhaupt. Diese Chemilumineszenzreaktion fand als Mitscherlich-Probe Eingang in die forensische Chemie und ist auch heute noch ein beeindruckendes Experiment.

Arbeitsmittel

Wichtige Grundlage und sozusagen die Bibel der Alchemisten war die Tabula Smaragdina. Sie ist eine dem Hermes Trismegistos zugeschriebene, ursprünglich wohl griechische, später in lateinischer Fassung verbreitete Sammlung von wenigen, schwer verständlichen und auslegungsbedürftigen Sätzen, in denen die gesamte Weltweisheit enthalten sein sollte. Ein spezieller Ofentyp der Alchemisten wird Athanor genannt. Manche Gefäße der Alchemisten werden nach Tieren benannt, so z. B. Igel oder Gans oder das Menschliche Paar.

Philosophische Bedeutung

Allerdings handelt es sich bei der Alchemie nicht nur um eine praktische Disziplin im Sinne einer Proto-Chemie. Sie hat vielmehr auch eine philosophische Dimension: die verschiedenen alchemischen Vorgänge – wie beispielsweise die Umwandlung eines bestimmten Metalls in ein anderes – stehen hier für die Entwicklung des Menschen, d. h. für inner-psychische Prozesse. Diesen psychologischen Aspekt der Alchemie betonte vor allem der schweizer Psychiater und Psychoanalytiker Carl Gustav Jung, der sich eingehend mit ihr beschäftigte und versuchte, sie für seine Analytische Psychologie fruchtbar zu machen.

Bedeutende Alchemisten

Alchemisten des alten Ägypten, sowie der Griechischen und Römischen Antike


- Hermes Trismegistos (legendär)
- Ostanes (vor 500 v. Chr.)
- Xamolxides (ca. 550 v. Chr)
- Empedokles (ca. 490–430 v. Chr)
- Demokrit (ca. 470–380 v. Chr)
- Maria die Alchemistin (ca. 470 v. Chr.)
- Zosimus aus Panopolis (ca. 250 bis ca. 310 n. Chr.)

Chinesische Alchemisten

In China haben sich innerhalb daoistischer Strömungen solche der Inneren Wandlung Neidan und solche der äußeren Wandlung Waidan herausgebildet, die in ihren Anfängen allerdings noch nicht geschieden waren. Das mit dem Prinzip des Dao verknüpfte Streben nach Unsterblichkeit – allerdings eigentlich im Sinne der Vollendung und Einswerdung im Dao – wurde ganzheitlich auf Körper und Geist bezogen, sodass es auch einige Alchemisten innerhalb der chinesischen Geschichte gab, die versuchten Metalle zu veredeln, dabei nebenbei das Schießpulver entdeckten und nach einem Elixier [dan] suchten, das irdische Unsterblichkeit ermögliche. Dies war aber als Ergänzung zu den inneren Arbeiten Qigong, Meditation, Fasten etc. gedacht. Die ersten Spezialisten in den Künsten der Unsterblichkeit waren die Fangshi, die als einsiedlerische Weise in den Bergen lebten, schamanistische Praktiken anboten, von Kaisern und Adeligen besucht und gelegentlich unterstützt wurden. Aus dieser Tradition kommt Wei Boyang, Autor des ältesten chinesischen alchemistischen Traktats Thouyi cantong qi („Über das Vereinigen der Entsprechungen“), der gemäß der Legende während des 2. Jh. n. Chr. gelebt haben soll. Ihm wird folgender Mythos nachgesagt: Nachdem der Hund an einem Experiment das rechte Elixier betreffend tot umfiel, sprach der Meister: „Ich habe den Weg der Welt, meine Familie und Freunde aufgegeben, um in den Bergen zu leben. Es wäre schamvoll, zurückzugehen, ohne das Dao der heiligen Unsterblichen gefunden zu haben. Durch dieses Elixier zu sterben kann nicht schlechter sein, als ohne es zu leben. So muss ich es dann zu mir nehmen.“ Auch er schluckte das Elixier und fiel auf der Stelle tot um. Nachdem die enttäuschten Schüler gegangen waren, erwachten Hund und Meister und schwebten zum Himmel empor, um Unsterbliche zu werden. Ein anderer war Ge Hong (284–364 n. Chr.). Sein Hauptwerk heißt Baopuzi („Er, der den unbehauenen Klotz umarmt“ oder „Der Meister, der die Schlichtheit umfaßt“). Die Shangqing-Schule nahm später einige seiner Techniken auf. Lü Dongbin, einer der Acht Unsterblichen, soll einer der ersten gewesen sein, der sich ausschließlich der Inneren Alchemie zuwandte. Sein Schüler war Liu Haichan; von diesem soll Zhang Boduan (987–1082 n. Chr.) sein Wissen erhalten haben. Er schrieb das Wuzhen pian („Über das Begreifen der Wirklichkeit“), welches die Ausdrucksweise der äußeren Alchemie auf die inneren Wandlungen überträgt. Ziel sei die Erschaffung des shengtai („geistiger Embryo“ der Unsterblichkeit). Es begründeten sich nach seinem Tod viele Schulen des Neidan. Seine Schüler begründeten etwa den südlichen Zweig der „Schule der Vollkommenen Wirklichkeit“ (wörtlich: Der Weg der Verwirklichung der Wahrheit").

Alchemisten des Islamischen Kulturkreises


- Kalid ben Jazichi (7.–8. Jh.)
- Kalid ben Jesid (geboren 702?)
- Geber (ca. 721–815), Vater der Chemie
- Rhazes (ca. 860–ca. 930)
- Avicenna (980–1037)
- Kalid Rachaibibi (ca. 11. Jh.)
- Muhyi-d-Din Ibn Arabi (1165–1240)
- Abdul-Qasim al Iraqi (13. Jh.)

Abendländische Alchemisten

Abdul-Qasim al Iraqi
- Artephius (12. Jahrhundert)
- Nikolaus Flamel (1330 bis ca. 1413)
- Bernhardus Trevisanus (1406–1490)
- Berthold der Schwarze (lebte im 14. Jahrhundert)
- Basilius Valentinus (Lebensdaten unbekannt)
- Paracelsus (1493–1541)
- Johann Georg Faust (ca. 1480–1540)
- Johann Hartmann (1568–1631)
- Johann Friedrich Böttger (1682–1719)
- Isaac Newton (1642–1727)
- Giacomo Girolamo Casanova (1725–1798)
- Alessandro Cagliostro (1743–1795)
- Fulcanelli (1887–1932)
- Albert Riedel (1911–1984)
- Alexander von Bernus (1880–1965)

Literatur

Quellen


- Johann Agricola: Chymische Medicin: ein Kompendium der Bereitung und Anwendung alchemistischer Heilmittel (Originaltitel: Commentariorum, notarum, observationum & animadversionum in Johannis Poppii Chymische Medicin), Nach der Erstausgabe Leipzig, Schürer und Götze, 1638/39 herausgegeben, eingeleitet und mit einer biographischen Skizze versehen von Oliver Humberg, Elberfeld 2000 ISBN 3-9802788-5-9

Ältere Ausgaben in Neuauflage


- Alexander von Bernus: Alchymie und Heilkunst 5. Auflage Dornach 1994 ISBN 3-7235-0757-3 (1. Auflage von 1936)
- Gottlieb Latz: Die Alchemie, das ist die Lehre von den grossen Geheim-Mitteln der Alchemisten und den Speculationen, welche man an sie Knüpfte: Ein Buch, welches zunaechst für Aerzte geschrieben [ist, zugleich aber auch jedem gebildeten Denker geboten wird]. 1. Auflage Bonn 1869, 2. Auflage Köln 2003 (Nachdruck) ISBN 3-89836-342-2
- Dr. Musallam: Alchimie: Der Stein der Weisen

Moderne Forschungsliteratur


- Julius Evola: Die hermetische Tradition. ISBN 3-7787-7042-X
- Helmut Gebelein: Alchemie. 2. Auflage München 1996, ISBN 3-424-01062-6
- Helmut Gebelein: Alchemie. (Diederichs kompakt), Kreuzlingen, München 2004, ISBN 3-7205-2501-5
- Bernhard Dietrich Haage: Alchemie im Mittelalter: Ideen und Bilder – von Zosimos bis Paracelsus. Düsseldorf, Zürich 2000, ISBN 3-7608-1222-8
- Daniel Hornfisher: Löwe und Phönix. ISBN 3-591-08432-8
- Johannes Helmond: Die entschleierte Alchemie. ISBN 3-87683-044-3
- C.G. Jung: Psychologie und Alchemie. Gesammelte Werke, Bd. 12, ISBN 3-530-40712-7
- C.G. Jung: Mysterium Coniunctionis. Gesammelte Werke, Bd. 14, 3 Bde, ISBN 3-530-40714-3 (Bd. 3 von Marie-Louise von Franz, ISBN 3-530-40799-2)
- C.G. Jung: Studien über alchemistische Vorstellungen. Gesammelte Werke, Bd. 13, ISBN 3-530-40713-5
- Claus Priesner, Karin Figala (Hrsg.): Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft. München 1998, ISBN 3-406-44106-8
- Gabriele Quinque: Splendor Solis – Das Purpurbad Seele, 22 Pforten der initiatischen Alchemie. Esoterische Interpretation einer alten Bilderhandschrift, ISBN 3-935937-26-1
- Alexander Roob: Das hermetische Museum. Alchemie & Mystik. Köln 1996, ISBN 3-8228-8803-6
- Ulli Seegers: Alchemie des Sehens. Hermetische Kunst im 20. Jahrhundert. Antonin Artaud, Yves Klein, Sigmar Polke. Köln: König 2003 (Kunstwissenschaftliche Bibliothek; Bd. 21), ISBN 3-88375-701-2

Trivia

Das berühmte Buch Der Alchimist von Paulo Coelho befasst sich nur am Rande mit Alchemie, es geht viel mehr um Selbstfindung.

Weblinks


- [http://www2.uni-jena.de/chemie/institute/oc/weiss/mitscherlich Mitscherlich-Probe bei uni-jena.de]
- http://www.alchemywebsite.com/
- http://www.fk-alchemie.de/ ! Kategorie:Überholte Theorie ja:錬金術

Kategorie:Person des Daoismus

Kategorie:Person (Religion) Kategorie:Daoismus

Big Star

Big Star foi uma banda de rock americana dos anos 70, cuja obra é frequentemente citada como um exemplo primordial de power pop. Seguindo o caminho trilhado pela música pop no passado -- mais especificamente pelos Beatles, The Byrds, The Who, The Zombies, Moby Grape e os The Beach Boys -- o Big Star conseguiu reinventar literalmente o pop da geração pós anos 60 com seu estilo que lembrava o dos grupos da Invasão Britânica. Em uma era de cantores-compositores e de bandas de Heavy Metal, eles gravaram canções concisas e melódicas, e são considerados hoje em dia como um dos grupos clássicos de pop. O Big Star não foi a primeira banda de power-pop (essa honra cabe à inúmeros artistas, dos Everly Brothers ao Badfinger), mas é considerada por muitos críticos e ouvintes como o principal grupo do gênero. Originalmente chamados de Rock City e depois Ice Water, a banda foi formada em Memphis, Tennessee em 1971, e consistia de Chris Bell, (vocais, guitarra), Steve Ray (guitarra), Andy Hummel (baixo) e Jody Stephens (bateria). Ray não durou muito, e foi substituído pelo ex-vocalista da banda Box Tops Alex Chilton. Seu primeiro disco, #1 Record, foi lançado em 1972, mas inúmeros problemas de distribuição pela gravadora Ardent Records fizeram com que as vendagens fossem mínimas. Bell, que parecia ressentido pelo fato de Alex Chilton ser considerado o líder do grupo e visivelmente desapontado com o fracasso de #1 Record, deixou o Big Star em 1972 para seguir carreira solo. A banda se separou por um breve período de tempo, reunindo-se em 1974 para o lançamento de Radio City (que incluía colaboraçòes de Bell). Apesar da aclamação unânime da crítica, o álbum acabou não vendendo bem; Hummel saiu e foi substituído por John Lightman. Depois de gravar algumas faixas para um disco duplo no final de 74, o Big Star desbandou. Este álbum só seria lançado quatro anos depois, entitulado Third. No final dos anos 70 os críticos musicais começaram a incluir os álbuns do Big Star entre os melhores trabalhos da década. As novas bandas alternativas que surgiram nos anos 80, como R.E.M, Teenage Fanclub e os dB's, todas citavam o Big Star como sua principal influência. Chilton e Stephens reuniram-se em 1993 com Jon Auer e Ken Stringfellow no lugar de Bell (que morreu em um acidente de carro em 1978) e Hummel (que largou a música para ser engenheiro-de-som) para tocar na Universidade de Missouri. Em seguida vieram turnês pela Europa e Japão. Em 2000 o Big Star foi apresentado à uma nova geração depois que uma versão de sua música "In The Street" passou a ser usada como tema para o programa televisivo That 70's Show. A nova formação da banda voltou ao Ardent Studios no começo de 2004 para gravar um novo álbum, e uma biografia do grupo está prevista para ser lançada ainda em 2005.

Discografia


- #1 Record (1972)
- Radio City (1974)
- Third / Sister Lovers (1978)
- Columbia: Live at Missouri University (1993) Big Star

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Covergirl
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Jacqui McDonald
Jacqui McDonald, born November 26 1954, in Brisbane, Queensland is an Australian television presenter. She was co-presenter of Hey Hey It's Saturday in the 1980's and early 1990's. She was also presenter of TV0's (now March 7, 1974) is an actress best known for her role in the American adaptation of The Office. Fischer was born Regina Marie Fischer in St. Louis, Missouri and received a Bachelor of Arts in Theatre from Absolutely Fabulous (popularly referred to as "Ab Fab") is a British sitcom written by Jennifer Saunders and starring Saunders and Joanna Lumley. The show, broadcast by the BBC in the United Kingdom, grew from a sketch originally written and performed for the comedy show F
J. Morrison Harris
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Gumboots
The Wellington boot, also known as a welly, a wellie, or a gumboot, is a type of boot based upon Hessian boots worn and popularised by Arthur Wellesley, 1st Duke of Wellington and fashionable among the British aristocracy in the early 19th century. The first Duke of W
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