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Okkult

Okkult

Der Begriff okkult stammt vom lat. occultus, was Wissen um Verborgenes, Wissen um nicht Sichtbares andeutet. Von einer als okkult bezeichneten Handlung oder Denkweise wird befürchtet, dass sie nur dazu dient, ein Opfer zu dessen Schaden einem höheren Zweck zu weihen, wie zum Beispiel im religiösen Tieropfer oder dem Verbrennen eines Teils der Ernte. Eine solche Handlung wird als rituell bezeichnet. Das im stattfindenden Übergriff Geopferte ist ein symbolisch Geopfertes, die okkulte Handlung ist demnach Ersatzhandlung. Ein psychischer Nutzen der okkulten Handlung besteht darin, daß frühere schmerzhafte Erfahrungen gegen den Handelnden als gerechtfertigtes eigenes Opfer verklärt werden können, also eine Schmerzentlastung zu Lasten des Opfers stattfindet. Der Begriff des Okkulten bleibt allerdings einseitig gegen Riten anderer Kulturen gerichtet und befördert damit das Vorurteil, das eigene Riten nicht einer okkulten Logik zugrunde liegen könnten. Gesellschaftlich akzeptierte Riten gelten als gemeinschaftserhaltendes kulturelles Erbe, etwa das eigentlich okkulte Ritual des Osterfeuers, mit dem der Winter ausgetrieben wird. In der Medizin wird dieser Begriff besonders für verborgene Blutspuren im Stuhl, sog. okkultes Blut, verwendet, das ein Symptom des Dickdarmkrebses sein kann. Siehe auch: Okkultismus Okkult-Band ja:オカルト Kategorie:Okkultismus

Tieropfer

Ein Opfer beinhaltet in der Religion das Darbringen von wertvollen Dingen jeglicher Art, die dem Menschen besonders kostbar sind, und damit an eine übermenschliche Macht dargebracht werden. Diese Macht können Ahnen, Geister, oder ein Gott sein. Bei Tieropfern ist es oft der Fall, dass das Leben des Tieres und somit sein Geist bzw. seine Tierseele geopfert wird, das Fleisch der Opfergemeinde aber zum Mahl dient (und nicht oder nur teilweise verbrannt wird). Ein Opfer ist mit einem Ritual verbunden, bei dem Speisen, Weihrauch, Früchte und Vieh oder der Zehnte geopfert werden können. Es wird zwischen Sühneopfer, Bittopfer, Dankopfer und Lobopfern unterschieden. Zu den ältesten Opfern gehört das Erstlingsopfer. =Einführung= Im Opfer versucht der Mensch Beziehungen zu übermenschlichen Wesen aufzunehmen, diese positiv zu beeinflussen, sei es um auf ein vermutetes Einwirken dieser Wesen in den menschlichen Bereich zu reagieren oder um ein gewünschtes Einwirken hervorzurufen. Opferhandlungen finden sich bei fast allen Kulturen der Menschheit. Der Mensch, der sein Ungenügen verspürte, suchte sich vor den himmlischen Mächten zur reinigen, die oft als missgünstig verstanden wurden, so dass man sie zu versöhnen suchte durch die Hingabe von kostbaren Gaben. (Reinigungsopfer). Bestimmte Religionen kannten die Opferung von Früchten, die wie das geschlachtete Tieropfer zuweilen verbrannt oder aber ganz oder teilweise gegessen wurden, zuweilen auch in den Besitz der Priesterschaft übergingen. Beim Trankopfer werden Getränke, insbesondere Wein, in oder vor Gräbern oder Tempeln abgestellt oder am Kultplatz vergossen. Das Opfer wird manchmal geschwungen (Schwingopfer) oder auch emporgehoben (Hebopfer), um es vor Gott sichtbar zu machen. Darüber hinaus gibt es auch duftende Rauchopfer, bei denen wohlriechendes Räucherwerk wie Weihrauch und Myrrhe dargebracht wird. Blutige Opfer finden sich vor allem in sesshaften Agrarkulturen mit Viehzucht. Zur Opferpraxis vieler antiker Kulturen zählte auch das Menschenopfer, häufig von Kriegsgefangenen an den Kriegs-, Stammes oder Nationalgott, aber auch das Opfern von erstgeborenen Kindern. Geopfert wurden teilweise auch Edelmetalle, Hausrat, Waffen, Schmuck, Statuen, z.B. durch versenken in Flüssen, Seen, Sümpfen oder dem Meer oder durch Aufstellen bzw. Verbringen an Kultplätze (z.B. auf heilige Haine oder Berge, in heilige Höhlen), in Tempel von Göttern oder an bzw. in Gräber von Ahnen. (Nicht gemeint ist die Mitgabe von Teilen des Eigentums des Toten als Ausrüstung für das angenommene Leben nach dem Tod bei der Beerdigung als sogenannte Grabbeigaben. Denn dann behält der Tote nach dem Verständnis der Angehörigen was ihm persönlich auch im Tod gehört, er erhält kein Opfer von den Überlebenden. Wobei es selbstverständlich zusätzlich häufig zu Opferungen kam.) Opfer an Ahnen werden teilweise nicht aus dem sonstigen Hauptgrund des Gewogenmachens hingegeben, sondern werden als notwendige Ernährung und Versorgung der Ahnen im jenseitigen Leben verstanden. Teilweise wurden auch Handlungen wie mühsame und weite Wallfahrten, die Errichtung eines Kultplatzes, z.B. die Errichtung eines Opferaltars selbst, eines Tempels, einer Kapelle oder Kirche, die Errichtung eines Klosters, die Stiftung eines Kunstwerkes für einen solchen Platz, wie Bilder oder Statuen, als Opfer verstanden. Ein Mönch, ein Fürst oder König oder auch eine Gemeinde, ein Dorf oder eine Stadt z.B. opfert einem Gott, indem er oder sie ihm eine Kirche errichtet bzw. errichten, sei es durch körperliche Arbeit sei es durch Hingabe von Geld für diesen Zweck. Durch dieses Verhalten wurden Tempel oder Kirchen oft aufwendig errichtet, oft sehr reich ausgestattet mit prächtigen Kunstwerken und teuersten Materialien, wie Edelsteinen und Edelmetallen, geschmückt und es wurden oft große Tempelschätze oder Kirchenschätze angehäuft. Selten werden auch das bloße Selbstzufügen von Qualen und Schmerzen, wie das Zurücklegen von langen Strecken auf den Knien oder Geißelungen als Opfer verstanden. =Opfer im alten Mesopotamien= Den Zweck, den Menschen mit Opfern verfolgten, lässt sich im Gilgamesch-Epos nachvollziehen, das auf Keilschrifttäfelchen aus dem 7. Jh. v.Chr. zu finden ist. Die Götter beauftragten den Pestgott Namtar die Menschen zu vernichten. Dieser begann sie mit der Pest zu töten. Ein Gott aber, der Mitleid mit den Menschen hatte, nämlich Enki, verriet dem Menschen Atrachasis ein Ritual mit der sie die Seuche besiegen können. Die Menschen sollen von allen Göttern ausschließlich den Pestgott Namtar verehren und nur ihm opfern und zwar bis er überschüttet mit Opfern von seinen tödlichen Tun ablässt. So geschieht es. Dank der Opfer lässt der Pestgott von seinem Wüten ab und die Menschheit lebt weiter. Nun beschließen die Götter, dass der Regengott Adad es nicht mehr regnen lassen soll und die ihm zugeordnete Korngöttin Nisaba kein Korn mehr wachsen lassen soll. So geschieht es. Und wieder verrät der Gott Enki dem Atrachasis das rituelle Gegenrezept: Nun verehren und opfern die Menschen allein Adad und Nisabe, und zwar bis Regen fällt und die Vegetation wieder auflebt. =Vor- und frühgeschichtliche Opfer= Aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit wissen wir kaum Näheres über Glaubensinhalte. Archäologisch sind jedoch immer wieder Deponierungen zu beobachten, die am ehesten als Gaben für die Götter oder auch als deponierte Jenseitsausstattung für Verstorbene zu verstehen sein könnten. Als Opfer sieht man insbesondere solche Deponierungen (Depotfund) an, die offenbar irreversibel niedergelgt wurden - so etwa Gewässerfunde oder Moorfunde. Siehe z.B. Thorsberg =Opfer im Judentum= Tora In der Antike durfte ein Tier nur in Ehrfurcht vor Gott, dem Schöpfer des Lebens, geschlachtet werden. Jeder Fleischmahlzeit ging daher eine religiöse Handlung in einem Heiligtum voraus: das Tieropfer. Außderdem dienten Opfer zur Vergewisserung des Kontaktes der Menschen zum Göttlichen. Im letztgenannten Fall konnte das Opfer auch aus pflanzlichen Lebensmitteln bestehen (Speiseopfer). Die Tora (5 Bücher Moses) kennt fünf Opferarten, die sich durch ihre Rituale und ihre Anlässe unterschieden.
- Olah (עלה) [übersetzt mit: Aufstiegsopfer, Ganzopfer, Brandopfer, Holocaust]
- Mincha (מנחה) [übersetzt mit: Speiseopfer, Getreideopfer]
- Sebach Schlamim (זבח שלמים) [übersetzt mit: Heilsopfer, Mahlopfer, Friedensopfer]
- Chattat (חטאת) [übersetzt mit: Sündopfer, Verfehlungsopfer, Reinigungsopfer]
- Ascham (אשם) [übersetzt mit: Schuldopfer] Außerdem gab es die Möglichkeit zu freiwilligen Gaben an den Tempel aus Dank oder zur Erfüllung eines Gelübdes. Die Olah bestand aus der vollständigen Verbrennung eines Rindes, Schafes oder einer Ziege, gelegentlich auch einer Turteltaube (wenn jemand arm war). In Bemidbar (4. Buch Mose) 28,3-8 wird das Ganzopfer von zwei Schafen - eines am Morgen und eines am späten Nachmittag - als tägliches Opfer geboten. An Festtagen soll ein zusätzliches Schaf geopfert werden, der Zeitpunkt des Opfers ist nicht festgelegt. Die Mincha ist die Darbringung eines Brotfladens aus Mehl, vermischt mit Öl und Weihrauch und Salz. Es dient vor allem zum Lebensunterhalt der Priester am Tempel. Das Sebach Schlamim ist eine festliche Mahlzeit einer Personengruppe. Fett und Nieren des Tieres werden auf dem Altarherd verbrannt, der Rest zubereitet und von den Opfernden verzehrt. Eine antike Fleischmahlzeit war nur in Verbindung mit einem Sebach Schlamim möglich. Die Chattat dient zur Entsündigung nach einer versehentlichen Gebotsübertretung. Der Hohepriester nimmt ein Rind, stemmt die Hände auf den Kopf des Rindes und überträgt die Sünde des Menschen auf das Rind. Das Rind wird geschlachtet und sein Blut an den Altar und an den Vorhang im Tempel gesprengt. (Dieser Vorhang trennte das Allerheiligste mit der Bundeslade vom Heiligen, dem normalen Innenraum des Tempels.) Das Ascham dient zur Entsündigung einer groben und vorsätzlichen Gebotsübertretung. Das Ritual ist ähnlich wie bei der Chattat. Hinzu kommt jedoch noch die Verpflichtung, dass der Opfernde den angerichteten Schaden ersetzen muss. Eine Beschreibung der verschiedenen Opfer und ihrer Rituale und Gründe findet sich an verschiedenen Stellen in der Tora, vor allem aber in Wajikra (3. Buch Mose) Kapitel 1-8. Einmal im Jahr fand ein Entsündigungsopfer für das Heiligtum selbst und die Priesterschaft statt: der Versöhnungstag (siehe dazu Wajikra (3. Buch Mose) Kapitel 16. Judentum Die Rabbinen diskutieren nach der Tempelzerstörung darüber, welche Handlungen nun an die Stelle der Tieropfer treten könnten. Sie kamen zu drei Ergebnissen:
- das Gebet (damit ist die Amida gemeint)
- gute Werke
- das Studium der Tora Auf der Basis von prophetischen Texten wie Hosea 14,3 oder Psalm 51,17-19 setzte sich schließlich rechtsgültig das Gebet als liturgische Opfer-Ersatzhandlung für die tägliche Olah durch. Im Judentum wurde das Gebet daher eine religöse Pflicht, die wie das antike Opfer zu festgelegten Zeiten (Morgens und Nachmittags) mit einem festgelegten Bittenkanon erfüllt wird. =Opfer im Christentum=
- Altes Testament Von Abraham berichtet das Alte Testament der Bibel, Gott habe zwar prinzipiell von ihm auch die Opferung des Sohnes Isaak verlangt (Menschenopfer waren aus Nachbarreligionen bekannt), jedoch den Ersatz durch ein Opfertier angeordnet. Im Judentum wurden zur Zeit Jesu die Tieropfer zentral im Tempel von Jerusalem vollzogen. Diese wurden durch Schlachtung dargebracht. Schon das Alte Testament kennt auch geistige Opfer, so etwa in Psalm 51,19: Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen. Die Propheten kritisierten zuweilen heftig die scheinheilige Opferpraxis und forderten im Namen Gottes statt der Tieropfer, die Gott nicht brauche, Barmherzigkeit gegenüber sozial Benachteiligten wie Witwen und Waisen.
- Neues Testament
-

Die Passion und Kreuzigung als Opfer

Radikaler stellt das Christentum das Opfer in Frage. Im Neuen Testament hat Gott selber sich in Jesus Christus durch seine Menschwerdung bis hin zur letzten Konsequenz des Kreuzestodes als letztes und endgültiges Opfer dargebracht. Hier zeigt sich eine religionsgeschichtliche Wende, insofern hier nicht mehr der Mensch Gott opfert, sondern sich umgekehrt Gott aus Liebe dem Menschen unumkehrbar hingibt. Diese Hingabe wird für die Christen deutlich in den Worten des Abendmahls Das ist mein Leib/mein Blut für euch und setzt sich fort in der frühchristlichen Feier der sonntäglichen Eucharistie, die im katholischen Bereich zuweilen auch als Messopfer bezeichnet wird. Nach katholischem Dogma ist die Messe eine unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfer Christi. Da die Gabenbereitung vor dem Hochgebet lateinisch aber Offertorium hieß, erhielt selbige durch eine allzu wörtliche Übersetzung den Namen Opferung.

Opfer aus Nächstenliebe

Indem das Christentum tätige Nächstenliebe (Gleichnis vom barmherzigen Samariter) zu seinen Geboten und religiösen Pflichten zählt, wird teilweise auch die materielle Aufwendung für die Hilfe zugunsten eines anderen Menschen als Gott wohlgefälliges Opfer angesehen. Obwohl hier z.B. Nahrungsmittel, Kleidung, Medizin oder Geld vom Opfernden nicht direkt an Gott, sondern an einen anderen Menschen gehen, wird diese Hingabe von Vermögen, weil Gott die Hilfe für den Nächsten in Not will, auch als Opfer für Gott verstanden.

Opfer für Kirchenbau

Auch Beiträge zu Kirchenbauten oder deren Erhaltung, Ausstattung und Ausschmückung werden von vielen Christen, die Kirchen nicht nur als Versammlungsplätze, sondern als "Gotteshaus" betrachten, als Opfer betrachtet. Solche Beiträge werden sowohl als Lobopfer beigesteuert, um Liebe und Verehrung zu zeigen, aber oft auch als Sühneopfer gemacht, um Reue zu zeigen und so Vergebung von Sünden zu erreichen. In der Realität treten auch Bittopfer auf, also z.B. das Versprechen an Gott für eine erbetene Heilung oder Errettung aus Gefahr eine Kirche oder auch nur eine Kerze zu spenden oder eine Wallfahrt zu machen. Geopfert wird hier zunächst nur ein Versprechen, das auch Gelübde genannt wird. Nach Heilung oder Errettung werden solche Beiträge als Dankopfer dann oft tatsächlich gemacht.

Opfer für Heilige oder Maria

In manchen Kirchen werden auch bestimmten Heiligen oder Maria Opfer gebracht, z.B. Kerzen abgebrannt, sowohl um Verehrung zu zeigen als auch, um diese dafür gewogen zu machen, Bitten des Gläubigen bei Gott vorzutragen. Als Dank für vermeintlich erfüllte Bitten werden teilweise sogenannte Votivgaben gemacht, z.B. ein Täfelchen mit dem Bild eines Heiligen in der die frühere Not oder Krankheit bezeichnet und dem Heiligen die Errettung zugeschrieben wird. An bestimmten Wallfahrtsorten finden sich hunderte solcher Votivgaben. Einige Kirchen lehnen diese Praktiken strikt ab. Im Volksglauben wird Heiligen teilweise nicht nur die Möglichkeit zugeschrieben bei Gott Hilfe oder gar ein Wunder zu erbitten, sondern auch selbst Wunder zu tun. Soweit dies geschieht ist die Grenze zum Polytheismus und seinen Göttern mit verschiedenen Macht- und Zuständigkeitsbereichen überschritten.

Ordensleben oder Priesterleben als Opfer

Schließlich kennt das Christentum in manchen Konfessionen die Möglichkeit die eigene Freiheit und Selbstverwirklichung zu opfern, um freiwillig ganz Gott zu dienen, z.B. in religiösen Orden, die sich allein der Verehrung Gottes oder der Verehrung Gottes und der Verkündung seines Wortes oder der Verehrung Gottes, der Verkündung seines Wortes und der tätigen Nächstenliebe verschrieben haben. In manchen Konfessionen gilt auch die Keuschheit, d.h. der Verzicht auf Sexualität, und die Ehelosigkeit, d.h. der Verzicht auf die Ehe, die teils von Bischöfen (z.B. orthodoxe Kirche), teils auch von Priestern (z.B. katholische Kirche) gefordert wird, als gottgefälliges Opfer

Martryrium als Opfer

Im Falle religiöser Verfolgung gibt es auch das Verständnis, dass wer trotz Todesdrohung nicht vom Glauben abfällt, diesen nicht wiederruft und/oder das verlangte Böse nicht tut, im Falle dass er deswegen getötet wird, Gott sein Leben geopfert hat. Das sogenannte Martyrium gilt in vielen Kirchen darunter der orthodoxen und der katholischen Kirche als besonders verdienstvoll und besonderer Ausdruck der Liebe zu Gott, weil mehr als das eigene Leben nicht geopfert werden kann. =Opfer im Hinduismus=
- Älterer Hinduismus In der vedischen Zeit (ab 1200 v.Chr.) war das Opfer die wichtigste religiöse Zeremonie. Im Rigveda heißt es: "das Opfer ist der Nabel der Welt". Ein vedisches Opfer bestand aus dem Feueropfer von Getreide, Milch, Butter etc. und Somasaft auf einem Altar. Man glaubte, dass durch Opfer materieller und geistiger Wohlstand erreicht werden könne. Nach dem Purusha-Sukta ist die Schöpfung aus dem Selbstopfer des Urriesen Purusha entstanden, das die Menschen nun immer wieder wiederholen müssen, damit die Welt bestehen bleibt. Zur Zeit der Brahmanas (800 v.Chr. - 500 v.Chr.) wurde größter Wert auf die korrekte Durchführung des Opfers gelegt. Zu diesem Zwecke wurde eine umfangreiche Ritualliteratur, eben die Brahmanas erstellt. Die exponierte Stellung der Brahmanen entstand in dieser Zeit. Die komplizierten Riten erforderten drei Priester, den Rezitierenden (Hotri), den Sänger (Udgatri) und den Opfernden (Adhvaryu). Die innere Haltung spielte keine Rolle, die Wirksamkeit des Opfers sah man durch die minutiöse Einhaltung der Regeln gewährleistet. Man glaubte, der betreffende Gott müsse bei Beachtung der rituellen Vorschriften das Erbetene gewähren. In der Upanishaden-Zeit (700 v.Chr. - 200 v.Chr.) kamen Zweifel am Opfer auf, vor allem an dessen mechanischer Ausführung. In der Katha-Upanishad sagt der Knabe Nachiketas: "Freudlos sind sicher die Welten, in die derjenige gelangt, der Kühe als Geschenk, die nicht mehr trinken, essen, Milch geben und Kälber zur Welt bringen können". Sein Vater hatte in Hoffnung auf Belohnung das Vishvajit-Opfer vollzogen, bei dem er seinen ganzen Besitz an Brahmanen weggeben hatte. Der Vater war sehr erbost über die freche Bemerkung seines Sohnes und schickt ihn zum Todesgott Yama. Dieser lehrte Nachiketas, dass die Seele (Atman) unsterblich sei. Diese metaphysischen und philosophischen Spekulationen drängten die pure Opferritualistik immer mehr in den Hintergrund.
- Neuerer Hinduismus Durch das Aufkommen des Bhakti Yoga, das die liebende Hingabe an einen persönlichen Gott in den Vordergrund stellte, verlor das Opfer weiter an Bedeutung. In der religiösen Praxis hat es sich in Form von Tempelspenden jedoch erhalten. Beeindruckend sind große Pilgerzentren wie Tirumala Tirupati, wo sich die vielen kleinen Geld- und sonstigen Spenden der zahlreichen Pilger zu beachtlichen Spendenaufkommen summieren. Auch Blütenopfer vor einen Götterbild oder Haarspenden (im Zusammenhang mit Gelübden) zeugen davon, dass diese Tradition durchaus weiterlebt. = Opfer im buddhistischen Verständnis = Ein häufiges Ritual, was in Tempeln abgehalten wird, ist die Puja, eine Andacht zu Ehren Buddhas. Es werden zwar Rauch, Blumen, Speiseopfer und dergleichen geopfert, aber Buddha lehnt (große) Opfer als sinnlos ab. Insofern ist es als Verdienstübertragung zu verstehen, als dass man durch gute Werke (z.B. Beschenken von Mönchen) Verdienste erwirbt, die sich auf das eigene Glück auswirken sollen. Hier steht also der Gedanke des Kamma in Vordergrund. Dem kundigen Buddhisten ist allerdings klar, dass er als Laienanhänger sein Schicksal ohnehin nur minimal verändern kann und keinesfalls Lebenderlösung erreichen kann. =Säkularisiertes Opfer= Auch ins alltägliche Bewusstsein sind religiöse Opfervorstellungen eingegangen, wenn etwa davon gesprochen wird, jemand habe sich für seine Familie aufgeopfert. Auch Rache oder gar Blutrache kann als säkularisierte Form des Opfers und Menschenopfers gedeutet werden insofern ein Ausgleich zwischen einem subjektiv erlebten moralischen Ungleichgewicht geschaffen werden soll. Die Kriminologie spricht vom Opfer einer Straftat. =Literatur=
- Jean Baudrillard: Der symbolische Tausch und der Tod, Berlin 1982
- Opfer ist auch ein Schlüsselbegriff im Werk von Georges Bataille (vgl. etwa Georges Bataille: Theorie der Religion, München 1997, ISBN 3-88221-277-2)
- Von der Unsterblichkeit des Selbst. Die Katha-Upanishad, Otto Wilhelm Barth Verlag, München, 1989 = Film = Eine bedeutende filmkünstlerische Umsetzung des Themas schuf Andrei Tarkowski mit seinem Film Offret. =Weblinks=
- [http://www.theologie-systematisch.de/christologie/13erloesung.htm Aktuelle Literatur zu Jesus Christus als Opfer] Kategorie:Ritus ja:人身御供

Osterfeuer

Osterfeuer - im Harz auch Ostermeiler genannt - werden, vor allem in Norddeutschland am Samstag vor Ostern, mancherorts auch erst am Abend des Ostersonntags entzündet. Es handelt sich um möglichst hoch aufgetürmte Holzstöße aus Baum- und Strauchschnitt. Mancherorts befindet sich zuoberst des Stapels eine Hexenpuppe. Die Ansicht, dass bei Osterfeuern auch Müll mit verbrannt würde, ist falsch. Darauf achtet die Feuerwehr, die bei fast jedem Osterfeuer anwesend ist. Die Holzstöße werden auf Feldern so errichtet, dass sie weithin sichtbar sind. Der Brauch ist vor allem in ländlichen Gegenden üblich, wo die Dörfer einen Wettstreit um das höchste Feuer abhalten und die Holzstapel in den Nächten vor Ostern bewachen. Am Ostersamstag trifft man sich dann gesellig zu einem Glühwein oder einer Kleinigkeit vom Grill. Die Osterfeuer entlang der Unterelbe locken viele Schaulustige an. Der Brauch stammt aus alten Zeiten und diente dazu, den Winter zu vertreiben, zu verbrennen. Man glaubte, dass der Schein des Feuers eine reinigende Wirkung hätte und die keimende Saat vor bösen Geistern schütze und so galten sie auch als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte. Später wurde dieser Brauch von den Christen übernommen. Da die Holzstapel über viele Wochen angesammelt werden, verkriechen sich hier häufig Kleintiere, die vor dem Anzünden verjagt werden müssen. Naturschützer warnen deshalb vor Osterfeuern. Eine gute Lösung ist es, den Holzstapel vor dem Entzünden umzuschichten. In vielen Orten sind Osterfeuer heute genehmigungspflichtig. Teilweise wird auch Baumschnitt verbrannt, der wegen Insektenbefall nicht kompostiert werden kann. Hier ist verbrennen sogar die umweltfreundlichere Entsorgung dieses belastenden Materials. Im Harz heißen die Feuer Ostermeiler, sie sind aus Reisig und Fichtengrün aufgeschichtet, obenauf steht eine große Fichte senkrecht. In Nordfriesland, vor allem auf den Nordfriesischen Inseln kennt man den Brauch des Biikebrennens am 21. Februar. Im Fuldaer Land gibt es einen ähnlichen Brauch des Hutzelfeuers am Sonntag nach Aschermittwoch.

Weblinks


- [http://hometown.aol.de/Sonnenschei1891 So entsteht ein Osterfeuer]

Siehe auch


- Ostern Auf [http://www.dorfjugend-hoersum.de/pages/galerie_osterfeuer05.htm www.dorfjugend-hoersum.de]kann man die einzelnen Tage, eines Osterfeueraufbaus, per Bildergalerie beobachten. Kategorie:Ostern

Okkultismus

Okkultismus (v. lat.: occultus = verborgen, geheim) ist ein Teilbereich der Esoterik. Es ist ein Sammelbegriff für die Beschäftigung mit und den Glauben an Theorien, Praktiken und Rituale, die sich auf die Existenz und Wirkung transzendenter Kräfte beziehen. In der westlichen Kultur bezeichnet der Begriff Okkultismus die Beschäftigung mit Geheimwissen oder verborgenem Wissen und ist der tradierte Ausdruck für den Sammelbegriff der heutigen Esoterik. Er bezieht sich jedoch heutzutage im allgemeinen auf westliche Schulen und Traditionen und ist somit nur ein Teil der Esoterik. Das Praktizieren von Okkultismus geht oft einher mit einer erwachenden Spiritualität und dem daraus resultierenden Interesse an esoterischem Wissen. Von der Naturwissenschaft werden die behaupteten Wirkweisen zumeist als Illusion bezeichnet oder ins Reich der Autosuggestion und der Psychologie verwiesen. Je nach Zielrichtung ihrer Anwendung kann eine okkultistische Praktik als weißmagisch oder schwarzmagisch eingestuft werden. In ersterem Fall wird angenommen, die Verbindung zur Beseeltheit der Natur für positive und altruistische Zwecke zu gebrauchen. Als schwarzmagisch wird sie bezeichnet, wenn eine bewusste oder unbewusste Schädigungsabsicht gegenüber sich selbst oder anderen besteht - der Versuch, egoistische Ziele zu erreichen. Darüber hinausgehend gibt es auch noch die Unterscheidung der häufig als Pfad der rechten Hand bzw. Pfad zur linken Hand bezeichneten geistigen Ausrichtung.

Geschichte und Personen

Als Blütezeit des Okkulten in der Neuzeit kann der Anfang des 20. Jahrhunderts gelten. In den 1920er Jahren wurden in Deutschland sogenannte okkulte Logen gegründet. Eine berühmt-berüchtigte Figur des Okkultismus des 20. Jahrhunderts ist der Brite Aleister Crowley, jedoch gehören auch Personen wie Arthur Edward Waite, Dion Fortune, Gareth Knight und Israel Regardie dazu.

Einige Formen


- Blick in die Zukunft :: Tarot, Pendeln [2.], Glaskugel
- Kontakt mit dem Jenseits :: Spiritismus, Kontakt mit Geistern (z.B. Gläserrücken, Geisterbeschwörung)
- Übernatürliche Kräfte :: Telepathie, Telekinese, Parapsychologie, übernatürliche Heilung
- Okkulter Glaube :: Geheimwissen, Hexenglaube, Teufelsglaube/Satanismus, Heiliger Gral, Akasha-Chronik, Wassermannzeitalter

Philosophische Kritik

Die Neigung zum Okkultismus ist ein Symptom der Rückbildung des Bewußtseins. Es hat die Kraft verloren, das Unbedingte zu denken und das Bedingte zu ertragen. Anstatt beides, nach Einheit und Differenz, in der Arbeit des Begriffs zu bestimmen, vermischt es beides unterschiedslos. Das Unbedingte wird zum Faktum, das Bedingte unmittelbar wesenhaft. (Theodor W. Adorno) "Der Okkultismus beruht zum einen auf dem Glauben an die Übermacht menschlicher Seelenkräfte gegenüber den Naturgesetzen und an die Existenz von Geistern. Er nimmt ferner eine Beseeltheit der Natur an und rechnet schließlich mit der Möglichkeit eines Entsprechungszusammenhanges von menschlicher Seele und beseelter Natur." (Duden: Die Religionen, München 1980, S. 312) =)

Literatur


- Gareth Knight: Das Okkulte - eine Einführung. Hamburg 2004, ISBN 3-937392-08-4 (hervorragender historischer Überblick inkl. okkultem Stichwortregister)
- Ralph Tegtmaier: Magie und Sternenzauber. Okkultismus im Abendland, Köln 1995, ISBN 3-7701-2666-1
- Wolfgang Hund: Falsche Geister - Echte SchwindlerWürzburg: Echter, 2000, ISBN 3-4290-2259-2
- Eberhard Bauer, Michael Schetsche (Hrsg.): Alltägliche Wunder. Erfahrungen mit dem Übersinnlichen – wissenschaftliche Befunde, 2003, Würzburg: Ergon ISBN 3-89913-311-0
- Hansjörg Hemminger: Geister, Hexen, Halloween. Esoterik und Okkultismus im Alltag. Ein Ratgeber für Eltern, 2002, ISBN 3-7655-1276-1
- Johannes Mischo: Okkultismus bei Jugendlichen. Grünewald-Verlag, 1991, ISBN 3786715254

Siehe auch


- Gespenst, Geist, Magie
- Esoterik, Spiritualität

Weblinks


- [http://www.relinfo.ch/okkultismus/philosophie.html Evangelische Informationsstelle (CH)] (christliche Information zum Okkultismus)
- [http://www.gwup.org/themen/texte/okkultismus/ GWUP-Themeineintrag Okkultismus]
- [http://www.stjosef.at/morallexikon/okkultis.htm Okkultismus] (Lexikon der christlichen Moral)
- [http://www.karl-leisner-jugend.de/Okkultismus.htm Okkultismus aus katholischer Sicht] (eine Stellungnahme der Karl-Leisner-Jugend)
- [http://www.horst-koch.de/okkult.htm Okkultismus aus Sicht der Seelsorge]
- [http://www.religio.de/okk/a.html Kleines Lexikon des Okkultismus]
- [http://www.igpp.de Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene] ! Kategorie:Esoterik ja:オカルト

Okkult-Band

Gebräuchliche Variationen des Begriffs: Okkult-Band (dt.), Okkultband (dt.), Occult Band (engl.). Begriff für eine (Rock-)Band, die ihre Musik überwiegend zu rein kultischen Zwecken spielt (Begleitmusik zu Geisterbeschwörungen usw.), häufig mit dem Ziel übernatürlicher Erwirkungen (Magie, Hexerei, Totenerweckungen). Soll sie dem Begriff zudem entsprechen, so hat sie meist ein gebrochenes Verhältnis zur Öffentlichkeit (häufig keine Tonträger, Musik wird ausschließlich übers Netz verbreitet usw.). Daher ist die Silbe -kult- bei einer Okkultband als Verballhornung gegenüber der neueren Ausdrucksweise Kultband zu verstehen. In keiner Weise spielt der Mode-Kult eine Rolle, sondern das Ok-kult-e, bzw. der Kult im Sinne des religiösen Ritus. Echte Okkultbands wollen ferner unterschieden sein von Schock- oder Horrorbands, wenn bei diesen nur das oberflächliche oder durch äußerliche grelle Schminke in Schrecken Bringen des Publikums im Vordergrund steht. Ohnehin ist alles äußerlich Künstliche diesen Bands, denen eher das schleichend Unheimliche, anstatt das mit polterndem Terror Daherkommende nachgesagt wird, im eigenen Auftreten meist ein Greuel, weswegen sie lieber in gesellschaftlich konformen Klamotten (Spielraum häufig zwischen leger und elegant) daherkommen, denn als finster-martialische Rocker - aber ganz auszuschließen ist natürlich auch letzteres nicht. In Deutschland gibt es bislang nur eine Okkult-Band im Wortsinne, nämlich The Atheists. International laufen viele Bands unter dem Begriff occult band, doch firmieren hier auch einige Punk-, Metal-, oder Horror Bands unter der Bezeichnung. Richtige magische Bands aus anderen Ländern sind hier zum Beispiel The Sand (www.thesand.net/csalva/index.htm), Brand X Savior (www.brandxsavior.com/) oder The Unsatisfied. Kategorie:Okkultismus Kategorie:Band

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Hodonín (niem. Göding) - miasto w Czechach, w kraju południowomorawskim. Według danych z 31 grudnia 2003 powierzchnia miasta wynosiła 6 349 ha, a liczba jego mieszkańców 26 345 osób.

Demografia

Źródło: [http://www.czso.cz Czeski Urząd Statystyczny]

Linki zewnętrzne


- [http://www.hodonin.com Strona miasta] Kategoria:Miasta Czech

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